07.11.2008: Lyrisch betrachtet
Bochum - Witten-Heven - Kemnader See - Bochum (24,5km, Ø 22,0km/h)
Die stressige Woche klingt bei einer spontanen abendlichen Solorunde um den Kemnader See unerwartet idyllisch aus: Die Landschaft zieht leise im Mondschein vorüber, irgendwo murmeln müde ein paar Wasservögel, und die Kühle der aufziehenden Nacht überzieht den See und seine Uferwiesen mit einem sanft wallenden Nebeltuch.
Die Gelassenheit des Wochenendes flutet meine Gedanken und spült all die hektisch blinkenden Termine und Aufgaben fort. Erleichtert mache ich mich auf den Heimweg.
Die stressige Woche klingt bei einer spontanen abendlichen Solorunde um den Kemnader See unerwartet idyllisch aus: Die Landschaft zieht leise im Mondschein vorüber, irgendwo murmeln müde ein paar Wasservögel, und die Kühle der aufziehenden Nacht überzieht den See und seine Uferwiesen mit einem sanft wallenden Nebeltuch.
Die Gelassenheit des Wochenendes flutet meine Gedanken und spült all die hektisch blinkenden Termine und Aufgaben fort. Erleichtert mache ich mich auf den Heimweg.
12.10.2008: Radeln mit Bibbo
Bochum - Kemnader See - Witten-Heven - Bochum (27,4km, Ø 18,2km/h)
Wie verabredet stand Bibbo, ein Freund aus alten Tagen, morgens mit dem Rad vor der Tür und wollte sich von mir mein "Radelrevier" zeigen lassen. Also nix wie ab an den Kemnader See, den wir auf meiner Stammstrecke - allerdings in entgegengesetzter Richtung - umrundeten. Petrus ließ für uns nochmal richtig einen gucken; "Goldener Herbst" beschreibt es wohl tatsächlich sehr treffend.
Wir ließen es ruhig angehen, was einerseits Bibbos Trainingsstand entgegenkam und uns andererseits einen unterhaltsamen Plausch und den Genuß der vorbeiziehenden Landschaft erlaubte.
Wenn man nicht so hektisch unterwegs ist, kann man auch viel entspannter mit den nebeneinander auf dem Radweg laufenden Joggern umgehen, die im Übrigen überhaupt kein Verständnis dafür aufbringen, wenn man sich als Fahrradfahrer darüber auch mal beschwert. Nein, diesmal völlig egal, wir radelten lächelnd vorbei und genossen lieber das wunderbare Wetter.
Schön, daß es doch noch ein paar Meter geworden sind dieses Jahr - sieht es doch für die nächsten Wochen zeitlich ziemlich schlecht aus.
Wie verabredet stand Bibbo, ein Freund aus alten Tagen, morgens mit dem Rad vor der Tür und wollte sich von mir mein "Radelrevier" zeigen lassen. Also nix wie ab an den Kemnader See, den wir auf meiner Stammstrecke - allerdings in entgegengesetzter Richtung - umrundeten. Petrus ließ für uns nochmal richtig einen gucken; "Goldener Herbst" beschreibt es wohl tatsächlich sehr treffend.
Wir ließen es ruhig angehen, was einerseits Bibbos Trainingsstand entgegenkam und uns andererseits einen unterhaltsamen Plausch und den Genuß der vorbeiziehenden Landschaft erlaubte.
Wenn man nicht so hektisch unterwegs ist, kann man auch viel entspannter mit den nebeneinander auf dem Radweg laufenden Joggern umgehen, die im Übrigen überhaupt kein Verständnis dafür aufbringen, wenn man sich als Fahrradfahrer darüber auch mal beschwert. Nein, diesmal völlig egal, wir radelten lächelnd vorbei und genossen lieber das wunderbare Wetter.
Schön, daß es doch noch ein paar Meter geworden sind dieses Jahr - sieht es doch für die nächsten Wochen zeitlich ziemlich schlecht aus.
25.09.2008: Anderthalbtausend!
Bochum-Werne - BO-Langendreer (2,8km, Ø 32,5km/h)
Da es auf der Rhein-Tour nun auch die allerletzte Befestigung meines hinteren Schutzblechs losgeraffelt und selbiges dabei irreparabel zerbröselt hatte, fuhr ich zum Händler meines Vertrauens nach Langendreer. Eigentlich wäre dieser Katzensprung ja keine Erwähnung wert - nicht einmal des tollen Schnittes wegen, den man aufgrund der Kürze der Strecke nicht gelten lassen kann.
Allerdings blieb der Gesamtkilometerstand nach der kurzen Hatz bei 3.202 stehen, was die Komplettierung der 1.500 Jahreskilometer bedeutet. Sportliches Ziel für 2008 erreicht!
Und mein Rad hat bald wieder Schutzbleche.
Da es auf der Rhein-Tour nun auch die allerletzte Befestigung meines hinteren Schutzblechs losgeraffelt und selbiges dabei irreparabel zerbröselt hatte, fuhr ich zum Händler meines Vertrauens nach Langendreer. Eigentlich wäre dieser Katzensprung ja keine Erwähnung wert - nicht einmal des tollen Schnittes wegen, den man aufgrund der Kürze der Strecke nicht gelten lassen kann.
