05.09.2010: Sonntagsrunde im wahrsten Sinne des Wortes

Bochum-Langendreer - Witten - Wengern - Volmarstein - Hagen - Dortmund-Syburg - Herdecke-Ende - Witten - BO-Langendreer (50,5km, Ø 28,4km/h)

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Spricht nicht so für Hagen, finde ich...
Ah, welch perfektes Radelwetter: Um die zwanzig Grad und mit Schäfchenwolken verzierter blauer Himmel. Was will man mehr?
Da Dirk leider keine Zeit für einen neuen Versuch der Sprockhövel-Tour hatte (der regelmäßige Leser erinnert sich: Ein zerrissenes Speichennippel beendete Anlauf eins im Mai jäh), entschied ich mich nach einem Blick auf meine unentbehrliche Ruhrgebiet-Radwegkarte für eine lohnend erscheinende Variante meiner wunderbaren Herdecke-Runde:
Diesmal fuhr ich nicht auf der nördlichen, sondern auf der südlichen Ruhrseite bis Hagen. Von dort aus schraubte ich mich auf bekannten Pfaden nach Syburg hinauf und kachelte wieder hinunter nach Herdecke-Ende. Dort fuhr ich dann aber nicht wie gewohnt ins Endertal, sondern kraxelte auf den Schnee hinauf, um dann auf der Ardeystraße nach Witten hineinzujagen (soweit das die ständig roten Ampeln halt zuließen...) und schließlich wieder in Langendreer anzukommen.
Dank feinstem Wetter und der spannenden neuen Variante bleibt die Tour als absolut gelungen in Erinnerung. Dazu noch diverse andere Rennradler abgezogen und ausnahmsweise mal keinerlei Streß mit rabiaten Autofahrern gehabt - kann eine Sonntagstour denn noch geiler werden? :)

Route bei GPSies.com


31.08.2010: Abends im Altmühltal

Lammelbach - Herrieden - Rauenzell - Thann - Lammelbach (15,1km, Ø 22,2km/h)

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Heiko in Herrieden
Als ich dienstlich ein paar Tage in Franken verbringen sollte, hielt ich es für eine tolle Idee, den Renner mitzunehmen. Vielleicht käme ja nach Feierabend die eine oder andere schöne Tour zustande...
Auch Heiko, ein Kollege aus Chemnitz, hatte sein Fahrrad mitgebracht. Gemeinsam starteten wir von Lammelbach aus ins beschauliche Herrieden. Das liegt an der Altmühl, die mangels echter Neigung des Tals Bild "tour2010-08-31_3.jpg"
Eher "langer See" als "Fluß": Die Altmühl
einer der langsamsten Flüsse Deutschlands ist. Und das sieht man, auch wenn sie, wie aktuell, Hochwasser führt. Gemächlich zieht sie ihre Bahn durchs breite, flache Tal.
Die gerade untergehende Sonne im Rücken, wechselten wir in Thann die Flußseite und machten uns über Winn und Sauerbach wieder auf den Rückweg zum Hotel.
Dabei konnte mein Rennrad nochmal echte Offroad-Qualitäten beweisen: Hinter einem Gehöft wurde aus der feinstasphaltierten Straße nämlich plötzlich ein rumpliger, nasser Feldweg - da hatte ich echt Angst ums Material. Heikos Crossbike hingegen hatte zwar auch auf der Straße eine ordentliche Figur gemacht, fand aber erst hier seinen wahren Zweck.
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Here goes the sun

Da die Strecken entlang der Altmühl nicht nur fast höhenmeterfrei, sondern auch geradezu phänomenal gut asphaltiert sind, ist das Radeln dort eine wahre Freude. Leider hat es diesmal nur zu dieser recht kurzen Runde gereicht - sollte es mich mal wieder nach Franken verschlagen, werde ich mein Rad auf jeden Fall dabei haben!

Route bei GPSies.com


22.08.2010: Neulich am Kemnader See

Bochum-Langendreer - Kemnader See - BO-Langendreer (13,3km, Ø 15,6km/h)

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Traute Zweisamkeit :)
Neulich am Kemnader See: Eine kleine Pause auf einer Bank am Wegesrand. Auf dem mit Skatern und Radlern schon gut gefüllten Radweg nähert sich ein Jogger.

Pausierender Fahrradfahrer, um Freundlichkeit bemüht: "Sie wissen aber, daß sie auf einem Radweg laufen?"
Jogger, der Etikette offenbar weniger zugetan: "Kümmer dich um deinen eigenen Scheiß!"
Fahrradfahrer, irgendwo zwischen Frust und Aggression: "Wenn du mir aufm Radweg im Weg stehst, IST das mein Scheiß!"

Kaum wieder im Auto, hupen sie die Radler von der Straße - asoziales Pack -.-


Aber hey, eine tolle gemeinsame Tour mit der Holden bei schönem Wetter :)

20.08.2010: Der Sommer ist wieder da!

Bochum-Langendreer - Witten - Herdecke-Westende - Witten-Crengeldanz - BO-Langendreer (32,2km, Ø 30,1km/h)

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Blick vom Schnee hinunter nach Herdecke
Wie schön es doch ist, wenn nach gefühlt wochenlangem Regen mal wieder die Sonne scheint! Und dann auch noch so, daß 27 Grad sind - der Sommer ist wieder da!
Klar, da muß ich aufs Rad. Herdecke sollte es sein, allerdings wollte ich meine Standard-Runde mal ein wenig variieren. Auf meiner Fahrradkarte sah ich, daß die Ardeystraße aus Witten heraus direkt nach Herdecke führt. Diese Straße hatte ich bisher nur genutzt, um von oben an den Kohlensiepen zu kommen. Sie ist auch nicht besonders angenehm zu fahren, führt sie doch erst durchs Wittener Gewühl und geht dann später lang bergauf. Ist man aber oben auf dem Schnee, gehts bis nach Herdecke wieder gut bergab - leider auf einer recht rau und bisweilen sogar holprig asphaltierten Straße.
In Herdecke fuhr ich dann durch Kirchende zur wundervollen Endertalstraße, die ich ins Ruhrtal hinunterschoß. Ich folgte der B226 entlang der Ruhr und stand an der Baustelle unterhalb des Bergerdenkmals plötzlich hinter einem älteren Herrn auf einem Roller. Prima, dachte ich mir, bleib ich halt an ihm dran. 45 km/h kann man im Windschatten auf der Geraden locker halten! So folgte ihm im äußerst sportlichen Tempo an den Edelstahlwerken vorbei etwa dreieinhalb Kilometer bis nach Crengeldanz hinein. Danke für deine Mitarbeit, unbekannter (aber offensichtlich amüsierter) Rollerfahrer!
Dieser Schlußsprint sorgte dann auch für den ordentlichen Schnitt, obwohl ichs bis dahin überhaupt nicht darauf angelegt hatte - nehmen wir aber natürlich gern mit ;)

14.08.2010: Bochum, ich komm aus dir

Bochum-Langendreer - Witten-Herbede - BO-Stiepel - BO-Zentrum - BO-Harpen- BO-Langendreer (34,7km, Ø 29,7km/h)

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Hier wird das Haus Kemnade auf Leinwand gebannt
Schon wieder so ein Wochenende mit Sonne am Samstag und vorhergesagtem Regen am Sonntag. Also setzte ich alles daran, den Haushaltskram fix hinter mich zu bringen, um nachmittags noch aufs Rad zu kommen.
Auf die ganz große Tour hatte ich dann nach Putzen und Feudeln keine Lust mehr, ein wenig weiter als nur zum Kemnader See sollte mich die Tour aber führen. So radelte ich entlang meiner Hausrunde nach Witten, bog dann aber an der Herbeder Straße nach links in Richtung Witten-Herbede ab. Am Haus Kemnade vorbei Bild "tour2010-08-14_2.jpg"
Ruhrstadion, oder wie man hier sagt: "Anne Castroper"
überquerte ich die Ruhr und wuselte nach Stiepel hinauf. Vielen Dank an die überraschend einsichtigen Autofahrer, die mich dort nicht gewohnt knapp verschnickten, sondern geduldig hinter mir blieben, bis wirklich Platz zum Überholen war. Ein echtes Geschenk für einen sonst arg überholmanövergestressten Radfahrer! :)
Von Stiepel konnte ichs dann auf der Königsallee in Richtung Innenstadt richtig gut rollen lassen, hatte ich dort doch das allererste Mal überhaupt so etwas wie eine grüne Welle. Normalerweise spring ich dort nur von roter Ampel zu roter Ampel, was auf Dauer böse frustriert.
Das Bochumer Zentrum umrundete ich dann im Uhrzeigersinn bis zu Castroper Straße, auf die ich links abbog und - dann auf dem Harpener Hellweg - bis Kirchharpen fuhr. Dort ist der Harpener Hellweg nach langer Bauzeit mit einem topfebenen Straßenbelag gesegnet - ein Genuss!
Am Ruhrpark vorbei und durch Werne fuhr ich dann nachhause - ein schöne Heimatrunde bei tollem Wetter, die richtig Spaß gemacht hat.

09.08.2010: Quickie auf der Kurzstrecke

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - BO-Langendreer (15,5km, Ø 32,3km/h)

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Herbeder Straße: Wieder freigegeben; daneben der rasierte Hang
Ich muß aufs Rad! Am Wochenende hatte es schon nicht geklappt: Samstag bestes Wetter, aber keine Zeit; Sonntag alle Zeit der Welt, aber häßlicher Dauerregen. Narf!
Deswegen startete ich ungewöhnlich spät - nach allen Erledigungen des Tages - noch einmal auf die schnelle Heven-Runde. Klar, mit mehr Zeit und Konzentration machts mehr Spaß, aber wer wird denn meckern?
Ich hatte gerade erst eine große Portion Bratnudeln in den Wanst gepumpt und entsprechend mit Verdauen zu tun, wollte also nicht übertreiben. Trotzdem ist einer meiner fixesten Schnitte herausgekommen - ein Grund zur Freude, die nur durch den nun wieder alltäglichen Drängel-Sackgang auf der Herbeder Straße getrübt wurde. Kaum ist die nämlich nach Abschluß der Hangsicherungsarbeiten wieder freigegeben, versuchen manche Autofahrer schon wieder, mich zur Nutzung des Radweges zu "überreden". Was sie dabei - wie immer - nicht sehen (wollen): Es ist kein Radweg. Aber das erklär ich den zu kurz Bestückten auch gern mal im persönlichen Gespräch an der nächsten Ampel :)

30.07.2010: Herdecke-Sprint

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Hagen-Nord - Dortmund-Syburg - Herdecke-Westende - Witten-Heven - BO-Langendreer (52,3km, Ø 31,1km/h)

Wenns rollt, rollts - und so kam ich bei dieser verdammt schnellen Trainingsrunde nichtmal dazu, Fotos zu schießen. Das Ergebnis war ein 31er Schnitt auf 52 Kilometer - so fix war ich bisher, wenn überhaupt, nur auf der Kurzstrecke.

24.07.2010: Chemnitzer 24-Stunden-Radeln Nette Runde mit Rico


Chemnitz: Euba - Niederwiesa - Euba (3x)
Euba - Niederwiesa - Flöha - Augustusburg - Erdmannsdorf - Euba
(70,4km, Ø 24,2km/h)


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Weg auf die Augustusburg
Es ist echt enttäuschend: Da ist das Wetter entgegen aller Voraussagen schonmal gut, seit Wochen wurde alles groß angekündigt, viele Leute zeigten Interesse - und dann erscheint trotzdem keiner zum Chemnitzer 24-Stunden-Radeln. Nur Rico (aus Berlin angereist) und ich waren mit dem Rad am Startpunkt; außer uns schafften es über den Tag verteilt nur noch ein paar Zuschauer (danke dafür!).
Optimistisch starteten wir trotzdem auf die klassische Runde: Von der Talsperre Euba zum Weißen Weg, rechts in die Beuthenbergstraße und dann ganz Euba hinunter bis nach Niederwiesa; dort vorm Bahnhof rechts und über die Alte Bierstraße wieder hinauf bis nach Euba.
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Mangels echter Herausforderung: Gestellte Anstrengung
Im ersten Durchgang regnete es an manchen Stellen noch ein wenig, im Großen und Ganzen wurde das Wetter aber immer besser. Der Wind sorgte dafür, daß die Straßen schnell abtrockneten, es waren wirklich gute Bedingungen zum Radeln. Leider waren aber auch nach drei gefahrenen Runden keine weiteren Radler zu uns gestoßen, und so beschlossen wir, das ganze Thema abzuhaken, die Standardrunde zu verlassen und lieber noch eine schöne Tour auf die Augustusburg zu machen. Das entsprach so ziemlich der Streckenführung des allerersten 24-Stunden-Radelns 2007 - wir schwelgten in herrlichen Erinnerungen, als wir die Burg erklommen. Hinunter nach Erdmannsdorf ließen wir es dann richtig rollen, fuhren entlang der Flöha und kämpften uns die Struth hinauf zurück nach Euba. Leider hatte Ricos Rad unterwegs einige nervige Macken, und bevor es ihm noch ganz auseinanderfiele, beendeten wir die ganze Aktion und fuhren ziemlich enttäuscht nachhause.