Allerdings blieb der Gesamtkilometerstand nach der kurzen Hatz bei 3.202 stehen, was die Komplettierung der 1.500 Jahreskilometer bedeutet. Sportliches Ziel für 2008 erreicht!
Und mein Rad hat bald wieder Schutzbleche.
20.09.2008: Projekt "Rhein" - Phase II
Bochum - Witten - Ruhrtalradweg via Essen, Mülheim und Oberhausen bis zur Mündung Rhein-Ruhr in Duisburg - die selbe Strecke zurück (174,9km, Ø 21,7km/h)
Ich konnte zwei Kollegen zur Tour nach Duisburg (die ich Anfang August ja schon einmal solo gemacht hatte) überreden - geplant war, vom Kemnader See aus dem Ruhrtalradweg westwärts bis zur Mündung der Ruhr in den Rhein zu folgen, zurück sollte uns dann die Bahn bringen.
Wir starteten frühmorgens am Kemnader See. Es war noch recht kühl, die feuchten Wiesen glitzernden in der aufgehenden Morgensonne und über dem Wasser der Ruhr schwebten die letzten Nebelschwaden. Mit fortschreitender Zeit wurden die Temperaturen dann immer angenehmer, und Biergärten, Rastplätze und der Radweg füllten sich. Samstag an der Ruhr... ;)
Am Baldeneysee gönnten wir uns dann die erste echte Pause, bevor wir wieder in Richtung Kettwiger See aufbrachen. Mülheim und Oberhausen zogen vorbei, und schon bald waren wir am Ziel unserer Reise angekommen: Wir standen am Zusammenfluß von Rhein und Ruhr. Dieser großartige Moment wurde gebührend mit Müsliriegeln gefeiert, und während wir so saßen und die Schiffe auf dem Rhein beobachteten, beschlossen wir, die Rückfahrt nicht per Bahn, sondern aus eigener Kraft zu absolvieren - also wieder aufs Bike und die Strecke von der anderen Seite unter die Räder genommen. Dank der moderaten Reisegeschwindigkeit und einer kulinarisch nur mäßigen, aber energiereichen Frikadelle-Bratwurst-Injektion reichten die Kräfte, nur mein Hintern tat mir zum Schluß unangenehm weh. Aber das nahm ich gern in Kauf, war der gesamte Tag doch eine wunderbare Komposition von interessanten Landschaften, tollem Wetter und amüsanten Gesprächen. Nicht zu vergessen die äußerst repräsentative Kilometerzahl!
Apropos Kilometerzahl: Fast wären die 1500 für dieses Jahr komplett geworden. Die zwei noch fehlenden Kilometerchen sollten aber nicht mehr die ganz große Hürde darstellen ;)
Ich konnte zwei Kollegen zur Tour nach Duisburg (die ich Anfang August ja schon einmal solo gemacht hatte) überreden - geplant war, vom Kemnader See aus dem Ruhrtalradweg westwärts bis zur Mündung der Ruhr in den Rhein zu folgen, zurück sollte uns dann die Bahn bringen.
Wir starteten frühmorgens am Kemnader See. Es war noch recht kühl, die feuchten Wiesen glitzernden in der aufgehenden Morgensonne und über dem Wasser der Ruhr schwebten die letzten Nebelschwaden. Mit fortschreitender Zeit wurden die Temperaturen dann immer angenehmer, und Biergärten, Rastplätze und der Radweg füllten sich. Samstag an der Ruhr... ;)
Am Baldeneysee gönnten wir uns dann die erste echte Pause, bevor wir wieder in Richtung Kettwiger See aufbrachen. Mülheim und Oberhausen zogen vorbei, und schon bald waren wir am Ziel unserer Reise angekommen: Wir standen am Zusammenfluß von Rhein und Ruhr. Dieser großartige Moment wurde gebührend mit Müsliriegeln gefeiert, und während wir so saßen und die Schiffe auf dem Rhein beobachteten, beschlossen wir, die Rückfahrt nicht per Bahn, sondern aus eigener Kraft zu absolvieren - also wieder aufs Bike und die Strecke von der anderen Seite unter die Räder genommen. Dank der moderaten Reisegeschwindigkeit und einer kulinarisch nur mäßigen, aber energiereichen Frikadelle-Bratwurst-Injektion reichten die Kräfte, nur mein Hintern tat mir zum Schluß unangenehm weh. Aber das nahm ich gern in Kauf, war der gesamte Tag doch eine wunderbare Komposition von interessanten Landschaften, tollem Wetter und amüsanten Gesprächen. Nicht zu vergessen die äußerst repräsentative Kilometerzahl!
Apropos Kilometerzahl: Fast wären die 1500 für dieses Jahr komplett geworden. Die zwei noch fehlenden Kilometerchen sollten aber nicht mehr die ganz große Hürde darstellen ;)
18.09.2008: Alltagserlebnisse
Bochum - Witten - Runde um den Kemnader See - Bochum (28,2km, Ø 28,5km/h)
Irgendwann gewöhnt man sich an alles: Daß einige Autofahrer viel zu eng überholen. Daß so mancher Fußgänger treudoof mitten auf dem Radweg herumstolpert, obwohl der Fußweg direkt daneben verläuft. Alles kein Grund, sich aufzuregen. Der ganz alltägliche Wahnsinn. Man akzeptiert es einfach.
Aber daß diese Mutti heute ihrem Kind das Inlineskaten unbedingt auf dem gut frequentierten Ruhrtalradweg beibringen mußte, ohne in irgendeiner Form auf dessen pedalierende Nutzer zu achten, geht mir einfach nicht in den Kopf. Wahrscheinlich echauffiert sie sich abends zuhause die bösen Fahrrad-Rüpel.
Gegen jeden Scheiß gibts was von Ratiopharm. Warum nicht gegen Merkbefreiung?
Irgendwann gewöhnt man sich an alles: Daß einige Autofahrer viel zu eng überholen. Daß so mancher Fußgänger treudoof mitten auf dem Radweg herumstolpert, obwohl der Fußweg direkt daneben verläuft. Alles kein Grund, sich aufzuregen. Der ganz alltägliche Wahnsinn. Man akzeptiert es einfach.
Aber daß diese Mutti heute ihrem Kind das Inlineskaten unbedingt auf dem gut frequentierten Ruhrtalradweg beibringen mußte, ohne in irgendeiner Form auf dessen pedalierende Nutzer zu achten, geht mir einfach nicht in den Kopf. Wahrscheinlich echauffiert sie sich abends zuhause die bösen Fahrrad-Rüpel.
Gegen jeden Scheiß gibts was von Ratiopharm. Warum nicht gegen Merkbefreiung?
14.09.2008: Interessantes Wetter in Wetter
Bochum - Runde um den Kemnader See - Wetter - Witten - Bochum (50,3km, Ø 28,4km/h)
Eigentlich wollte ich ja einen faulen Sonntag einlegen, aber dann war das Wetter einfach zu geil. Also machte ich mich zum Kemnader See auf, den ich, die sonntags wohl obligatorischen Fußgänger auf dem Radweg verfluchend, umrundete und dann an der Ruhr entlang in Richtung Osten weiterfuhr.
Eigentlich hätte meine Runde gern noch bis zum Hengsteysee verlängert, aber da ich noch einen Termin hatte, überquerte ich in Wetter die Ruhr und fuhr auf der nördlichen Flußseite auf der B226 zurück nach Witten. Über Heven gings dann wieder nachhause.
Die Windverhältnisse im Ruhrtal sind übrigens spannend: Ostwärts fahrend hatte ich teilweise recht heftigen Gegenwind, es war, als führe ich mit gezogener Bremse. Kann ja jetzt nur besser werden, dachte ich, als ich in Wetter die Richtung änderte - denkste! Meteorologen vor: Wie kann der Wind auf der einen Seite des Flusses in die eine, auf der anderen Seite aber in die entgegengesetzte Richtung wehen?
Immer nur Gegenwind ist jedenfalls doof. Eine tolle Runde wars trotzdem!
Eigentlich wollte ich ja einen faulen Sonntag einlegen, aber dann war das Wetter einfach zu geil. Also machte ich mich zum Kemnader See auf, den ich, die sonntags wohl obligatorischen Fußgänger auf dem Radweg verfluchend, umrundete und dann an der Ruhr entlang in Richtung Osten weiterfuhr.
Eigentlich hätte meine Runde gern noch bis zum Hengsteysee verlängert, aber da ich noch einen Termin hatte, überquerte ich in Wetter die Ruhr und fuhr auf der nördlichen Flußseite auf der B226 zurück nach Witten. Über Heven gings dann wieder nachhause.
Die Windverhältnisse im Ruhrtal sind übrigens spannend: Ostwärts fahrend hatte ich teilweise recht heftigen Gegenwind, es war, als führe ich mit gezogener Bremse. Kann ja jetzt nur besser werden, dachte ich, als ich in Wetter die Richtung änderte - denkste! Meteorologen vor: Wie kann der Wind auf der einen Seite des Flusses in die eine, auf der anderen Seite aber in die entgegengesetzte Richtung wehen?
Immer nur Gegenwind ist jedenfalls doof. Eine tolle Runde wars trotzdem!
11.09.2008: Ausflug nach Gelsenkirchen
BO-Werne - BO-Harpen - BO-Zentrum - Jahrhunderthalle - Erzbahn nach Gelsenkirchen - GE-Grimberg - BO-Hordel - BO-Werne (48,8km, Ø 22,6km/h)
Ich hatte mich mit Kollegen zu einer nachfeierabendlichen Tour auf der alten Erzbahntrasse, die nach Nordwesten aus Bochum herausführt, verabredet. Also radelte ich ausnahmsweise mal auf Arbeit (und hatte deswegen auch endlich die Ruhe und Zeit, die nebelglitzernden Wiesen zu fotografieren, an denen ich jeden Morgen staunend mit dem Auto vorbeifahre).