21.07.2010: Home, sweet home III - Fichtelberg


Großolbersdorf - Wiesenbad - Wiesa - Frohnau - Sehma - Cranzahl - Hammerunterwiesenthal - Oberwiesenthal - Fichtelberg und retour (112,0km, Ø 26,4km/h, Vmax 78,57km/h)

Das stand schon lange auf meinem Zettel: Den Fichtelberg mit dem Rad bereisen! Der ist immerhin 1214 Meter hoch, was von meinem Startpunkt Großolbersdorf aus etwas mehr als 830 Netto-Höhenmeter bedeutet. Brutto sinds durch diverse Talquerungen natürlich bedeutend mehr - vielleicht finde ich mal eine ruhige Minute und die passende Software, um das mal auszurechnen. Nachtrag: Es sind etwa 1800 Höhenmeter, siehe GPSies.com.
Ich startete früh und war recht fix auf der B101 im Zschopautal, der ich bis Wiesenbad folgte. Dort bog ich nach Wiesa ab und fuhr bis Frohnau, wo ich wieder auf die B101 kam - sie aber in Cunersdorf schon wieder verließ und über Sehma, Crahnzahl und Neudorf bis Hammerunterwiesenthal radelte. Es ging die ganze Zeit (natürlich) bergauf, allerdings recht gemächlich, und mit dem richtigen Gang kam ich recht konstant mit 25km/h voran.
Ab Hammerunterwiesenthal fuhr ich dann auf der zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise recht leeren B95, die am Wintersport-Mekka Oberwiesenthal vorbeiführt und danach ziemlich steil an der Flanke des Fichtelbergs emporsteigt. Dabei hat man die Grenze quasi immer in Rufweite - wenn dann ein Stück weiter oben die Fichtelbergstraße nach rechts in Richtung Gipfel abbiegt, ist man in der anderen Richtung schon nach wenigen Metern in Tschechien.
Ich bog natürlich rechts ab und kämpfte mich hochmotiviert bis auf den Gipfel. Gemein dabei: Es geht die ganze Zeit bergan, logisch, aber das steilste Stück wartet erst auf den allerletzten Metern. Reserven einplanen!
Oben angekommen, rastete ich ausgiebig bei Schnitzel, Fritten und Unmengen Cola, bevor ich mich auf den Rückweg machte. Dabei erreichte ich auf dem oberen Stück der B95 auch gleich noch meine neue Maximalgeschwindigkeit von 78,57km/h - was man dort aber nur bei wenig Verkehr probieren sollte. Auch gilts, die gleich darauf folgenden Spitzkehren mit Bedacht anzubremsen, da liegt nämlich auch mal das eine oder andere Steinchen auf der ansonsten hervorragenden Fahrbahn.
Der Weg zurück verlief dann unspektakulär, ich konnte es gut laufen lassen, wollte mich aber nicht zu sehr verheizen. Einen Kracher hatte ich mir nämlich noch aufgehoben: Aus dem Zschopautal fuhr ich nicht den "normalen" Weg nach Großolbersdorf hinaus, sondern bog in Hopfgarten rechts zum Hopfgärtner Berg ab - ein direkter Stich aus dem Tal hinaus, an einigen Stellen bis zu 21 Prozent steil. Da konnten die Waden nochmal tüchtig glühen, bevor ich sie nach tadelloser Pflichterfüllung nebst Restrumpf unter die Dusche stellte. Geile Tour!

Pause am Frohnauer Hammer.
Pause am Frohnauer Hammer.
In Neudorf läßt sich der Fichtelberg das erste Mal blicken.
In Neudorf läßt sich der Fichtelberg das erste Mal blicken.
Fast geschafft: Links gehts nach Tschechien, rechts auf den Fichtelberg.
Fast geschafft: Links gehts nach Tschechien, rechts auf den Fichtelberg.
Oben! Mit 22,4km/h Schnitt!
Oben! Mit 22,4km/h Schnitt!
Mit toller Aussicht gibts...
Mit toller Aussicht gibts...
...den Klassiker: Schnitzel, Fritten und Cola.
...den Klassiker: Schnitzel, Fritten und Cola.
Maaahlzeit.
Maaahlzeit.
Epic tour!
Epic tour!


19.07.2010: Home, sweet home II - Sächsische Schweiz

Dresden-Weixdorf - DD-Zentrum - Elberadweg über Pirna bis Rathen
Bastei - Lohmen - Pirna
DD-Klotzsche - DD-Weixdorf
(65,0km, Ø 30,0km/h)


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Diese Perspektive ist fast schon eine Familientradition.
Mein Bruder Arild hatte Wind davon bekommen, daß ich im Lande war und mein Rad dabei hatte, und lud mich zu einer Runde in die Sächsische Schweiz ein. Eigentlich hatte ich mir einen trainingsfreien Tag vorgenommen, aber wenn er schonmal fragt...
Wir schossen ins Dresdner Stadtzentrum hinein und bogen auf den (meist gut asphaltierten) Elberadweg ab. Dem folgten wir unter dem Blauen Wunder hindurch bis Pirna, wo wir die Elbseite wechselten und im einfach überwältigenden Elbtal über Wehlen nach Rathen fuhren.
Oberhalb von Rathen thront die Bastei, die Touristenattraktion der Sächsischen Schweiz. Genau die wollten wir bereisen, allerdings führt kein direkter radelbarer Weg hinauf - und für die ungleich weitere Anfahrt "von hinten" fehlte mir inzwischen die Zeit, abends stand noch ein Termin an. Also schulterten wir die Bikes und marschierten aus dem Amselgrund fast 200 Höhenmeter treppauf. "'Radwandern' in ganz neuer Bedeutung", um mal den besten der meist eher flachen Kommentare entgegenkommender Wanderer zu zitieren.
Oben auf der Bastei angekommen, schossen wir dann noch das obligatorische "Fahrrad-vor-Elbpanorama"-Bild (s. rechts; Pinky durfte auch mal), um dann in Windeseile über Lohmen wieder hinunter nach Pirna zu jagen. Da hatte der gute Arild seine liebe Not, Rennradgeschwindigkeit zu halten - durfte dafür aber meinen Windschatten nutzen.
Auf dem Pirnaer Bahnhof sprang ich in die eben einfahrende S-Bahn, die mich zum Dresdner Hauptbahnhof brachte; dort Umstieg in den herrlich überfüllten Regionalexpress (jetzt weiß ich auch, was "Fahrradmitnahme begrenzt möglich" bedeutet), und schon war ich in Dresden-Klotzsche. Von dort aus spurtete ich, den einzuhaltenden Termin im Auge, dem "Basislager" in Weixdorf entgegen, wie es die Beine noch hergaben.

Der Renner und Pinky
Der Renner und Pinky
Am Elberadweg: Dampfer unterm Blauen Wunder
Am Elberadweg: Dampfer unterm Blauen Wunder
Wehlen, Blick elbaufwärts Richtung Rathen
Wehlen, Blick elbaufwärts Richtung Rathen
200 Höhenmeter zu Fuß mit geschultertem Bike o_O
200 Höhenmeter zu Fuß mit geschultertem Bike o_O
Blick von der Bastei elbaufwärts; hinten rechts der Lilienstein
Blick von der Bastei elbaufwärts; hinten rechts der Lilienstein
Blick von der Bastei elbabwärts
Blick von der Bastei elbabwärts
Auf der Basteibrücke
Auf der Basteibrücke
Dresden Hauptbahnhof
Dresden Hauptbahnhof

18.07.2010: Home, sweet home I - Dresden

Dresden: Weixdorf - Stauffenbergallee - Bühlau - Blaues Wunder - Zentrum - Radebeul - Boxdorf - Moritzburg - Bärnsdorf - Weixdorf (60,1km, Ø 27,9km/h)

Bestes Wetter, tolle Runde, genug Körner in den Waden - und dann auch noch in Dresden, der Stadt der Städte! Deswegen spare ich mir die Worte - diesmal gibts nur Bilder:

Früher war das sogar mal Weltkulturerbe der UNESCO.
Früher war das sogar mal Weltkulturerbe der UNESCO.
Blaues Wunder
Blaues Wunder
Frauenkirche
Frauenkirche
Hofkirche
Hofkirche
Haaaach :)
Haaaach :)
Schloss Moritzburg
Schloss Moritzburg
  


11.07.2010: Hitzeschlacht an der Ostsee

Zempin - Ahlbeck - Świnoujście - Międzyzdroje - Wolin; Świnoujście - Ahlbeck - Zempin (109,1km, Ø 28,6km/h)

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Radeln im Pulk: Eine Freude :)
Für den neuen Anlauf des Chemnitzer 24-Stunden-Radelns hatte ich den Renner mit im vorher stattfindenden Urlaub an der Ostsee. Warum dort also nicht auch mal eine Runde fahren?
Dazu hatte ich vorher die Website von Uwe Holtz vom RSV Ahlbeck im Netz aufgetan: Der startet zweimal die Woche von Ahlbeck aus mit dem Rad, oft und gern nach Wolin, der polnischen Seite der Insel Usedom. Ich hatte ihn vorher angerufen und die Details in Erfahrung gebracht - und traf ihn und weitere Radsportfreunde morgens ihn Ahlbeck. Wir starteten gemeinsam in Richtung Świnoujście, was die älteren Semester noch unter dem Namen "Swinemünde" kennen dürften. Dort brachte uns die (kostenlose) Fähre über die Świna auf die Insel Wolin. Inzwischen waren auch noch diverse polnische Radler zu uns gestoßen, die bei den Touren der Ahlbecker auch regelmäßig mit von der Partie sind.
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Gemeinsam schmeckt auch das Bier besser.
Nach ein paar Kilometern verließen wir die Europastraße und fuhren - bei brütender Hitze, aber gescheit sportlich - über Międzyzdroje nach Wolin. Geht ja auch ordentlich voran, wenn man im Verbund fährt!
Es war aber einfach zu heiß, und so traf ich in Wolin meinem Kreislauf zuliebe die einzig vernünftige Entscheidung: Ich verzichtete auf den Weg zurück nach Świnoujście, denn der wäre völlig schattenfrei verlaufen. In der Mittagsglut! Ein freundlicher polnischer Taxifahrer brachte mich und mein Rad also im klimatisierten Taxi bis zur Fähre. Nach der Überfahrt wartete ich im Biergarten auf die anderen, die sich die Hitzeschlacht noch zutrauten.
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Für die Moral: Renner und Ostsee auf einem Bild.
Als alle wieder beisammen waren, saßen wir noch gemütlich bei Cola, Bier und viel Radlerlatein, und als alle wieder halbwegs normalen Puls hatten, starteten wir - dann natürlich wieder ohne die Polen - zurück in Richtung Deutschland.
Nach und nach verabschiedeten sich die Mitradler von mir und bogen nachhause ab; die letzten Kilometer bis Zempin fuhr ich dann wieder allein. Hätte ich mir nicht permanent Wasser über Arme, Beine und Nacken gekippt, wäre ich bei gefühlten vierzig Grad Schattentemperatur vermutlich verglüht.

Ein großer Dank geht an die Kollegen vom Ahlbecker RSV, die auch auf mich "Untrainierten" sehr zuvorkommend Rücksicht nahmen - und mir einige wertvolle Tipps zum Rennrad und zum Fahren in der Gruppe gaben. Danke! Und vielleicht klappts ja nächstes Jahr wieder - dann aber bitte bei "normalen" Temperaturen ;)

03./04.07.2010: Night Flight II

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Umrundung Kemnader See - Witten-Kleinherbede - BO-Langendreer (25,0km, Ø 26,9km/h)

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Chillen auf der Herbeder Straße: Nur möglich dank Vollsperrung
Wer den Kemnader See mal ganz für sich allein haben möchte, sollte erst gegen Mitternacht dort aufkreuzen - bis auf ein paar am Ufer in ihren Klappstühlen eingeschlafene (!) Angler bin ich dort nicht einer Menschenseele begegnet. Auch sonst sind zu nachtschlafender Zeit die Straßen naturgemäß angenehm leer.
Obacht ist zu solch später Stunde in Wassernähe geboten: Allerlei Getier quert Wege und Straßen, und abgesehen von der erhaltenswerten Gesundheit der Tierchen wäre es schlicht eine Riesensauerei, wenn sich eine Kröte überall am Bike verteilen würde. Also fuhr ich immer schön Slalom - gut sehen konnte ich ja aufgrund meiner auf dem Helm montierten Sigma.
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Das Haus Kemnade wird nachts angestrahlt
Die hat wieder einmal überragende Dienste geleistet, aber auch eine Schwachstelle offenbart: Gerät man in Nebelschwaden (was nachts an der Ruhr nicht selten vorkommt), sieht man urplötzlich nur noch weiß strahlenden Dunst. Da wäre eine Montage als "Nebelscheinwerfer" irgendwo unten an der Gabel wohl hilfreicher - am Helm mußte ich die Sigma zwischendurch jedenfalls kurzzeitig abschalten.
Kleiner Schmunzler am Rande: Wie bereits in der Nacht zuvor grüßte man mich in Langendreer aufgrund meiner "Grubenlampe" auf dem Helm mit einem herzlichen "Glück auf"; ein paar Betrunkene stimmten sogar noch das Steigerlied an.

02./03.07.2010: Night Flight

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Witten-Kleinherbede - BO-Langendreer (15,6km, Ø 29,4km/h)

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Mangels "echter" Kamera muß es mal ein Handy-Schnappschuß tun.
Sommer ist, wenn selbst um Mitternacht noch 25 Grad herrschen. Das heißt im Umkehrschluß, daß es tagsüber viel zu warm zum (gesunden) Radeln ist, und so startete ich erst nach WM-Spiel, Verlängerung und Elfmeterschießen zu einer schnellen Runde. Irgendwo muß die Kraft ja hin!
Sehen und gesehen werden, darum gehts nachts ganz besonders. Im Beleuchtungs-Vollausbau mit den "normalen" Cateye-Funzeln vorn und hinten sowie Reflektorclips in den Speichen und -bändern an den Waden fühle ich mich auch zu später Stunde noch sehr sicher - für den richtigen Durchblick sorgt dann zusätzlich die PowerLED auf dem Helm. Die hat übrigens auch den positiven Nebeneffekt, daß man von sämtlichen Autofahrern mit gebührendem Respekt behandelt wird - ob das nun am durch den hohen Befestigungspunkt ungewöhnlichen Gesamtbild oder an der schieren Leuchtkraft der PowerLED liegt, habe ich allerdings noch nicht herausgefunden.