Das Wetter war wunderbar, fast schon ein wenig zu warm, als wir am frühen Abend zusammen aufbrachen. Von einem ortskundigen Kollegen entlang abenteuerlicher Pfade durch die Innenstadt gelotst, erreichten wir an der Jahrhunderthalle den Beginn der zu einem herrlichen Radweg umgebauten Erzbahn. Diese (ich hatte sie schon ein paarmal beradelt) führt bis nach Gelsenkirchen zum Rhein-Herne-Kanal, wo wir ein Päuschen beim ortsansässigen Kanu-Verein einlegten, bevor wir uns wieder an den Heimweg machten.
Für den eigentlich geplanten Genuß von Landschaft, Wetter und Industriekultur war irgendwie bei allen die Motivation zu hoch, und so spurten wir recht flott zurück nach Bochum. Das nächste Mal nehmen wir uns mehr Zeit, versprochen!
Ich hatte mich mit Kollegen zu einer nachfeierabendlichen Tour auf der alten Erzbahntrasse, die nach Nordwesten aus Bochum herausführt, verabredet. Also radelte ich ausnahmsweise mal auf Arbeit (und hatte deswegen auch endlich die Ruhe und Zeit, die nebelglitzernden Wiesen zu fotografieren, an denen ich jeden Morgen staunend mit dem Auto vorbeifahre).
Das Wetter war wunderbar, fast schon ein wenig zu warm, als wir am frühen Abend zusammen aufbrachen. Von einem ortskundigen Kollegen entlang abenteuerlicher Pfade durch die Innenstadt gelotst, erreichten wir an der Jahrhunderthalle den Beginn der zu einem herrlichen Radweg umgebauten Erzbahn. Diese (ich hatte sie schon ein paarmal beradelt) führt bis nach Gelsenkirchen zum Rhein-Herne-Kanal, wo wir ein Päuschen beim ortsansässigen Kanu-Verein einlegten, bevor wir uns wieder an den Heimweg machten.
Für den eigentlich geplanten Genuß von Landschaft, Wetter und Industriekultur war irgendwie bei allen die Motivation zu hoch, und so spurten wir recht flott zurück nach Bochum. Das nächste Mal nehmen wir uns mehr Zeit, versprochen!
04.09.2008: Im Tal hin, auf dem Berg zurück
Bochum - Witten - Hengsteysee - Hohensyburg - Herdecke - Witten - Bochum (53,2km, Ø 24,7km/h)
Nach Feierabend lockte das fantastische Fahrradwetter, und ich folgte seinem Ruf.
In Witten überquerte ich die Ruhr und folgte dem Ruhrtalradweg vorbei am Harkortsee bis zum Hengsteysee, schraubte mich von dort nach Hohensyburg hinaus und folgte der (leider recht spärlich) mit "EN 6" ausgeschilderten Radroute auf dem Kamm oberhalb der Ruhr bis nach Witten, von wo aus ich dann aufgrund der schon arg fortgeschrittenen Zeit den direkten Weg nachhause nahm, ohne noch einmal den Kemnader See zu umrunden.
Oben auf dem Kamm hat man übrigens einen herrlichen Ausblick: In die eine Richtung schaut man übers Ruhrtal und weit darüber hinaus; in die andere Richtung blickt man auch ziemlich weit ins Land, wobei ich erst einmal herausfinden muß, was genau ich da sah. Schön wars allemal!
Nach Feierabend lockte das fantastische Fahrradwetter, und ich folgte seinem Ruf.
In Witten überquerte ich die Ruhr und folgte dem Ruhrtalradweg vorbei am Harkortsee bis zum Hengsteysee, schraubte mich von dort nach Hohensyburg hinaus und folgte der (leider recht spärlich) mit "EN 6" ausgeschilderten Radroute auf dem Kamm oberhalb der Ruhr bis nach Witten, von wo aus ich dann aufgrund der schon arg fortgeschrittenen Zeit den direkten Weg nachhause nahm, ohne noch einmal den Kemnader See zu umrunden.
Oben auf dem Kamm hat man übrigens einen herrlichen Ausblick: In die eine Richtung schaut man übers Ruhrtal und weit darüber hinaus; in die andere Richtung blickt man auch ziemlich weit ins Land, wobei ich erst einmal herausfinden muß, was genau ich da sah. Schön wars allemal!
02.09.2008: Urlaubsfaulheit austreiben
Bochum - Witten - Runde um den Kemnader See - Bochum (30,4km, Ø 27,3km/h)
Nach dem (wohlverdienten, aber fahrradlosen) Urlaub tat ein wenig Training mal wieder Not, und so nahm ich mir den Kemnader See vor. Ein Radwegweiser versprach eine mir bisher unbekannte Variante nach Witten, aber danach folgten irgendwie keine weiteren. Durch Wohn- und Waldgebiete wurstelte ich mich bis Witten und von dort zum See, den ich dann umrundete und (den auf der Hinfahrt heftigen Gegen- nun als Rückenwind nutzend) nachhause spurte.