27.06.2010: "Schlaaaaaaaaand!"

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Lottental - BO-Stiepel - Witten-Herbede - BO-Langendreer (25,6km, Ø 29,6km/h)

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Blick von Stiepel in Richtung Witten
Sich direkt nach einem gewonnenen WM-Spiel mit dem Rad auf die Straße zu trauen, wäre ein mehr als gewagtes Unternehmen: Gescheites Autofahren gerät im schwarz-rot-goldenen Freudentaumel viel zu sehr in den Hintergrund. Also wartete ich nach Abpfiff noch ein Stündchen - und fand mich in meiner Vorsicht bestätigt: Direkt vorm Haus waren sich zwei aus Unachtsamkeit in den Arsch gefahren.
Als sich der schlimmste Trubel gelegt hatte (sind wir nicht eigentlich erst im Viertelfinale...?), wagte ich mich dann raus und flitzte eine schnelle Runde das Lottental nach Stiepel hinauf. Dort ists zum Glück friedlich und entspannt, aber kaum befuhr ich in Stiepel wieder "bewohntes Gebiet", trötete und hupte es mir wieder um die Ohren. Ja, ich freu mich ja auch, aber muß man das Viertelfinale schon so exzessiv feiern? Schnellen Trittes wieder aus Stiepel hinaus, runter zur Ruhr, wo wieder Ruhe herrschte.
Durch Herbede hindurch wuselte ich dann über Kleinherbede nachhause - in Langendreer wieder begleitet von Gehupe an allen Ecken. Ist das Spiel nun nicht schon zwei Stunden her...?
Zuhause hatte ich dann nochmal richtig Spaß beim Blick auf den Velocomp: Ohne echte Mühen (und vor allem ohne es überhaupt darauf anzulegen) war ich dem dreißiger Schnitt mal wieder sehr nahe gekommen.

25.06.2010: Abends nach Herdecke

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Hagen-Nord - Dortmund-Syburg - Herdecke-Westende - Witten-Heven - BO-Langendreer (52,0km, Ø 28,9km/h, Vmax 74,90km/h)

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Ruhrtal-Viadukt in Herdecke
Das tolle Wetter muß man nutzen, und meine Beine haben sowieso schon den ganzen Tag gezuckt - also abends aufs Rad und auf der Herdecke-Runde noch ein wenig Training betrieben. Schön ist, daß gerade eine Fußball-WM stattfindet: Gegen acht leeren sich die Straßen spürbar, was dem geneigten Radler natürlich entgegenkommt.
Es wurde eine recht unspektakuläre Runde, allerdings mit einem Höhepunkt: Auf der B54 von Dortmund-Syburg nach Herdecke hinunter konnte ich mit 74,90km/h meine persönliche Maximalgeschwindigkeit auf einen neuen Höchststand katapultieren. Da geht aber sicher noch mehr, vielleicht leg ich es nochmal gezielt darauf an.

23.06.2010: Sonne tanken nach Feierabend

Bochum-Langendreer - Ruhrtalradweg bis Hattingen - Bochum-Zentrum - Bochum-Langendreer (39,3km, Ø 28,9km/h)

Ich hatte eigentlich nur einen Termin beim Fahrradladen meines Vertrauens in Hattingen - die neuen Laufräder sollten nach ein paar hundert absolvierten Kilometern nochmal zentriert und auf die Speichenspannung überprüft werden. Aus diesem nachfeierabendlichen Pflichtprogramm wurde aufgrund des tollen Wetters dann aber ein richtig schöner Quickie, so schön, daß ich vor lauter Radelfreude völlig das Fotografieren vergaß. Beim nächsten Mal wieder! ;)

21.06.2010: Mittelgebirgslandstraßenperfektion

Bochum - Essen - Sprockhövel - Witten - Bochum (85,1km, Ø 27,5km/h)

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Das Foto gabs schonmal - kurz danach brauchte ich neue Laufräder
Was mache ich, wenn ich einen Tag frei und sonst nichts auf der Agenda habe? Richtig: Radeln!
Mitte Mai hatte ich mit Dirk die Elfringhauser Schweiz in Angriff genommen und war aufgrund eines abgerissenen Speichennippels grandios gescheitert. Mit den neuen Laufrädern (und damit neuen Speichen und Nippeln) wollte ich das Ganze erneut angehen, diesmal solo. Das kam mir durchaus zupaß, denn ich hatte schon ein paar Tage keinen Sattel mehr unterm Hintern gehabt und wollte meine überschüssige Wadenkraft loswerden. Also volles Rohr über den Ruhrtalradweg nach Essen - warum fahr ich den nicht eigentlich immer nur an Wochentagen? Außer einigen (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) sportlich radelnden Rentnern und vereinzelten Gassigehern war herrlich viel Platz, und ich konnte es gescheit laufen lassen. Ich war zwar ziemlich fix unterwegs, immer so um den dreißiger Schnitt herum, radelte aber an sich ganz entspannt - das könnte vielleicht auch daran gelegen haben, daß ich nicht wie sonst stressigen Techno auf den Ohren hatte, sondern dem wunderbaren Unplugged-Konzert der Sportfreunde Stiller lauschte.
In Essen machte ich am "Bootshaus" Rast und schickte ein leckeres Schnitzel in die Verdauung. Die nennen das übrigens "Krüstchen"...
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Von ganz hinten: Essen im Ruhrtal, Fahrrad, Arvid
Am Baldeneysee querte ich die Ruhr und radelte am alten Bahnhof Kupferdreh vorbei - und fand dort diesmal auch den (nicht ausgeschilderten!) Weg um die Baustelle, die wir im Mai mangels erkennbarer Alternative kurzerhand mit geschulterten Rädern zu Fuß durchquert hatten: Kurz vor der Sperrung führt rechts ein gepflasterter Weg zur Parallelstraße, auf der der Radweg zweihundert Meter weiter eh herauskommen würde.
Ich folgte dem ab dort wieder bestens ausgeschilderten Radweg bis zur Schußfahrt nach Langenberg, wo beim letzten Mal die Reise mit einem hässlichen Schleifgeräusch endete. Diesmal alles paletti, wobei es auf Dauer wirklich anstrengt, "im freien Fall" die Geschwindigkeit mit den Rennrad-Bremshebeln ordentlich zu regulieren.
Aus Langenberg bog ich dann rechts ins Wodantal ab. Das führt über zwölf mehr oder weniger sanft ansteigende Kilometer bis hinauf nach Sprockhövel - und ist des Rennradlers wahrer Himmel! Wunderbarer Belag, die Steigung fordernd, aber nicht überfordernd, (zumindest Montagmittag) moderates Verkehrsaufkommen, und links und rechts strahlt einen die Mittelgebirgsidylle an, daß es nur so eine Freude ist. Hügel mit Wäldern und Wiesen, schnucklige Gehöfte und immer wieder Kühe auf herrlich grünen Weiden. Ein Schmaus für Waden und Augen gleichermaßen!
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Einfach perfekt: Wodantal
In Sprockhövel kam ich dann auf die B51, der ich sportlich bis Hiddinghausen folgte. Dort bog ich rechts auf die Wittener Straße ab, auf der man die erradelten Höhenmeter bis ins Ruhrtal wieder gescheit hinunterschießen kann. Einzig der teilweise grottig geflickte Belag macht dem Radelvergnügen dort einen Strich durch die Rechnung, aber mit gutem Blick nach vorn und ein wenig Mut zum Slalom kann man auch da erstaunlich schnell sein. Weiter unten in Witten ist die Straße schon generalüberholt - da sollte man aber wiederum ein Auge für Fußgänger und (aus)parkende Autos haben.
Über Crengeldanz nahm ich dann den direkten Weg nachhause - glücklich über eine Tour, bei der alles paßte: Ich selbst stand gut im Futter, es war nicht zu warm und blieb trocken, und ich konnte endlich mal richtig durchziehen. Keine lästigen Ampelstopps, keine überfüllten Radwege, keine permanente Suche nach der Route - so sollte es immer sein!

16.06.2010: Wieder rantasten

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Bochum-Langendreer (15,4km, Ø 31,7km/h)

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Burgruine Hardenstein in der untergehenden Sonne
Ich mußte erstmal wieder mit Radeln anfangen, nachdem es mich vorm 24-Stunden-Radeln so aus dem Rennen genommen hatte; das war danach auch nicht richtig abgeklungen. Also nur die kurze Runde runter zur Ruhr, rüber nach Heven und dann zurück nach Langendreer.
Leider kann ich auf dem Renner einfach nicht geschmeidig machen, auch hat das Wetter einfach zu gut mitgespielt. So kam zum Schluß ein äußerst respektabler Schnitt heraus - zwar nur auf die Kurzdistanz, aber immerhin!

12.06.2010: 4. Chemnitzer 24-Stunden-Radeln

Chemnitz: Talsperre Euba - Weißer Weg - Euba - Niederwiesa - Alte Bierstraße - Euba - Talsperre Euba (6 Runden: 83,3km, Ø 24,0km/h)

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Mal was anderes beim 24SR: Wii zocken :)
Seit dem Regenabbruch des 24-Stunden-Radelns 2009 freute ich mich auf die diesjährige Neuauflage; stellt dieser Tag doch seit inzwischen vier Jahren meinen ganz persönlichen Höhepunkt der Radelsaison dar.
Ich hatte ein paar Tage zuvor noch mit Fieber zu kämpfen, was ich so aber einfach nicht akzeptieren konnte. Mit viel Willen und Wadenwickel von Frauchen ging es mir wieder recht gut, und so klappte es mit der Fahrt nach Chemnitz; ich konnte sogar noch eine kleine Runde durchs Erzgebirge drehen, siehe unten.
Fürs 24-Stunden-Radeln hatten sich fast dreißig Leute angemeldet - tatsächlich erschienen waren dann nur neun. Zumindest war das Wetter toll, die Sonne schien, und alles sah nach einem wundervollen Tag im Sattel aus. Leicht verspätet starteten gemeinsam wir zur Einführungsrunde, damit auch die Neulinge erstmal in Ruhe die Strecke kennenlernten konnten. Danach spurteten die Sportler mit Volldampf in die zweite Runde, während ich mich zu Ludi gesellte und mit ihm ein paar eher gemütliche Plausch-Runden drehte.
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Auch nicht schlecht: WLAN!
Irgendwann hatte ich Lust, die Beine mal ein wenig zu fordern, und brach allein zu drei schnellen Runden am Stück auf. Erstaunlicherweise ging es mir dabei blendend, von den leichten Problemen der letzten Tage war kaum noch etwas zu spüren. Ich fühlte mich gut und hätte vielleicht sogar noch eine vierte schnelle Runde drangehängt, wenn, ja wenn es nicht zu regnen begonnen hätte. Schon ziemlich durchnäßt erreichte ich das Basislager, wechselte in trockene Klamotten und machte erst einmal eine ausgiebige Pause im Auto. Auch die anderen Radler kamen nach und nach an und taten es mir gleich. Solange es regnete, bot zumindest die im triff-chemnitz.de-Bus installierte Wii ein wenig Abwechslung.
Mit dem Regen kam auch der Wind, und es wurde empfindlich kühl - und die ersten Radler verließen uns gen Heimat. Irgendwann war auch der TC-Bus weg (die Buben hatten ja auch noch was anderes zu tun), und plötzlich waren wir nur noch zu viert. Das war alles andere als motivierend, und obwohl der Regen aufgehört hatte, sah der Himmel nach weiteren Schauern aus. Der Gesundheit zuliebe entschieden wir uns schweren Herzens für den Abbruch - das zweite Mal nach 2009.
Enttäuscht fuhr ich zurück zur Verwandtschaft ins Erzgebirge; so unrühmlich hatte ich mir das nicht vorgestellt. Sportlich habe ich mein Ziel von 200 Kilometern mehr als verfehlt, was sich natürlich auch auf die Moral auswirkte. Mit dem unschönen Gefühl "viel Aufwand für nix" gings später auf den langen Heimweg zurück nach Bochum.
Mal sehen, ob es eine Wiederholung gibt - und wie das Wetter dann ist.

11.06.2010: Erzgebirgsründchen

Großolbersdorf - Scharfenstein - Wilischthal - Thum - Venusberg - Drebach - Scharfenstein - Großolbersdorf (33,4km, Ø 26,9km/h)

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So isses :)
Am Vorabend des Chemnitzer 24-Stunden-Radelns war ich bereits im Erzgebirge und wollte das tolle Wetter für eine kleine Runde nutzen. Noch zwei Tage zuvor plagte mich Fieber nahe der 39, von dem ich mich noch nicht ganz erholt hatte, und so ließ ich es geschmeidig angehen. Aber was ist schon "geschmeidig", wenn man sich von Scharfenstein aus dem Zschopautal hinaus nach Großolbersdorf kämpfen muß!
Zunächst konnte ich diesen Schuß aber noch bergab genießen - ein gesundes Vertrauen in die Bremsen ist dort unbedingte Voraussetzung. Entlang der Zschopau fuhr ich bis Wilischthal (eine Genußstrecke!), wo ich links in Richtung Thum abbog. Schnell auf beiden Seiten des Waldes bei der Verwandtschaft auf einen Plausch angehalten (und das Rad bestaunen lassen), und schon machte ich mich wieder auf dem Heimweg. Es dämmerte schließlich schon, und ich hatte außer einem kleinen Batterierücklicht nichts an Beleuchtung dabei.
Mit einem kleinen Umweg über Venusberg und Drebach (dazwischen lauert auch schon ein kleiner Stich, siehe Bild oben) kam ich wieder in Scharfenstein an, wo die eingangs erwähnte Wand nach Großolbersdorf hinauf wartete. Runterschalten, geschmeidig machen...so gings dann auch recht gut.
Um meine gerade erst wiederaufkeimende Fitness nicht gleich wieder kaputtzumachen, beließ ich es bei dieser recht kurzen Runde. Landschaftlich und vom Wetter her hätte da viel mehr gepaßt, aber ich wollte noch mit vollen Reserven beim 24-Stunden-Radeln antreten.

07.06.2010: Wind-Sprint

Bochum-Langendreer - Witten - Hattingen & retour (42,1km, Ø 30,1km/h)

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Die Kormorane chillen am Hattinger Wehr
In Vorbereitung auf das anstehende 4. Chemnitzer 24-Stunden-Radeln paßte es mir ganz gut, daß das Wetter ordentlich mitspielte - das gerade vergangene Supersommerwochenende konnte ich mangels Anwesenheit ja leider nicht in Radelkilometer umsetzen. Ein wenig Kleinkram sollte auch noch von den Profis gecheckt werden, und so fuhr ich entlang der Ruhr zu "meinem" Fahrradladen nach Hattingen.
Der Wind blies recht böig von Westen, was die Fahrt ein wenig unangenehm machte; trotzdem rollte es ganz ordentlich. Glücklicherweise war auf dem Ruhrtalradweg nicht viel los, nichtmal am Kemnader See, wo mir sonst ob der schieren Menschenmassen auf dem Radweg ja gern mal der Kamm schwillt.
Der Rückweg war dann um so sportlicher, denn nun hatte ich den Wind im Nacken: Wann kommt man sonst schonmal dazu, mit konstant 40 km/h die Kleinherbeder Straße hinaufzuschießen?
Nach einem gescheiten Schlußspurt die Unterstraße nach Langendreer hinein stand dann auch der hochverdiente 30er Schnitt auf dem Tacho - nur eine Zahl, aber der kleine Seligmacher zum Abend ;)

03.06.2010: Wetterglück

Bochum-Langendreer - Witten - Haßlinghausen - Sprockhövel - Hattingen - Witten-Herbede - BO-Langendreer (54,8km, Ø 29,7km/h)

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Irgendwo bei Haßlinghausen: Oben alles blau, unten alles grün
Als wollte Petrus was gutmachen, ließ er es zum Feiertag richtig krachen: Über zwanzig Grad und nicht eine Wolke am Himmel! Schönen Gruß an dieser Stelle übrigens in die Bundesländer, wo ganz normal zur Arbeit getrottet wurde ;)
Die Tour "Von Ruhr zu Ruhr", die ich ja schon mehrmals mit dem Mounti unter die Räder genommen hatte, wollte ich diesmal mit dem Renner angehen - dafür mußte ich natürlich ein wenig variieren, denn die offizielle Route auf der alten Kohlebahntrasse ist mit ihrem Makadam-Belag nicht sonderlich rennradfreundlich. Glücklicherweise verläuft die B51 aber direkt daneben, und so prägte ich mir nur die Namen der Orte ein, an denen ich die Richtung wechseln mußte.
Aus Witten heraus gings ziemlich flott, auch wenn es ohne ordentlichen Fahrtwind schon tüchtig warm unterm Helm wurde. Dann konnte ich die leicht hügelige Strecke aber richtig genießen, vor allem natürlich, wenn es bergab ging. Nicht, daß ich aufs Rasen ausgewesen wäre, aber wenns einmal rollt, solls doch rollen! So kam zum Schluß auch noch ein fürs Streckenprofil recht beachtlicher Schnitt heraus.
Das tolle Wetter und die wunderbare Landschaft machten diese Runde zu einem echten Genuß, dem ich sicher nicht das letzte Mal gefröhnt habe. Und als Sahnehäubchen hab ich beim Zusammenrechnen der Tachostände auch noch feststellen dürfen, daß ich in dieser Saison bereits über 1300 Kilometer weg habe; ich fühle mich nun allerbestens gerüstet für das in Bälde anstehende 4. Chemnitzer 24-Stunden-Radeln.

Nachtrag

Wer hätte das gedacht: Der 03.06. ist der Europäische Tag des Fahrrads! Danke für die Info, Cali!

31.05.2010: Wetterpech

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Hagen-Nord - Dortmund-Syburg - Herdecke-Westende - Witten-Heven - BO-Langendreer (52,3km, Ø 28,8km/h)

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Scheißwetter :(
Endlich neue Laufräder auf dem Renner! Die gehörten natürlich sofort ausprobiert - dummerweise hatte Petrus etwas dagegen. Alles grau in grau und immer mal kurz feiner Nieselregen, in Summe nicht wirklich einladend. Aber was solls, das bißchen Wasser wird schon nicht stören.
Ich zog meine Standard-Renner-Runde ab, also hinunter nach Witten und von dort aus über Herdecke und Hagen hinauf nach Syburg. Bis dahin gings noch ganz gut, aber dann wurde es wirklich unangenehm. Nicht nur, daß die Temperaturen spürbar fielen, auch mein Hintern war inzwischen ordentlich naß geworden. Sehr unschön! Also volle Kraft voraus durch Herdecke - und kaum war ich wieder unten im Ruhrtal, hatte das Nieseln auch schon aufgehört. Hintern und Füße hatten bis dahin aber schon ordentlich Wasser abgekommen, mir wurde ziemlich kalt. Nix wie heim und ausgiebig heiß geduscht!

28.05.2010: Einen Tag lang Ruhr

Winterberg - Meschede - Arnsberg - Wickede - Iserlohn - Herdecke - Witten - Bochum (165,3km, Ø 20,3km/h)

Ziemlich spontan planten zwei Kollegen einen Ritt den Ruhrtalradweg hinunter von Winterberg bis Witten - da konnte ich einfach nicht nein sagen. Dummerweise sah es am Morgen noch ziemlich mies mit dem Wetter aus; es regnete und war recht frisch. Schnell den Rechner angeworfen und das Regenradar gecheckt: Schon mittags sollte es nicht mehr regnen. Lange war ich mir alles andere als sicher, entschied mich dann aber doch für die Fahrt: So schnell würde sich eine solche Gelegenheit nicht wieder ergeben, und wenn es überhaupt nicht ginge, könnte ich ja immer noch mit dem Zug nachhause fahren.
Ich traf die Kollegen am Dortmunder Hauptbahnhof, wo wir in den RE57 gen Winterberg stiegen. Dort kamen wir gegen halb elf an; es war immer noch reichlich kühl, und obwohl kaum noch Wasser von oben herunterkam, waren die Straßen und Wege klitschnaß. Schlechte Voraussetzungen, wenn man keine Schutzbleche hat! Also klemmte ich ein großes Stück Pappe auf den Gepäckträger, um wenigstens das Allergröbste von meinem Hintern fernzuhalten. Das stellte sich als unerwartetet effektiv heraus, und so saute ich mich auf den unbefestigten ersten Ruhrtalradweg-Kilometern zwar ordentlich ein, allerdings nur vom Vorderrad - der Hintern blieb aber trocken.
Nach und nach verzogen sich dann die Wolken, und Wind und Sonne sorgten recht fix für trockene Wege. Ab da war auch diese Sorge weg, und wir konnten es entspannt rollen lassen. Ziemlich genau aller zwei Stunden legten wir ein Päuschen ein und kamen so wirklich gut über die Strecke. Natürlich merkte ich am Ende schon, daß ich mehr als 160 Kilometer gefahren war, es ging mir allerdings bedeutend besser als bei meinem Solo-Ruhrtalritt 2009.
Mit einem kleinen Bierchen am Wehr in Witten-Heven beschlossen wir diese wunderbare Tour - mal sehen, wann es mal wieder so klappt.

Hier noch ein paar Bilder des Tages als Galerie - einfach draufklicken und dann mit den Pfeiltasten durchnavigieren:

Ankunft in Winterberg
Ankunft in Winterberg
"Wir waren da!"
"Wir waren da!"
Bau des provisorischen Spritzschutzes
Bau des provisorischen Spritzschutzes
Oben wars noch ziemlich naß.
Oben wars noch ziemlich naß.
Erste größere Pause
Erste größere Pause
Vorn hatte ich leider keinen Spritzschutz :/
Vorn hatte ich leider keinen Spritzschutz :/
Ganz klassisches Ende für eine tolle Tour
Ganz klassisches Ende für eine tolle Tour
 

23.05.2010: Schön warm :)

Bochum-Langendreer - -Zentrum - -Stiepel - Kemnader See - Witten-Heven - BO-Langendreer (30,2km, Ø 26,2km/h)

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Gerodeter Hang an der Herbeder Straße
Petrus läßt grad ganz schön einen gucken, es ist fast schon wieder zu warm. Da hilft nur Fahrtwind, also radelte ich ohne nennenswerte Zwischenhalte in die City, dann die Königsallee hinaus nach Stiepel und von dort aus hinunter zur Ruhr. Am Kemnader See war es aufgrund des Volksfestes immer noch ziemlich voll, also beeilte ich mich, die Runde über Witten zu beenden.
Spannend: Die eigentlich gesperrte Herbeder Straße in Witten ist nach der Komplettrodung des Hanges wieder passierbar! Das nutzen die Fahrradfahrer bereits in großer Zahl, auch wenn man das eigentlich immer noch nicht darf. Vollsperrscheibe! ;) Offensichtlich ist die Stadt Witten da aber gerade sehr kulant (oder hat schlicht nicht die Ressourcen, das Verbot wirksam durchzusetzen - praktisch läufts auf das selbe hinaus).

22.05.2010: Narf.

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Umrundung Kemnader See - Witten-Heven - BO-Langendreer (27,9km, Ø 25,6km/h)

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Tüchtig Betrieb am Kemnader See
Mangels Zeit wollte ich nur mal eben um den Kemnader See sprinten - was dann aber länger dauerte als gedacht, denn am See war Volksfest. Mit allem, was dazugehört: Riesenrad, Frittenbuden, Menschenmassen - und einer Schrittgeschwindigkeit fahrenden Straßen-Bimmelbahn auf dem Radweg.
Ich wuselte aus dem Gewühl heraus, so schnell ich konnte, und verlängerte meine Runde noch ein wenig. Dann nix wie nachhause - das Wetter war zwar echt sensationell (ich war das erste Mal im kurzen Trikot unterwegs!), aber Spaß hat diese Runde nur bedingt gemacht.
Sobald mein Rennrad die neuen Laufräder hat, fahr ich wieder Bundesstraße. Da gibts wenigstens keine Bimmelbahn.

14.05.2010: Nippelprobleme

Teil 1: Bochum-Langendreer - BO-Zentrum - Essen-Überruhr - E-Kupferdreh - Velbert-Hopscheiderberg - Velbert-Langenberg
Teil 2: Hattingen - Bochum - BO-Langendreer
Gesamt: 58,5km, Ø 23,5km/h


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Mittelgebirgsidylle bei Velbert-Hopscheiderberg
Geplant war endlich mal eine dreistellige Kilometerzahl - Fahrt zu Dirk nach Essen, dort mit ebenjenem eine schöne Runde drehen, dann wieder zurück nach Bochum.
Es ging auch erstmal sportlich los; mit einem Schnitt von 29,7 stand ich nach etwas mehr als 20 Kilometern vor Dirks Tür. Mit wesentlich entspannterem Tempo fuhren wir hinunter zum Baldeneysee und von dort - vorbei noch am alten Kupferdreher Bahnhof - zu unserem ersten Abenteuer, hier mal mit Bildern verdeutlicht:

Dann aber wurde es richtig schön: Bis Velbert-Hopscheiderberg gehts zwar tüchtig bergan, die tolle Landschaft der Elfringhauser Schweiz macht das aber mehr als wett. Dazu die gut beschilderte Radroute auf ordentlich beschaffenen und verkehrsarmen kleinen Landstraßen - Radlerherz, was willst du mehr?
Leider sollte das Glück nicht lange währen, denn bei der Schußfahrt nach Velbert-Langenberg hinein machte es an meinem Hinterrad laut "knack", gefolgt von rhythmischem Schleifen. Eine erste Diagnose ergab, daß eine Speiche lose war und damit das Rad fürchterlich eierte und am Rahmen schleifte - an ein Weiterfahren war so natürlich nicht mehr zu denken. Ich schulterte also mein Rad und trug es nach Langenberg hinunter, wo man uns zumindest die Auskunft geben konnte, daß der Fahrradladen vor Ort schon lange nicht mehr existiere. Ich wollte gerade meine Abholung mit dem Auto organisieren, als uns ein freundlicher Herr vom MV-PartyCatering anbot, uns mit dem Transporter zu einem Fahrradladen nach Hattingen zu bringen - er müsse sowieso in die Ecke. Vielen Dank dafür!
So wurden wir also bei Bike'n Service vorstellig, wo mein Hinterrad mit viel Geduld und handwerklichem Geschick zumindest wieder so fitgemacht werden konnte, daß es für die Heimfahrt reichen sollte. Es stellte sich heraus, daß das Gewinde der Speiche aus dem des Nippels herausgerissen war; zudem hat die Felge einen ordentlichen Hochschlag. Da werd ich wohl um neue Laufräder nicht herumkommen...
Der Mechaniker hatte auf jeden Fall ganze Arbeit geleistet - ich verabschiedete mich von Dirk (der zurück nach Essen radelte) und spurte auf der B51 über die Bochumer Innenstadt zurück nachhause.