Nach dem (wohlverdienten, aber fahrradlosen) Urlaub tat ein wenig Training mal wieder Not, und so nahm ich mir den Kemnader See vor. Ein Radwegweiser versprach eine mir bisher unbekannte Variante nach Witten, aber danach folgten irgendwie keine weiteren. Durch Wohn- und Waldgebiete wurstelte ich mich bis Witten und von dort zum See, den ich dann umrundete und (den auf der Hinfahrt heftigen Gegen- nun als Rückenwind nutzend) nachhause spurte.20.08.2008: Witten-Quickie, anders
Bochum - Witten-Zentrum - WIT-Ardey - WIT-Heven - Runde um den Kemnader See - Bochum (35,9km, Ø 29,1km/h)
Der Straßenverkehr gliche einem friedvollen Elfenreigen auf einer morgentauglitzernden Märchenwaldlichtung, wenn einige Autofahrer auch nur einen Bruchteil der Fehler, die sie den Fahrradfahrern teilweise sehr robust vorzuwerfen versuchen, in ihrem eigenen Fahrverhalten fänden.
Der Anstieg aus Witten nach Ardey hat den Schnitt unfein gedrückt, ohne diese Verlängerung der Runde wäre der Zähler sicher bei Dreißigkommairgendwas stehengeblieben. Nun ja, dann hab ich eben eine neue Herausforderung :)
Der Straßenverkehr gliche einem friedvollen Elfenreigen auf einer morgentauglitzernden Märchenwaldlichtung, wenn einige Autofahrer auch nur einen Bruchteil der Fehler, die sie den Fahrradfahrern teilweise sehr robust vorzuwerfen versuchen, in ihrem eigenen Fahrverhalten fänden.
Der Anstieg aus Witten nach Ardey hat den Schnitt unfein gedrückt, ohne diese Verlängerung der Runde wäre der Zähler sicher bei Dreißigkommairgendwas stehengeblieben. Nun ja, dann hab ich eben eine neue Herausforderung :)
Ursprüngliches Bild: pixelio.de
16.08.2008: Sommerausflug
Bochum - Witten - Harkortsee - Hengsteysee - Herdecke (33,8km, Ø 18,8km/h)
Schon wieder war das Wetter geradezu perfekt, und weil Frauchen Lust zu radeln hatte, ließ ich den eigentlich angedachten Soloritt sausen. Wir fuhren nach Witten zur Ruhr, der wir dann ostwärts folgten. Als primäres Ziel wurde der Hengsteysee ausgegeben; was danach noch ginge, wollten wir dann live entscheiden. Obwohl uns kleinere körperliche Wehwehchen plagten, genossen wir die Tour bei herrlich sommerlichem, aber nicht zu heißem Wetter.
Am Hengsteysee entschieden wir uns dann für die Heimfahrt mit dem Zug und radelten dafür noch gemütlich bis zum Bahnhof Herdecke.
Fazit: Radeln muß nicht immer Sport sein - manchmal ists auch schön, einfach nur den Tag zu genießen.
Schon wieder war das Wetter geradezu perfekt, und weil Frauchen Lust zu radeln hatte, ließ ich den eigentlich angedachten Soloritt sausen. Wir fuhren nach Witten zur Ruhr, der wir dann ostwärts folgten. Als primäres Ziel wurde der Hengsteysee ausgegeben; was danach noch ginge, wollten wir dann live entscheiden. Obwohl uns kleinere körperliche Wehwehchen plagten, genossen wir die Tour bei herrlich sommerlichem, aber nicht zu heißem Wetter.
Am Hengsteysee entschieden wir uns dann für die Heimfahrt mit dem Zug und radelten dafür noch gemütlich bis zum Bahnhof Herdecke.
Fazit: Radeln muß nicht immer Sport sein - manchmal ists auch schön, einfach nur den Tag zu genießen.
15.08.2008: Witten-Quickie
Bochum - Witten-Heven - Witten-Ardey - Witten-Zentrum - Witten-Heven - Runde um den Kemnader See - Bochum (40,3km, Ø 26,7km/h)
Es ist manchmal arg frustrierend: Ständig ist tolles Radelwetter, aber ich kann mich vor Terminen nicht retten - habe ich dann doch mal den einen oder anderen Nachmittag frei, regnet es.
Auch diesmal war der Nachmittag verplant, aber abends sah das Wetter dann einfach zu gut aus. Also nichts wie raus und eine Runde gedreht! Ich entschied mich für die Standardstrecke um den Kemnader See, verlängerte sie aber um ein nettes Ründchen durch Witten: An der Ruhr bog ich nicht wie üblich nach Westen in Richtung Kemnader See ab, sondern in die entgegengesetzte Richtung in Richtung Wetter. Kurz nach dem Ruhrviadukt zweigt dann die Straße nach Witten-Annen aus dem Ruhrtal ab und führt in einer langen Geraden aus dem Ruhrtal hinaus.
Oben angekommen, bog ich nach links in Richtung Witten-Zentrum ab, von wo aus ich wieder hinunter an die Ruhr und von dort aus zum Kemnader See fuhr. Auf dieser Strecke kämpfte ich mich an zwei Rennradler heran, die, als ich sie dann eingeholt hatte, sehr überrascht waren, wie schnell man "mit breiten Reifen" doch sein kann. Auf der Runde um den Kemnader See überholte ich dann einen weiteren recht sportlich fahrenden Radler, der mir auf dem gemeinsam (und unvermindert schnell) gefahrenen Weg zum Ende des Sees erzählte, daß er nach Essen unterwegs sei. Ich wünschte ihm eine gute Fahrt und fuhr auf der anderen Seite des Sees in Richtung Heimat zurück. Es sind also auch sehr freundliche Gesellen unterwegs!
Es ist manchmal arg frustrierend: Ständig ist tolles Radelwetter, aber ich kann mich vor Terminen nicht retten - habe ich dann doch mal den einen oder anderen Nachmittag frei, regnet es.
Auch diesmal war der Nachmittag verplant, aber abends sah das Wetter dann einfach zu gut aus. Also nichts wie raus und eine Runde gedreht! Ich entschied mich für die Standardstrecke um den Kemnader See, verlängerte sie aber um ein nettes Ründchen durch Witten: An der Ruhr bog ich nicht wie üblich nach Westen in Richtung Kemnader See ab, sondern in die entgegengesetzte Richtung in Richtung Wetter. Kurz nach dem Ruhrviadukt zweigt dann die Straße nach Witten-Annen aus dem Ruhrtal ab und führt in einer langen Geraden aus dem Ruhrtal hinaus.
Oben angekommen, bog ich nach links in Richtung Witten-Zentrum ab, von wo aus ich wieder hinunter an die Ruhr und von dort aus zum Kemnader See fuhr. Auf dieser Strecke kämpfte ich mich an zwei Rennradler heran, die, als ich sie dann eingeholt hatte, sehr überrascht waren, wie schnell man "mit breiten Reifen" doch sein kann. Auf der Runde um den Kemnader See überholte ich dann einen weiteren recht sportlich fahrenden Radler, der mir auf dem gemeinsam (und unvermindert schnell) gefahrenen Weg zum Ende des Sees erzählte, daß er nach Essen unterwegs sei. Ich wünschte ihm eine gute Fahrt und fuhr auf der anderen Seite des Sees in Richtung Heimat zurück. Es sind also auch sehr freundliche Gesellen unterwegs!03.08.2008: Projekt "Rhein"
Bochum - Witten - Essen - Mülheim - Oberhausen - Duisburg - Mündung Rhein-Ruhr (101,7km, Ø 23,7km/h)
Mir geisterte schon länger der Gedanke im Kopf herum, der Ruhr bis zu ihrer Mündung hinunter zu folgen. Bisher fehlte aber stets der Antrieb oder die Zeit, es ernsthaft anzugehen. Und auch diesmal sah es nicht rosig aus, plagten mich doch am Vortag noch eklige Kopfschmerzen. Morgens erwachte ich aber topfit - und bekam gleich wieder einen Dämpfer: Der Wetterbericht sagte ein Regenrisiko von 90% voraus, und der Himmel sah im Ganzen arg grau aus. Zumindest war es mit knapp 20°C äußerst angenehm temperiert, und so startete ich (mit dem kleinen Umweg über Witten) zur Ruhr, der ich dann flußabwärts folgte.
Vorbei am Kemnader See führt der meist tadellos asphaltierte Radweg -
fast die ganze Zeit direkt am Wasser oder zumindest in Sichtweite - nach Westen zum Baldeneysee (den ich 2007 schon einmal bereiste). Dort gönnte ich mir dann auch die erste Pause, während der mich die beiden Sauerländer Radler wieder einholten, mit denen ich zuvor einige Kilometer teilte und die auch auf dem Weg nach Duisburg waren.
Dem Baldeneysee folgt der Kettwiger See, der kleinste der fünf Ruhrstauseen. Danach wird das Ruhrtal recht breit, und nachdem man Mülheim durchquert hat, ist man faktisch schon auf der Zielgeraden - auf der ich mir noch eine Pause im südwestlichen Zipfel Oberhausens gönnte. Die riesigen Hafenanlagen im Duisburger Norden kündigen dann schon die Mündung an, und irgendwann war es schließlich soweit: Ich hatte den Rhein erreicht.
Nach ein paar Beweisfotos (die Brücke hinter mir überspannt schon den Rhein) fuhr ich aber direkt weiter, um den Körper nicht ganz zur Ruhe kommen zu lassen, schließlich mußte ich ja noch zum Hauptbahnhof in die Innenstadt. Von dort fahren regelmäßig Regionalexpreß und S-Bahn in Richtung Bochum. Für die Strecke braucht der RE nicht einmal eine halbe Stunde - in der S-Bahn, die "unterwegs an jeder Milchkanne hält", sitzt man doppelt so lange. Es kam, wie es kommen mußte: Der RE war mir natürlich vor der Nase weggefahren. Blieb also nur die (nicht mit Fahrradabteilen gesegnete) S-Bahn, und nach einer Stunde Fahrt war ich auch schon wieder in Bochum. Vom Bahnhof nachhause, ab unter die Dusche - und dann regnete es doch noch. Glück muß man haben!