Diese (diesmal leider vermasselte) Tour steht ganz weit oben auf der Noch-zu-fahren-Liste!


13.05.2010: MännerRennertag

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Hagen-Nord - Dortmund-Syburg - Herdecke-Westende - Witten-Heven - BO-Langendreer (58,5km, Ø 27,3km/h)

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Päuschen im Ausguck der Burg Wetter
Von meiner neuen Haus- und Hofstrecke nach Herdecke bekomme ich ja einfach nicht genug; auch gilt es noch viele Varianten der Route zu erforschen. Wichtig ist auf jeden Fall die B226 zwischen Witten und Wetter, auf deren makellosem Asphalt man es mit dem Renner richtig laufen lassen kann. Auch auf der Wetterstraße am Harkortsee entlang gibts für Rennradler keinen Grund zu meckern, erst in Herdecke selbst wirds teilweise ein wenig holprig (aber zumindest immer noch fahrbar).
Hat man die A1 unterquert, macht man einen Schlenker durch Hagen-Nord, von wo aus es dann auf der (auch sehr angenehm asphaltierten) Dortmunder Straße nach Norden zum Hengsteysee geht.
Vom Hengsteysee schraubt sich die Dortmunder Straße im Rondell nach Syburg hinaus - hier empfiehlt es sich für Schmalbereifte dringend, den "Radweg" zu ignorieren und auf der Straße zu bleiben! Wie jemand auf die Idee kam, diesem viel zu schmalen, holprigen und mit Zweigen, Dreck und Steinen übersähten Streifen neben der Straße eine Benutzungspflicht für Radler zu verpassen, entzieht sich völlig meinem Verständnis.
Von Syburg kommt man recht fix auf die B54, auf der man wie der Wind nach Herdecke hineinschießen kann. Wer vorher rechts in die Endertalstraße abbiegt und sich selbige am Herdecker Krankenhaus vorbei hinauskämpft, wird mit einer wunderbaren und bestens asphaltierten Abfahrt hinunter ins Ruhrtal belohnt - toll zu fahren und gerade jetzt im Frühling eine wahre Wonne für die Sinne!
Im Ruhrtal ist man dann wieder auf der B226 und kann die Beine nochmal richtig rotieren lassen. Hier sind, wenn der Gegenwind nicht gar zu sehr pfeift, locker konstante 35 km/h drin; das wußte auch der Kollege, der in meinem Windschatten seinen Schnitt noch ein wenig nach oben korrigieren konnte, zu schätzen.

Ich hätte direkt nachhause fahren können, entschied mich aber noch für einer Verlängerung der Runde am Kemnader See vorbei. Dort waren einige "Männer" aber offenbar schon so lange mit dem Bollerwagen unterwegs gewesen, daß sie sich nicht mehr um Rad- oder Fußweg scherten - meine Entscheidung, den größten Teil der Route nicht auf überfüllten Radwegen, sondern auf ganz normalen Straßen verbracht zu haben, erwies sich also als recht geschickt.

05.05.2010: Natur an der Ruhr, Abgase auf der Straße (hey, das reimt sich!)

Bochum-Langendreer - Kemnader See - Hattingen - Essen-Steele - BO-Sevinghausen - BO-Zentrum - BO-Langendreer (52,0km, Ø 27,5km/h)

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Flauscheknäuel-Parade auf der Ruhr :)
Bevor es die nächsten Tage den angekündigten Regen geben sollte, startete ich nochmal fix auf eine Runde mit dem Rad. Der Renner versprach gut Kilometer, also suchte ich mir eine etwas längere Tour nach Essen heraus. Bis ebendort wollte ich strikt der Ruhr folgen und für den Rückweg dann den direkten Stich ins Bochumer Zentrum auf der Bochumer Straße wagen.
Leider war es nicht sonderlich warm, das Thermometer zeigte zwölf Grad, und so zog ich lieber noch eine Lage mehr an. Doof ist, daß ich auf dem Renner nicht mit Rucksack fahren kann (und möchte) und deswegen auf Zusatzklamotten verzichten muß - was am Leib ist, muß reichen (darf aber natürlich auch nicht zuviel des Guten sein). Meine Garderobe erwies sich im Laufe der Tour zum Glück als recht passend gewählt.
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Kurze Pause mit Apfel zwischen Essen und Bochum - nennen wir es Foto-Kunst
An der Ruhr jubelt der Frühling, daß es nur so eine Freude ist; man möchte am liebsten anhalten und nicht mehr aufhören, sich am satten Grün, den zarten Düften und all den schönen Vogelstimmen zu laben. Diesmal genoß ich es aber nur im Vorbeifahren - wenn ich mal wieder mehr Zeit habe, halte ich sicher auch mal kurz inne.
In Essen-Steele überquerte ich am Bootshaus Ruhreck die Ruhr - mit einem Schlag hatte es sich mit Natur, denn ich war mitten im Essener Feierabendgewühl. Über die Bochumer Straße verließ ich Steele hinaus aufs freie Feld, das nach ein paar hundert Metern an der Bochumer Stadtgrenze schon wieder aufhört (Streckenabschnitt bei Google Maps). Ich wuselte ins Bochumer Zentrum, das ich dann auf der anderen Seite in Richtung heißer Dusche und leckerer Pizza wieder verließ.
Dafür, daß ich es nichtmal drauf angelegt habe, bin ich übrigens auch sehr zufrieden mit dem Schnitt!

04.05.2010: Kemnade mit Bastian

Bochum-Langendreer - Umrundung Kemnader See - BO-Langendreer (23,6km, Ø 17,3km/h)

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Premiere im Tourenbuch: Der Bastian!
Wie verabredet, trafen wir uns mit Bastian am Kemnader See, den wir dann gemeinsam umrundeten. Mit dreizehn Grad war es nicht eben warm, aber wo die Sonne schien, ließ es sich gut aushalten.
Ein wenig geplauscht und die frühlingsgrüne Landschaft bestaunt, und schon hatten wir die Runde um den See hinter uns. Wir verabschiedeten uns wieder von Bastian (der seinem Mounti dann sicher nochmal abseits von Radweg und Straße ordentlich die Sporen gab) und hatten auf dem Weg nachhause sogar noch das Glück, einen Reiher ganz aus der Nähe betrachten zu dürfen: Der genoß nämlich ganz offensichtlich die letzten Sonnenstrahlen des Tages im Wasser des Ölbachs und hatte wenig Lust, seinen Platz nur wegen ein paar Radlern zu verlassen.

01.05.2010: Erst adagio im Quartett, dann presto solo

Essen-Kupferdreh - Hattingen - Essen-Kupferdreh (29,6km, Ø 17,6km/h)

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Noch ist sie scheu!
Dirk und Chini aus Essen hatten ob des schönen Wetters Lust auf Sporteln, und so verabredeten wir uns für eine Runde mit dem Rad. Eigentlich hätten wir auch gleich mit selbigem anreisen können, wollten der Chini aber noch ein bei uns nicht mehr benötigtes Mounti mitnehmen. Also die drei Bikes im Auto verzurrt und ab auf die Bahn! Fürs Gepose durfte natürlich der Renner mit...
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Optimale Parkraumnutzung
Von Essen aus folgten wir ohne Hast dem Ruhrtalradweg bis Hattingen, wo wir eine ausgiebige Rast einlegten. Über die belegten Brötchen und unsere Gespräche vergaßen wir aber, daß sich ganz in der Nähe das Nutzvieh die Wiese, auf der wir saßen, schmecken ließ. Und so kam, was kommen mußte: Aufdringliche Kühe, getrieben wohl von bloßer Neugier, ließen uns ganz fix die Lokalität verlassen. Ein paar Meter weiter, auf der anderen Radwegseite, pausierten wir dann entspannt zuende, bevor wir den Rückweg durchs vom Frühling wirklich reizvoll ausstaffierte Ruhrtal antraten. Nachdem dann auch noch ein paar Groschen für heiße Waffeln in der Gastronomie geblieben waren, machten wir uns zufrieden zurück zum Ausgangspunkt der Tour, wo wir die Räder wieder ins Auto luden und heimfuhren.


Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Syburg - Herdecke-Westende - Witten - BO-Langendreer (51,1km, Ø 30,0km/h)

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Wasserfassen in Herdecke
Zuhause angekommen, sah das Wetter einfach noch zu gut aus - und der Wetterbericht hatte für die nächsten Tage bösen Regen angekündigt! Auch meine Beine hatten noch Lust auf Meter, und so startete ich noch einmal solo - natürlich erst, nachdem Frauchen und Velo-Material fachgerecht entladen waren. Erstere übrigens auf die wohlverdiente Couch!
Klar, ich wollte es schon nochmal richtig laufen lassen, aber besondere sportliche Ambitionen (wie den final erreichten Schnitt) hatte ich erstmal keine. Aber wenn der Renner rennt, dann rennt er, und so gings flott nach Witten hinunter, dann auf der B226 nach Wetter und mit einem kleinen Umweg über Hagen schließlich nach Herdecke, wo der Velocomp nach etwa 22 gefahrenen Kilometern schonmal äußerst sportliche Werte vermeldete. Damit war mein Ehrgeiz geweckt: Ob ich den Schnitt trotz des noch anstehenden Schlauchs nach Syburg hinauf wohl bis nachhause über dreißig halten könnte?
Ich spurte auf dem zum Glück nur mäßig frequentierten Radweg am Hengsteysee entlang und erklomm konstant und recht fix den Anstieg nach Syburg. Dann schoß ich auf der anderen Seite wieder hinunter nach Herdecke-Ostende, durchquerte Kirchende und Westende und ließ es hinunter zur Ruhr nochmal richtig rollen. Und dann begann der große Sackgang: Ab dem Moment, als ich auf die B226 einbog, hatte ich permanent Gegenwind, teilweise mit heftigen Böen. Alles andere als schön, auch so schon, aber ich sah meinen Schnitt dahinschmelzen!
Fluchend und teilweise schon sehr nah an der Leistungsgrenze machte ich mich klein und holte aus den Beinen heraus, was sie noch hergaben - ab Witten, wo ich das Ruhrtal verlassen wollte, würde der Wind schon schwächer werden. Denkste, bis Langendreer, faktisch noch in der Einfahrt zuhause, stemmte sich der Wind gegen mich. Der Blick auf den Velocomp zeigte dann aber, daß sich die Schinderei gelohnt hatte: 30,03 km/h im Schnitt, trotz teilweise heftiger Anstiege und des bösen Gegenwindes - das Ego ist zufriedengestellt!

30.04.2010: Wiedersehen macht Freude

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - BO-Langendreer (12,6km, Ø 25,2km/h)

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:)
Nachdem es mangels eines Ersatzteils ganze vier (!) Wochen in der Werkstatt stand (und ich damit ausschließlich mit dem Mounti touren konnte), konnte ich mein Rennrad heute endlich wieder in Empfang nehmen. Ich hatte zwar gerade 500 Kilometer im Auto hinter mir, aber die Wiedersehensfreude und das für die nächsten Tage zu erwartende schlechte Wetter motivierten mich dann doch zumindet zu einer schnellen Runde nach Heven. Das ist auch eigentlich schon alles, was es darüber zu berichten gibt - vielleicht wäre noch erwähnenswert, daß es teilweise arg windig war, ich mir ein baldiges Ende der Sperrung der Herbeder Straße wünsche - und daß einige wenige LKW-Fahrer schlicht asoziales Gesindel sind. Ach, und einen Ohrwurm von der langen Autofahrt bin ich nicht losgeworden, aber das fand ich gar nicht so schlimm.

Hatte ich erwähnt, daß ich mich sehr freue, den Renner wiederzuhaben? :)


27.04.2010: "...und er hat sein helles Licht bei der Nacht..."

Bochum-Langendreer - Witten-Heven - Kemnader See - BO-Langendreer (25,2km, Ø 25,2km/h)

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Die Sigma am Helm; links das Akku-Pack, was in der Trikottasche Platz findet
Geschenke sind etwas Großartiges, sie sorgen für viele wundervolle Momente. Ganz besonders schön ist natürlich das Schenken (oder Beschenktwerden) selbst, ebenso die frohe Ungewissheit beim ungeduldigen Aufreißen der Verpackung.
Aber auch das erste Ausprobieren eines Geschenks macht stets große Freude - und genau das war Inhalt dieser spätabendenlichen Runde um den Kemnader See. Mein Geschenk war eine Sigma Power LED Black, die vom Hersteller als "Powerröhre" bezeichnet wird - zu Recht, wie sich herausstellen sollte.

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Blick vom Kleff ins abendlich stille Ruhrtal
Ich hatte sie an den Helm montiert, zusätzlich war natürlich die dynamobetriebe Beleuchtung am Rad aktiv. Deren Frontfunzel am Lenker ist aber überhaupt nur wahrzunehmen, wenn die Sigma auf kleinster Stufe leuchtet - zündet man Phase zwei oder drei, sieht man nur noch die Sigma. Und die ist hell! Wenn ich entgegenkommenden Joggern aus Versehen ins Gesicht strahlte, verzogen die das Gesicht und versuchten, schnellstmöglich die Augen abzudecken. Tut mir leid, das wollte ich wirklich nicht!