Fazit: Hundert Kilometer sind kein Pappenstiel, aber das Ruhrtal bietet landschaftlich und architektonisch so einiges auf, um die Motivation aufrecht zu halten. Eine äußerst reizvolle Tour! Nun bin ich gespannt, wieviele Freunde und Arbeitskollegen tatsächlich an einer Wiederholung der Tour teilnehmen werden - und wann wir das in Angriff nehmen. Mein Soloritt sollte dafür quasi die "Erkundungsfahrt" sein.
Ganz zum Schluß gibts noch ein Schmankerl für die Statistik: Direkt vorm Duisburger Hauptbahnhof zeigte der Velocomp die Vollendung des tausendsten Jahreskilometers an. Minimalziel für 2008 erreicht!
Mir geisterte schon länger der Gedanke im Kopf herum, der Ruhr bis zu ihrer Mündung hinunter zu folgen. Bisher fehlte aber stets der Antrieb oder die Zeit, es ernsthaft anzugehen. Und auch diesmal sah es nicht rosig aus, plagten mich doch am Vortag noch eklige Kopfschmerzen. Morgens erwachte ich aber topfit - und bekam gleich wieder einen Dämpfer: Der Wetterbericht sagte ein Regenrisiko von 90% voraus, und der Himmel sah im Ganzen arg grau aus. Zumindest war es mit knapp 20°C äußerst angenehm temperiert, und so startete ich (mit dem kleinen Umweg über Witten) zur Ruhr, der ich dann flußabwärts folgte.
Vorbei am Kemnader See führt der meist tadellos asphaltierte Radweg -
fast die ganze Zeit direkt am Wasser oder zumindest in Sichtweite - nach Westen zum Baldeneysee (den ich 2007 schon einmal bereiste). Dort gönnte ich mir dann auch die erste Pause, während der mich die beiden Sauerländer Radler wieder einholten, mit denen ich zuvor einige Kilometer teilte und die auch auf dem Weg nach Duisburg waren.
Dem Baldeneysee folgt der Kettwiger See, der kleinste der fünf Ruhrstauseen. Danach wird das Ruhrtal recht breit, und nachdem man Mülheim durchquert hat, ist man faktisch schon auf der Zielgeraden - auf der ich mir noch eine Pause im südwestlichen Zipfel Oberhausens gönnte. Die riesigen Hafenanlagen im Duisburger Norden kündigen dann schon die Mündung an, und irgendwann war es schließlich soweit: Ich hatte den Rhein erreicht.
Nach ein paar Beweisfotos (die Brücke hinter mir überspannt schon den Rhein) fuhr ich aber direkt weiter, um den Körper nicht ganz zur Ruhe kommen zu lassen, schließlich mußte ich ja noch zum Hauptbahnhof in die Innenstadt. Von dort fahren regelmäßig Regionalexpreß und S-Bahn in Richtung Bochum. Für die Strecke braucht der RE nicht einmal eine halbe Stunde - in der S-Bahn, die "unterwegs an jeder Milchkanne hält", sitzt man doppelt so lange. Es kam, wie es kommen mußte: Der RE war mir natürlich vor der Nase weggefahren. Blieb also nur die (nicht mit Fahrradabteilen gesegnete) S-Bahn, und nach einer Stunde Fahrt war ich auch schon wieder in Bochum. Vom Bahnhof nachhause, ab unter die Dusche - und dann regnete es doch noch. Glück muß man haben!
Fazit: Hundert Kilometer sind kein Pappenstiel, aber das Ruhrtal bietet landschaftlich und architektonisch so einiges auf, um die Motivation aufrecht zu halten. Eine äußerst reizvolle Tour! Nun bin ich gespannt, wieviele Freunde und Arbeitskollegen tatsächlich an einer Wiederholung der Tour teilnehmen werden - und wann wir das in Angriff nehmen. Mein Soloritt sollte dafür quasi die "Erkundungsfahrt" sein.
Ganz zum Schluß gibts noch ein Schmankerl für die Statistik: Direkt vorm Duisburger Hauptbahnhof zeigte der Velocomp die Vollendung des tausendsten Jahreskilometers an. Minimalziel für 2008 erreicht!
28.07.2008: Ein Sommerabend
Bochum-Werne - Witten-Heven - Runde um den Kemnader See - Bochum-Werne (29,4km, Ø 29,2km/h)
Man merkt, daß Sommer ist: Nach acht Uhr abends sinds draußen immer noch 27 Grad, am Kemnader See riechts nach brackigem Wasser und erst gegen halb zehn ist es so dunkel, daß man das Licht am Rad zuschalten muß.
Ich mag den Sommer.
Man merkt, daß Sommer ist: Nach acht Uhr abends sinds draußen immer noch 27 Grad, am Kemnader See riechts nach brackigem Wasser und erst gegen halb zehn ist es so dunkel, daß man das Licht am Rad zuschalten muß.
Ich mag den Sommer.
24.07.2008: Feierabendrunde
Bochum-Werne - Witten-Heven - Runde um den Kemnader See - Bochum-Werne (29,9km, Ø 26,4km/h)
Neulich im Bochumer Tiefbauamt:
"Chef, diverse Fahrradfahrer beschweren sich über den holprigen Radweg am Ölbach."