Ich war halb neun zuhause gestartet, also kurz vor Sonnenuntergang. Im Laufe der Fahrt wurde es dann immer dunkler, und die Sigma konnte ihren Nutzen richtig unter Beweis stellen. Man glaubt ja gar nicht, wie viele Augenpaare einen am Kemnader See von links und rechts des Weges anleuchten: Kaninchen noch und nöcher, Igel, völlig irritiert dreinschauende Katzen - sogar der eine oder andere Reiher kreuzte meinen Sichtbereich (den Sigma mit 80 Metern Leuchtweite keinesfalls übertrieben angibt).
Mit dieser Lampe fühle ich mich (zumindest schonmal lichttechnisch) bestens gerüstet für das anstehende 24-Stunden-Radeln in Chemnitz - danke für dieses tolle Geschenk! Auch wenn die Schenkerin selbst behauptet, ich sähe aus wie ein Bergmann... ;)

"Und er hat sein helles Licht bei der Nacht,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht
schon angezü-hü-hündt',
schon an...ge...zündt'."


Bild "tour2010-04-27_2.jpg"
Helm im Vollausbau mit Lampe und Spiegel
Bild "tour2010-04-27_3.jpg"
Was die anderen sehen
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Licht aus, Licht an

25.04.2010: Je wärmer der Tag, desto voller der Radweg

Bochum - Witten - Harkortsee - Hengsteysee - Harkortsee - Witten - Kemnader See - Bochum (59,1km, Ø 17,7km/h)

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Öhm..."Ruhrschildkröten"? Gesehen am Ufer des Harkortsees
Wenn das mal nicht das perfekte Radelwetter war! Schon vorm Mittag stand das Thermometer bei knapp zwanzig Grad, und keine auch noch so kleine Wolke trübte den strahlend blauen Himmel.
Wir hatten den ganzen Tag Zeit und eigentlich vor, ruhrabwärts zum Baldeneysee zu radeln. Da der Vorabend aber etwas länger geworden war und wir uns bezüglich unserer Ausdauer nicht so sicher fühlten, verlegten wir die Route kurzerhand in die andere Richtung: Ruhraufwärts, zum Hengsteysee sollte es gehen - das wären dann etwa 60 Kilometer statt der 100 bis zum Baldeneysee.
Den ersten Aufreger hatten wir dann schon an der Nachtigallstraße in Witten. Ein Autofahrer wollte offenbar nicht wahrhaben, daß diese eine Fahrradstraße ist - und was das für ihn als Autofahrer bedeutet. Weil es ihm offenbar alles zu langsam ging, holte er schlicht die Brechstange raus und startete trotz entgegenkommender Radler ein riskantes Überholmanöver - hoffentlich hat ihm dafür noch jemand so richtig schön ins offene Fenster gerotzt. Was die Besonderheiten einer Fahrradstraße sind, habe ich noch einmal ausführlich erörtert.

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Die Ruhrfähre in Heven
Auf dem Ruhrtalradweg fuhren wir dann über Wetter zum Harkortsee, wo wir die Ruhrseite wechselten und am Hengsteysee entlang bis unter die Hohensyburg radelten. Auf dem Radweg war tüchtig Verkehr, auch die Fußgänger scherten manchmal unerwartet aus, und so waren unsere Hände die ganze Zeit an den Bremsen. Wirklich entspanntes Radeln ist was anderes...
Am Hengsteysee pausierten wir ausgiebig und ließen uns die mitgenommene Brotzeit schmecken, bevor wir den Ruhrtalradweg retour unter die Räder nahmen. In Witten legten wir an der Burgruine Hardenstein noch eine weitere Rast ein. Unterhalb der Burg kämpft die gleichnamige Fähre mit den Massen an Radlern und schafft es doch nicht - lange Radlerstaus an beiden Ufern sind die Folge. Eine größere Fähre soll in Bälde Besserung bringen.
Wir jedenfalls blieben auf der linken Ruhrseite und kämpften uns das Muttental nach Witten-Herbede hinauf. Von dort aus schossen wir dann wieder ins Ruhrtal hinunter und schauten noch einmal am Kemnader See vorbei - wochenends offenbar der größte Grillplatz des Ruhrgebiets. Es ist einfach nur schlimm, wie dort der Begriff "Naherholung" pervertiert wird; wer wirklich Ruhe und Entspannung sucht, sollte (vor allem am Wochenende!) sämtliche Ruhrseen tunlichst meiden.

23.04.2010: Flotte Feierabendrunde

Bochum-Langendreer - BO-Zentrum - BO-Stiepel - Witten - BO-Langendreer (28,5km, Ø 26,1km/h)

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Baustelle in Witten-Herbede
Mit dem Ziel einer schnellen Tour startete ich bei allerbestem Radelwetter gen Bochumer Innenstadt-Gewühl, um dann die Königsallee nach Stiepel hinauszufahren. Von dort schoß ich hinunter ins Ruhrtal, bog allerdings nicht links zum Kemander See ab: Dort wird schließlich bis auf Weiteres am Wehr gebaut, sodaß sich alles und jeder durch eine viel zu enge Gasse quetschen muß. Nein, darauf hatte ich wahrlich keine Lust, und fuhr deswegen den Umweg über Witten-Herbede.
Dumm nur, daß dort auf der Wittener Straße ebenfalls gebaut wird (laut Ausschilderung voraussichtlich bis Juli) - so langsam gehen mir echt die Alternativen aus.

18.04.2010: Sprockhövel im Duett

Bochum-Langendreer - Witten - Hiddinghausen - Haßlinghausen - Sprockhövel - Hattingen - Kemnader See - BO-Langendreer (59,9km, Ø 18,1km/h)

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Der Schulenbergtunnel in Hattingen
Die Hausarbeit erledigt, das Wetter sensationell und ein Tag ohne zu erledigende Arbeiten - was spricht also gegen eine ausgedehnte Tour zu zweit? Frauchen hatte Lust auf ordentlich Kilometer, da ließ ich mich natürlich nicht lumpen und suchte uns den Fahrrad-Rundweg "Von Ruhr zu Ruhr" heraus. Das ist ein etwa fünfzig Kilometer langer Rundkurs, der in Witten aus dem Ruhrtal hinaus ins Bergische Land führt, um die Radler dann von Sprockhövel auf einer alten Kohlebahntrasse wieder nach Hattingen an die Ruhr zurückzubringen. Zwischen Hattingen und Witten verläuft die Route auf dem Ruhrtalradweg.
Bereits 2009 hatte ich diese Tour zweimal unter die Räder genommen, allerdings immer solo - heute sollte es endlich mal mit Dame klappen. Die steht immer noch nicht ganz im Training, und so war der lange Anstieg aus Witten hinaus ein echter Schlauch für sie. Oben wurde sie aber mit einem wunderschönen Blick zurück ins Ruhrtal belohnt, und nach einer kleinen Verschnaufpause radelten wir in die Hügel des Bergischen Landes hinein.
Ab Sprockhövel verläuft der Radweg auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse - mit festem, aber ziemlich staubigen Geläuf. Schon 2009 waren mir dort die mitunter sehr eng gestellten Drängelgitter aufgefallen, von denen man zumindest einige inzwischen aber schon ein wenig entschärft hat.
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"Allez les bleus!"
Aber noch bevor wir die eigentliche Trasse erreichten, hat es mich doch tatsächlich das erste Mal seit Jahren gemault; nicht besonders heftig, aber unschön allemal. Tiefer Sand, langsam, Fußgänger, ausweichen - zack, hat das Vorderrad verkantet. Hier zeigt sich der Clicker Nachteil - da ich den Fuß nicht schnell genug aus dem Pedal bekam, fiel ich wie ein nasser Sack (und landete natürlich nicht im Sand, sondern auf dem Stück Beton daneben). Sah aber sicher lustig aus für alle Umherstehenden ;)
Danach drehte Frauchen richtig auf: Konstant spurte sie mit knapp dreißig voran, nur ab und an eingebremst durch zuviel Verkehr auf dem Radweg oder die unsäglichen Drängelgitter. So erreichten wir recht flott die Ruhr in Hattingen, von wo aus es dann auf einem völlig überfüllten Ruhrtalradweg nachhause ging. Spätestens am Kemnader See war dann alles zu spät, der Radweg war pickepackevoll mit Radlern und Skatern - und einigen merkbefreiten Spaziergängern, die den nur fünf Meter entfernten Fußweg offenbar nicht leiden konnten. Die brauchten sich dann aber auch nicht zu beschweren, daß es kurzzeitig sehr laut wurde um sie herum.

"Von Ruhr zu Ruhr" absolviert man (bis auf den Anstieg aus Witten heraus) in jedem Trainingsstand problemlos, auch ist die Tour für die meisten Radtypen zu empfehlen. Nur Rennräder dürften zwischen Sprockhövel und Hattingen mit der staubigen Trasse ihre Probleme haben; Gespannen und Tandems hingegen könnte es dort passieren, daß sie schlicht nicht durch die engen Drängelgitter passen.
Wenn man kann, sollte die Tour außerdem an einem Wochentag absolvieren, da man sonst vor allem auf dem Ruhrtalradweg in den Wochenend-Naherholungs-Wahnsinn hineingerät. Alternativ bietet sich speziell am Kemnader See der Umweg über Witten an.

15.04.2010: Ich kann auch offroad! (Naja, ein bißchen.)

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Dortmund-Syburg - Herdecke - Wetter - Witten - BO-Langendreer (57,5km, Ø 23,1km/h)

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Trifft man im Ruhrtal hin und wieder: BR 155 (ehem. BR 250 der DR) - hier bei Wengern
Mit dem Renner war ich ja schon einmal in Herdecke - dieses Mal stand eine Runde mit dem Mounti an. Diese sollte deshalb nicht nur über feinste (Bundes-) Straßen führen, und so baute ich in meine Routenplanung noch einen schönen Schlenker durch den Wald ein.
Aber der Reihe nach: Ich radelte nach Witten zur Ruhr hinunter, überquerte selbige und folgte dem Ruhrtalradweg über Wengern nach Wetter. Dort wechselt der Radweg wieder ans nördliche Ruhrufer und führt am Harkortsee entlang nach Herdecke. Dort muß man die Ruhr erneut überqueren, denn - Obacht! - der eigentliche Radweg ist hinter dem Koepchenwerk zwischen der Villa Funcke (Google Maps) und der Dortmunder Straße gesperrt. Wer das nicht weiß, radelt den halben See ab und steht plötzlich am Ende einer Sackgasse!
Nicht übermäßig schnell, aber konstant nahm ich die Steigung nach Syburg hinauf, wo ich links auf die B54 abbog, sie aber auch gleich wieder zum erwähnten Wald-Schlenker verließ. Dieser führte mich auf teils asphaltierten, teils böse schottrigen Wegen am Speicherbecken des Koepchenwerks vorbei und wieder hinunter nach Herdecke. Mit dem straßenbereiften Hardtail war das schon echt grenzwertig - Fully-Fahrer mit Grobstollen hingegen dürften vor allem auf der höllisch steilen Abfahrt nach Herdecke hinein einen Mordsspaß haben.
Mit kleinen einem Umweg über Kirchhörde schoß ich dann auf der Ender Talstraße nach Wetter hinunter. (Diese Straße ist übrigens in fantastischem Zustand und steht auch aufgrund der reizvollen Umgebung bereits auf meiner Liste der Rennradtouren.) Dort wechselte ich erneut die Ruhrseite und fuhr auf dem Ruhrtalradweg wieder nachhause.

13.04.2010: Hohenstein zu zweit

Bochum-Langendreer - Witten - Hohenstein - Witten - Umrundung Kemnader See - BO-Langendreer (32,9km, Ø 16,4km/h)

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Nun ist er da, der Lenz!
Bei schönstem Sonnenschein und etwa fünfzehn, sechzehn Grad starteten Frauchen und ich zur nächsten Trainingseinheit nach Witten. Dort wollten wir auf den Hohenstein hinauf, fuhren statt der direkten (aber steilen) Straßenzufahrt aber lieber einen großen Bogen mit gemächlicherem Anstieg durch den Wald. Vorbei am Hammerteich ist das eine wirklich schöne Strecke, die auch für Hardtails keine besonderen Schwierigkeiten bietet.
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Ruhrtalfähre Witten: Kostet nur was, nur wenn man mag
Solo war ich übrigens schon desöfteren auf dem Hohenstein, aber zu zweit ist die Aussicht hinunter ins Ruhrtal gleich nochmal so schön :)
Hinunter gings dann auf der Straße, die, liebe Kollegen vom Wittener Tiefbauamt, zwischendurch geradezu katastrophal (!) bekopfsteinpflastert ist. Es ist dort ungefedert echt schwer, die Kontrolle übers Bike zu behalten - sollte der Belag dort mit Absicht als Radlerbremse installiert worden sein, sind euch Pest und Cholera an den Hals zu wünschen!
Nach einem Wechsel der Ruhrseite radelten wir gen Westen bis zur Burgruine Hardenstein, wo die Ruhrtalfähre Fußgänger und Radfahrer kostenlos übersetzt - der Fährmann freut sich aber über Spenden.
Mit einer entspannten* Abschlußrunde um den Kemnader See endete diese angenehme Tour.

*: Ich habe mich zurückgehalten und wirklich nur eine einzige der zahlreichen Joggergruppen auf dem Radweg angebrüllt - und das nichtmal mit voller Lautstärke. Weil ich halt so entspannt war :)

11.04.2010: Familienausflug zum Baldeneysee

Essen-Kupferdreh - Umrundung Baldeneysee - Essen-Kupferdreh (29,0km, Ø 16,5km/h)

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Vier Radler und ein Baldeneysee
Auch die Chini und der Dirk wollten ihre Radelsaison endlich eröffnen, und so verabredeten wir uns für eine gemeinsame Runde um den Baldeneysee. Dafür mußten wir erstmal zu den beiden nach Essen kommen - mit dem Rad wäre das ein wenig weit gewesen, also durfte der Großraumtransporter seine Fähigkeiten im Velo-Transport unter Beweis stellen. Keinerlei Herausforderung für unsere rollende Lagerhalle! ;)
Von Kupferdreh aus radelten wir in saisonstartbedingt gemäßigtem Tempo hinunter zum Ruhrtalradweg, dem wir bis zum großen Wehr am westlichen Ende des Baldeneysees folgten. Kurze Pause mit Snack und Fototermin, dann gings auf der anderen Seeseite wieder zurück in Richtung Kupferdreh. Inzwischen war es reichlich frisch geworden, und so kehrten wir unterwegs noch auf einen heißen Kaffee im Restaurant "Lukas" im alten Kupferdreher Bahnhofsgebäude der Hespertalbahn ein - sicher auch ohne Fahrräder mal einen Besuch wert.
Wieder am Auto angekommen, packten wir die Räder in selbiges und machten uns zufrieden auf den Heimweg. Dieser gemeinsamen Tour sollen noch einige folgen!

09.04.2010: Saisonauftakt fürs Damenrad

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Päuschen am Haus Kemnade
Bochum-Langendreer - Umrundung Kemnader See - Langendreer (22,7km, Ø 16,6km/h)

Nachdem ich inzwischen schon ein paar hundert Kilometer auf dem Konto habe, wollte Frauchen nun auch ihre Saison beginnen. Geschmeidig gings von Langendreer hinunter zum Kemnader See, an dessen südwestlichem Ende wir die Ruhr überquerten und auf der anderen Seite den Rückweg antraten.
Sportlich ließen wir es ganz piano angehen, waren es für Frauchen doch auch die allerersten Kilometer seit vielen Monaten. Mehr Training kommt bald - weitere Touren stehen auf der Agenda!

04.04.2010: "Pinky", der Kinder-Express

Dresden-Weixdorf - Langebrück - Klotzsche - Hellerau - Boxdorf - Reichenberg - Moritzburg - Bärnsdorf - Weixdorf (~36km)

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"Pinky" und die Bagage im Schlepp
So lecker der Osterschmaus bei der Familie auch war, so rund und träge machte er aber auch; das Angebot meiner per Fahrrad angereisten Brüder zu einer Radtour rund um den Dresdner Flughafen nahm ich also dankend an. Ich durfte mit "Pinky" fahren (einem Rad, das seinem Namen optisch wirklich alle Ehre macht) und bekam als Bonus noch den Kindertransporter angehängt. Bergab drückt er ja noch schön, aber bergauf...
Von Weixdorf aus ging es übers Feld nach Langebrück, um von dort aus in der alten Heimat Klotzsche vorbeizuschauen. Wie sich dort alles verändert hat! Dann weiter nach Boxdorf und von dort aus über Reichenberg die lange Gerade nach Moritzburg gespurt, wo wir (zur Freude der Kids) sogar noch auf einen dampflokbespannten Zug der Lößnitzgrundbahn trafen.
Am berühmten (aber leider gerade eingerüsteten) Schloß Moritzburg und dem Wildgehege vorbei fuhren wir gen Nordosten, um kurz vor Berbisdorf in Richtung Bärnsdorf abzubiegen. Kurze Pause, um einen platten Reifen zu reparieren, und schon gings an Marsdorf vorbei zurück in Richtung Weixdorf.

"Pinky", im echten Leben das Rad meines Bruders, sieht zwar arg gewöhnungsbedürftig aus, macht aber richtig Spaß - auch wenn die realen 36 Kilometer sich aufgrund des Anhängers eher wie 70 anfühlten. Tolles Training, schöne Runde in der Heimat, zufriedene Passagiere - was will man mehr?

25.03.2010: Lottental-Quickie

Bochum-Langendreer - Kemnader See - Lottental - BO-Stiepel - WIT-Herbede - BO-Langendreer (~26km)

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Das idyllische Lottental liegt nur 15 Autominuten von Bochums City entfernt
Wenn es Ende März schon mal 23 (!) Grad warm ist, die Sonne geradezu herzerfrischend strahlt und außerdem für die folgenden Tage Regen angekündigt ist, ist die Runde auf dem Rad geradezu obligatorisch. Von der Strecke her wollte ich es nicht übertreiben, die Standardrunde um den Kemnader See wäre mit dem Renner aber keine glückliche Wahl gewesen - zumal es dort aufgrund der Bauarbeiten am Wehr momentan noch ungünstiger zu fahren ist. Als Alternative bot sich das Lottental an: Dieser sanfte Anstieg führt - vorbei an viel Wald und Wiese - aus dem Ruhrtal heraus; biegt man am Ende links auf die Surkenstraße ab, kommt man "von hinten" nach Stiepel hinein. Die Straße im Lottental ist in bemerkenswert gutem Zustand, und so war es viel mehr Lust als Last, dort hinauf zu radeln.
Die Surkenstraße wird nach Stiepel hinein heftig steil; hat man das hinter sich, steht der rasanten Abfahrt hinunter zur Ruhr nichts mehr im Weg. Dort kommt man am Haus Kemnade vorbei, wo ich links abbog und Witten-Herbede durchquerte. Dann den direkten Weg nachhause über die Kleinherbeder Straße zu nehmen, war mir zu wenig Strecke; ich wollte sowieso schon immer mal die Universitätsstraße nach Witten-Heven hineinfahren, von wo aus ich dann auf altbekannten Pfaden und ganz ohne zu hetzen heimwärts fuhr. Nach den zahlreichen schönen Touren der letzten Tage kann ich nun gut mit den bevorstehenden Regentagen leben.


24.03.2010: Einmal Herdecke und zurück

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Herdecke - Dortmund-Hohensyburg - Herdecke - Wetter - Witten - BO-Langendreer (~60km)

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Pause an der Herbeder Straße
Neunzehn Grad und Sonne - was ich da nach Feierabend mache, ist ja wohl klar! Und der Feierabend kam erfreulicherweise recht früh, sodaß ich eine etwas längere Tour angehen konnte.
Bis zur Ruhr runter war es das alte Lied: Stop and go im verschlaglochten Innenstadtgewühl ist einfach nicht des Rennradlers Plaisir. Ganz im Gegensatz zu breiten, glatten Straßen außerorts: Auf der B226 spurte ich trotz Gegenwindes ziemlich schnell nach Wetter, von wo aus ich an Harkort- und Hengsteysee entlang zum Anstieg nach Hohensyburg fuhr. Dieser war überraschend fix und problemlos bewältigt, und ich jagte die B54 wieder nach Herdecke hinein. Wie schnell man wird, wenn man sich auf dem Renner flachmacht - kein Vergleich zum Mountainbike!
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"Du kummst hier net rein": Ziemlich hemdsärmelige Baustellensicherung in Witten
Wieder über die B226 gings (dieses Mal mit dem Wind im Rücken und deswegen schneller als auf dem Hinweg) zurück nach Witten, wo ich mir mal den aktuellen Stand der seit Dezember gesperrten Herbeder Straße anschauen wollte.
Bisher standen dort nur einfache Bauabsperrungen, die von Radfahrern immer wieder zur Seite geschoben wurden - das Straßenstück zwischen den Absperrungen war zwar steinschlaggefährdet, aber prinzipiell ohne Hindernisse befahrbar. Das hat sich nun grundlegend geändert: Nach der großflächigen Rodung des brüchigen Hanges wurden die gefällten Bäume auf beiden Seiten der Baustelle als Sperre auf die Straße gelegt. Ohne riskante und unbequeme Kletterpartien gibts da kein Durchkommen mehr! Bleibt nur die Frage, wann die Hangsicherung endlich abgeschlossen sein wird. Update 25.03.: Laut Ruhr-Nachrichten sollen die Hangsicherungsarbeiten bis Juni andauern.

22.03.2010: Der Wettermann macht Schmu

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Blick von Stiepel hinab ins Ruhrtal: "Wie Sie sehen, sehen Sie nichts."
Bochum-Langendreer - BO-Zentrum - BO-Stiepel - Witten-Herbede - BO-Langendreer (~30km)

Da hat mich der Wetterbericht aber ganz schön verschaukelt, als er dreizehn Grad und lockere Bewölkung versprach. Gefühlt dürften es keine zehn gewesen sein, und eklig diesig wars auch noch. Dazu noch die besch...eidenen Ampelschaltungen in der Stadt (nach dem zehnten Mal Rot in Folge willst du einfach nur noch laut schreien) - alles in allem war es wirklich keine besonders schöne Runde.
Aber immerhin habe ich wieder ein paar Kilometer mehr auf dem neuen Bike abgespult, das mit dem Ritt von Stiepel hinab ins Ruhrtal nun auch schon seine Schußfahrt-Qualitäten unter Beweis stellen durfte und auch sonst sehr geschmeidig abgeht. Ach, wenn ich doch nur schon einen Velocomp installiert hätte...

20.03.2010: Neue Dimensionen

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Wie Weihnachten und Ostern auf einmal :)
Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Witten - BO-Langendreer (~38km)

Nach einigen Kilometern Clicker-Training war es an der Zeit, das Mounti gegen den gerade erst erhaltenen Rennhobel zu tauschen. Dem fehlt es zwar noch an Kleinigkeiten, z.B. einem Velocomp (deswegen auch keine genauen Angaben zu Strecke und Geschwindigkeit), aber mit wieder auf Betriebsdruck gebrachten Reifen ist er grundsätzlich fit für die Straße.
Ach was sag ich, "fit" - das Ding ist ein Biest! Ich kann es mangels Fahrradcomputer nicht belegen, aber gefühlt war ich permanent fünf bis zehn km/h schneller als bisher. Daran haben sicher die schmalen Reifen ihren Anteil; auch habe ich durch die bedeutend flachere Sitzposition nicht mehr den Cw-Wert einer polnischen Schrankwand wie auf dem Mounti. Nachteil: Der Helmspiegel nützt mir auf dem Renner nix, da ich darin nur meine Schulter anschaue.
Natürlich fühlt sich so ein Rennrad auf der Straße am wohlsten, und so war es eigentlich gar keine so gute Idee, den Ruhrtalradweg nach Wetter zu nehmen: Der ist nämlich von Witten bis kurz vor Wengern nicht asphaltiert (was auf dem Mountainbike selbst mit schmalen Reifen und null Federung kein Problem ist; mit dem Renner fühlt sich das teilweise schon ein wenig unschön an). Nach einer kurzen Pause am Harkortsee wählte ich deswegen für den Rückweg nach Witten die B226 auf der anderen Ruhrseite und ließ es richtig laufen. Wie gesagt, leider ist noch kein Tacho montiert; der Schnitt auf dieser Streckenteil dürfte aber sicher bei 35 gelegen haben.
In Witten-Heven fing es dann urplötzlich an zu schütten, und ich flüchtete mich in den Regenschatten eines geparkten großen Anhängers. Aber genauso schnell, wie der Regen anfing, war er auch vorbei, und die Sonne schien wieder herrlich - da hat wohl der April schon kräftig seine Finger im Spiel. Um weitere Überraschungen dieser Art zu vermeiden, spurtete ich nachhause.

18.03.2010: Der Lenz klopft an

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Guten Morgen Ruhrtal!
Bochum-Langendreer - Witten-Heven - BO-Langendreer (15,3km, Ø 26,5km/h)

Wenn der Tag im Büro erst später losgeht, ist auch mal ein wenig Frühsport drin. Aufgrund der zeitlichen Knäppe blieb es bei der kurzen Runde an die Ruhr hinunter, von dort nach Heven und über die Kleinherbeder und Universitätsstraße wieder heim. Reicht aber allemal, um wach zu werden!

So langsam löst sich auch die Natur aus des Winters harscher Umklammerung: Die aufgehende Sonne verscheucht wabernde Frühnebelschwaden über der Ruhr, überall singen die ersten Vögel, und an der Kleinherbeder Straße sah ich sogar einen Fasan auf dem Feld herumspazieren. Ist mir nicht schon irgendwann einmal einer sogar fast vors Rad gelaufen - dort ganz in der Nähe? Stimmt, das war im September 2007...

Beste Aussichten also für einen tollen Frühling!

16.03.2010: "Einmal California Maki Maki Ura zum Mitnehmen bitte!"

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Wenn ich schonmal in der City bin...
Bochum-Langendreer - Kemnader See - BO-Stiepel - BO-Zentrum - BO-Langendreer (26,8km, Ø 24,0km/h)

Endlich hab ich es mal wieder an den Kemnader See geschafft. Aber Obacht: Die Fußgängerbrücke am Wehr ist gesperrt - voraussichtlich bis März 2011.
Obwohl man die Radwegweiser in Richtung Haus Kemnade (zumindest bisher) nicht geändert oder wenigstens abgedeckt hat (und so mancher vielleicht erstmal ziemlich ratlos vor der Baustelle stehen dürfte), ist die Umleitung über die Straßenbrücke gut ausgeschildert. Auf dieser dürfte es zu Stoßzeiten aber ziemlich stressig werden, da sich dort nun bis auf Weiteres alle treffen - Autos, Zweiradler mit und ohne Motor, Fußgänger und Skater.

Ich für meinen Teil hatte Lust auf ein wenig Training für die Waden und bog nicht nach links auf die Brücke, sondern nach rechts zum Anstieg in Richtung Stiepel ab. Von dort aus gab ich dem Affen richtig Zucker und jagte in die Bochumer Innenstadt hinein, wo ich Frauchen zuliebe noch einen Zwischenstop beim Japaner unseres Vertrauens einlegte und Frischfisch in Reis verpacken ließ. Dann nix wie nachhause und den Abend kulinarisch ausklingen lassen!

10.03.2010: "Can I k(l)ick it? Yes, you can!"

Bochum-Langendreer - Witten - Wetter - Witten - BO-Langendreer (37,8km, Ø 23,8km/h)

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Da hats "Click" gemacht :)
Wenn ich nur mal schon eher geahnt hätte, wie geil es sich mit Click-Pedalen fährt - ich hätte niemals so lange mit dem Umrüsten gewartet! Gestern hatte ich Shimano-SPD-Pedale und Pearl-Izumi-Schuhe beim angenehm kompetenten und freundlichen Dortmunder Sportwarenhänder "Rückenwind" erstanden - zugegeben, nicht zum Superschnäppchen-, auf jeden Fall aber zu einem fairen Preis. Kaum zuhause angekommen, waren die Pedale auch ans Rad montiert; leider war es da einfach schon zu spät für eine Testrunde.
Heute sehnte ich dann den ganzen Tag den Feierabend herbei, um schließlich bei schönstem Sonnenschein (aber nicht eben frühlingshaften viereinhalb Grad) zur ersten Clicker-Tour aufzubrechen. Ich entschied mich für den Ruhrtalradweg in Richtung Wetter, wo ich zum ersten Mal dieses Jahr am Harkortsee vorbeischaute, direkt wieder kehrtmachte und rechts der Ruhr auf der B226 nach Witten zurückspurtete. Von dort wollte ich dann eigentlich (wie schon bei den vergangenen Touren) noch eine Runde um den Kemnader See dranhängen - da war die Sonne aber schon Bild "tour2010-03-10_2.jpg"
Blick über den Harkortsee gen Nordosten
untergangen, und es wurde geradezu unsportlich kalt. Vor allem meine Füße froren jämmerlich, da half nichtmal mehr das zweite Paar Socken. Ich entschloß mich also (ebenfalls wie schon bei den vergangenen Touren), der Gesundheit zuliebe die direkte Route nachhause zu nehmen.
Von der Kälte abgesehen, wäre da aber durchaus noch gescheit Strecke drin gewesen - ein wenig ärgerlich, denn längst hatte ich mich bestens mit dem durch die Clicker doch etwas anderen Fahrgefühl angefreundet und hätte noch richtig Lust auf Meter gehabt. Aber der Frühling steht ja erst noch bevor.
Spannend ist auf jeden Fall die Power, die man mit den Clickern im Antritt auf die Kette bringen kann. Da geht richtig was, da ja nicht nur der vordere Fuß nach unten drückt, sondern der hintere gleichzeitig nach oben zieht. So fix war ich noch nie von der Ampel weg - und dabei stehe ich noch gar nicht richtig im Training!
Wie sagte ein rennradfahrender Freund einmal so schön: "Kraft ist, wenn sich beim Antritt die Felge durch den Reifen dreht." In diesem Sinne freue ich mich auf meine erste Clicker-Saison!

Achso: "Can I kick it? Yes, you can!"

05.03.2010: Erkundungsfahrt

Bochum-Langendreer - Witten-Crengeldanz - Witten-Kleff - Witten-Kleinherbede - Bochum-Langendreer (14,9km, Ø 22,9km/h)

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Blick vom Kleff in Richtung Osten
Da die Herbeder Straße in Witten ja die direkte Route an der Ruhr entlang ist, bis auf Weiteres aber wegen Steinschlaggefahr gesperrt bleibt, habe ich mich mal auf die Suche nach einer Alternativstrecke begeben.
Oberhalb der Herbeder Straße (und des steilen Hangs, der selbige immer mal mit Steinen beschießt) führt der Kleff (Straßenname) in südwestlicher Richtung gen Kleff (Wittener Ortsteil). Dort oben läuft das Leben recht beschaulich - diese Lage mit bestem Blick aufs Ruhrtal leisten sich nicht übermäßig viele.
Leider ist der Straßenbelag auf dem Kleff aber in ziemlich erbärmlichem Zustand, und natürlich muß man sich dort auch erstmal hinausschrauben - der Höhenunterschied zur Ruhr dürfte immerhin etwa 40 Meter betragen. Ich stufe diese Route also als reine Notlösung für die Dauer der Sperre Bild "tour2010-03-05_2.jpg"
2 Takte, 4 Gänge, unzählige Erinnerungen :)
der Herbeder Straße ein - so richtig Spaß hat sie mir nämlich nicht gemacht. Aber immerhin ist ein weiterer weißer Fleck von meiner Karte getilgt!

Von Kleff aus wollte ich dann eigentlich nochmal den Kemnader See umrunden, nahm von dieser Idee aber erneut Abstand, da meine Füße erbärmlich froren - von "kalt" war das Thermometer während meiner Fahrt auf "scheißkalt" gefallen. Ich machte mich also auf den direkten Heimweg, den ich nur noch für die schnuckelige Simson S51 am Straßenrand unterbrach - sieht man ja hier im Pott auch nicht allzu oft! Hach, die gute alte Zeit...


01.03.2010: Heute mal ohne Hohenstein

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Sehen, vor allem aber: Gesehen werden
Bochum-Langendreer - Witten-Zentrum - Witten-Annen - Witten-Heven - Bochum-Langendreer (23,0km, Ø 24,0km/h)

Die Entscheidung für eine nachfeierabendliche Runde mit dem Rad wackelte ob des wechselhaften Wetters - ich fuhr dann aber doch, allein schon, um meine neue Jacke zu testen. Und was soll ich sagen, der Kauf hat sich gelohnt - sie hält den kalten Wind draußen, die überflüssige Abwärme aber nicht drinnen. Und erst die äußerst repräsentative Farbgebung!

Die Runde war die gleiche wie vor ein paar Tagen, allein den Hohenstein hab ich mir diesmal gespart. Sah alles zu sehr nach Regen aus, und wirklich angenehm temperiert war es abends dann auch nicht mehr - auch der Kemnader See mußte deswegen ohne mich auskommen. Beim nächsten Mal wieder :)

25.02.2010: Korrekte Entscheidung II

Bochum-Langendreer - Witten-Zentrum - Witten-Annen - Hohenstein - Witten-Heven - Bochum-Langendreer (25,3km, Ø 21,4km/h)

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Abend am Bergerdenkmal auf dem Hohenstein
Schon wieder die richtige Entscheidung getroffen: Nachdem ich mich durchs Wittener Innenstadt-Gewusel nach Annen hinaufgekämpft hatte, dann den Kohlensiepen ins Ruhrtal hinuntergeschossen und schließlich noch einmal auf den Hohenstein hinaufgekraucht war, fing es ebendort an zu nieseln. Also fuhr ich meine Runde über Heven zuende, ohne noch die eigentlich geplante Runde um den Kemnader See dazwischenzuschieben.
Meine Wahl fiel definitiv auf die bessere Option. Es regnete sich dann nämlich noch ein - irgendwo am Kemnader See pitschnaß durch die Pisse zu jagen, hätte mich sicher nicht sonderlich erfreut. So aber war es eine schöne und entspannte abendliche Tour bei fast schon frühlingshaften Temperaturen: Für die Winterklamotte wirds in der Tat schon langsam zu warm!

24.02.2010: Korrekte Entscheidung

Bochum-Langendreer - Witten-Crengeldanz - Witten-Heven - Umrundung Kemnader See - BO-Langendreer (24,4km, Ø 23,9km/h)

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Sonne und 12°C - Winter adé!
Ich hatte mich schon gewundert, warum mir trotz dauerhaft geöffnetem Bürofenster nicht kalt wurde - bis ich dann doch mal den Gang zum Thermometer wagte. Schau an, 12 Grad bei schönstem Sonnenschein! Dazu ein wenig Wind, und ratzfatz waren die Straßen trocken. Ohne Widerrede: Nach Feierabend gehts aufs Rad. Es hat schließlich schon einen ganzen Monat permanent geschneit, gefroren oder wenigstens geregnet!
Zuhause schnell in die Fahrradklamotten gewechselt und das Bike klargemacht - und dann der Sacktritt: In dem Moment, als ich mit dem Rad das Haus verlasse, fängt es an zu regnen. Nicht besonders heftig, aber wer weiß schon, wie sich das noch entwickelt? Ich zaudere...und entscheide mich, wenigstens bis zur Tanke zu fahren, um Reifen und Lautgeber auf Normaldruck zu bringen. Dort dann die Entscheidung: Wenig Regen ist allemal besser als viel Regen - weiter! Und siehe da, unten an der Ruhr grüßt dann noch einmal die untergehende Sonne. Wo sind die Wolken auf einmal hin?
Entspannt und ohne sportliche Ambitionen umrunde ich den Kemnader See und spure durchs Langendreerer Feierabendgewühl nachhause. Korrekt entschieden!

23.01.2010: Warum Radler böse, Autofahrer aber arme Schweine sind

Bochum-Langendreer - Witten - Hohenstein - Kemnader See - BO-Langendreer (30,4km, Ø 22,2km/h)

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Es ist schließlich Winter.
Der Wetterbericht sagte für die nächsten Tage Schnee voraus (zu Recht, wie sich später herausstellen sollte), also änderte ich kurzfristig meinen Plan und beschloß, die karge Sonne noch für eine Runde mit dem Rad zu nutzen. Wieder war es ziemlich frisch, aber die Klamotten taten ihren Dienst sehr ordentlich.
Durch Wittens Innenstadt hindurch fuhr ich zur Ruhr hinunter, von wo aus ich dann den Hohenstein in Angriff nahm. (Abgesehen davon, daß die einzige Straße, die da hinaufführt, vorsichtig ausgedrückt eine Zumutung ist, mußte ich am Anstieg feststellen, daß ich noch lange nicht wieder in Hochform bin.) Die Pause am Berger-Denkmal fiel ob der niedrigen Temperaturen recht kurz aus, und schon war ich wieder auf dem Weg hinunter ins Ruhrtal, dem ich bis zum Kemnader See folgte - wo sich folgende bemerkenswerte Szene abspielte:

Auf meine Frage an einen seinen Hund auf dem Radweg (!) gassiführenden Fußgänger, ob er sich denn im Auto nicht auch über Radfahrer aufregt, die trotz Radwegs auf der Straße fahren, ließ dieser mich an seinen überaus interessanten Thesen zu diesem Thema teilhaben.
  1. Wenn Autofahrer sich über Radler auf der Straße aufregen, ist das okay - egal, in welcher Situation.
  2. Wenn Radler sich über Fußgänger (am besten mit Hund!) auf dem Radweg aufregen, ist das nicht okay.
  3. Punkt 1 und 2 gelten, da Autofahrer schließlich Steuern zahlen und Radler nicht. Außerdem "machen die Fahrradfahrer eh immer, was sie wollen".
Da haben wir mal wieder was gelernt - nur wußte ich in diesem Moment überhaupt nicht, ob ich ihm einfach nur mitleidig anschauen oder doch lieber lauthals auslachen sollte. Das war aber sowieso egal, da er die Diskussion mit seinem Statement offenbar als beendet betrachtete und seiner Wege ging. Wer (Kfz-) Steuern zahlt, macht eben die Regeln, das sollte uns nun allen klar sein.

20.01.2010: Auf in die neue Radelsaison!

Bochum-Langendreer - Witten-Crengeldanz - Witten-Heven - Umrundung Kemnader See - BO-Langendreer (24,6km, Ø 21,8km/h)

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Damit ist auch im Dunkeln gut Munkeln.
Wer wird schon über das Wetter meckern, solange es nur nicht regnet! Und mit komfortablen vier Grad über Null war auch kein Eis mehr auf der Straße zu erwarten, als ich die neue Saison feierlich mit meiner Haus- und Hofrunde um den Kemnader See eröffnete.
Leider sind die Tage im Januar noch recht kurz, und obwohl ich im Büro pünktlich Feierabend machte, saß ich erst auf dem Rad, als die Sonne schon verschwunden war. Kein Problem an sich; nur muß man, wenn es richtig dunkel wird, aufpassen wie ein Schießhund: Immer wieder (und vor allem auf Radwegen!) gilt es, Splitt und letzten Schneeresten auszuweichen; auch hat der Winter so manches häßlich tiefe Loch in die Straßen gerissen. Letzteres kann übrigens auch schon bei normalen Lichtverhältnissen problematisch werden, da man permanent ausweichbereit und damit auch des nachfolgenden Verkehrs gewahr sein muß. Hier stellt der Helmspiegel seinen Nutzen unter Beweis!

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Herbeder Straße: Vollsperrung
Wichtig für die, die jetzt auch schon mit dem Rad unterwegs sind: Die Herbeder Straße in Witten ist auf unbestimmte Zeit wegen Steinschlag-Gefahr gesperrt - auch für Radler und Fußgänger. Man kommt zwar problemlos an den Absperrungen vorbei, aber die Entscheidung trifft jeder für sich. (Sinn für Humor haben die Kollegen vom Landesbetrieb Straßen.NRW übrigens bewiesen, als sie das Umleitungsschild im Kreisverkehr linksherum zeigen ließen - wäre mal spannend zu wissen, wieviele das schon genau genommen haben...)

Alles in allem freue ich mich über eine kalte, aber tolle erste Tour. Was die freie Zeit fürs Radeln angeht, bin ich mal Realist und sage als Jahresziel 2010 "nur" 1500 Kilometer an. Eine Planübererfüllung ist dabei natürlich nicht ausgeschlossen - Sport frei 2010!

Zur Person

Portrait azett
Arvid Zimmermann, Jahrgang 1982, Sachse im Ruhrpott, Software-Entwickler, Radfahrer.

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