"Sind die denn nie zufrieden? Na schön, lassen Sie einen Bautrupp den Rollsplitt breitwalzen, der vom Winter noch übrig ist - die Jungs sollen aber nicht zu sparsam sein, schließlich sollen ja alle Löcher ordentlich aufgefüllt werden!"
"Meinen Sie nicht, daß knöcheltiefer Rollsplitt den Weg eher noch schlechter befahrbar machen könnte?"
"Ich habe Ihnen eine Anweisung gegeben, Grabowski, nicht nach Ihrer Meinung gefragt! Na schön...stellen Sie zusätzlich noch ein paar Warnschilder auf. Aber dann will ich keine Beschwerden mehr hören!"
Neulich im Bochumer Tiefbauamt:
"Chef, diverse Fahrradfahrer beschweren sich über den holprigen Radweg am Ölbach."
"Sind die denn nie zufrieden? Na schön, lassen Sie einen Bautrupp den Rollsplitt breitwalzen, der vom Winter noch übrig ist - die Jungs sollen aber nicht zu sparsam sein, schließlich sollen ja alle Löcher ordentlich aufgefüllt werden!"
"Meinen Sie nicht, daß knöcheltiefer Rollsplitt den Weg eher noch schlechter befahrbar machen könnte?"
"Ich habe Ihnen eine Anweisung gegeben, Grabowski, nicht nach Ihrer Meinung gefragt! Na schön...stellen Sie zusätzlich noch ein paar Warnschilder auf. Aber dann will ich keine Beschwerden mehr hören!"
19.07.2008: Radeln mit Rico
Bochum-Werne - Witten-Heven - Kemnader See - BO-Stiepel - BO-Zentrum - BO-Gerthe - BO-Werne (37,2km, Ø 22,3km/h)
Da kommt der Rico uns schonmal im schönen Bochum besuchen, um mit uns zu radeln (und natürlich die in Dortmund stattfindende Loveparade zu besuchen), und dann das: Regen, Regen, Regen.
Lange überlegten wir, ob wir es überhaupt wagen sollten, und starteten dann in einem regenfreien Abschnitt gen Kemnader See. Es kam, was kommen mußte: Regen. Nach einer Viertelstunde im Buswartehäuschen war die graue Wolke dann aber endlich vorübergezogen, und es ging auf nassem Geläuf weiter. An der Schleuse in Witten-Heven entstand dann das nebenstehende Foto, wobei ich mich immer noch frage, was da geschätzte dreieinhalb Meter in die Höhe wucherte.
Nach dem Kemnader See schraubten wir uns dann gen Stiepel hinauf - und mußten uns von einem Rennradler mit äußerst markig definierten Waden überholen lassen, der uns ein fröhliches "vier Mal rauf und runter!" zurief. Wir beließen es bei "ein Mal rauf" und setzten unsere Runde - im Windschatten einem Bus hinterhersprintend - in Richtung Zentrum fort, wo wir dann ein, zwei Runden durchs flanierende Volk drehten.
Über Harpen und Gerthe ging es dann wieder nachhause - just in time, denn kurz nach unserer Ankunft fing es schon wieder kräftig zu regnen an.
15.07.2008: Abends am Kemnader See
Bochum-Werne - Witten-Heven - Runde um den Kemnader See - Bochum-Werne (28,4km, Ø 28,6km/h)
Man mag den Joggern am Kemnader See den Willen zur körperlichen Ertüchtigung durchaus zugute halten, aber auch das ändert nichts an ihrem Status als Fußgänger. Als solche haben sie dann auch nichts auf dem parallel zum Fußweg verlaufenden Radweg zu suchen, vergessen diesen Umstand aber gern - wenn sie dann auch noch zu viert nebeneinander joggen, hat der Radweg seinen eigentlichen Zweck eingebüßt, was wiederum die ihres Refugiums beraubten Radler mitunter zu lautstarken Unmutsbekundungen motiviert.
So ists - abends am Kemnader See.
Der Abend endet trotz nervigen Gegenwinds mit einem überraschend guten Schnitt und der Freude darüber, daß endlich mal wieder ein paar schöne Meter gemacht sind.
Man mag den Joggern am Kemnader See den Willen zur körperlichen Ertüchtigung durchaus zugute halten, aber auch das ändert nichts an ihrem Status als Fußgänger. Als solche haben sie dann auch nichts auf dem parallel zum Fußweg verlaufenden Radweg zu suchen, vergessen diesen Umstand aber gern - wenn sie dann auch noch zu viert nebeneinander joggen, hat der Radweg seinen eigentlichen Zweck eingebüßt, was wiederum die ihres Refugiums beraubten Radler mitunter zu lautstarken Unmutsbekundungen motiviert.
So ists - abends am Kemnader See.
Der Abend endet trotz nervigen Gegenwinds mit einem überraschend guten Schnitt und der Freude darüber, daß endlich mal wieder ein paar schöne Meter gemacht sind.
26.06.2008: Abendrunde mit Lerneffekt
Bochum-Werne - Witten-Heven - Kemnader See - BO-Stiepel - Kemnader See - BO-Werne (31,0km, Ø 26,5km/h)
Man lernt nie aus, heißt es; den Beweis brachte diese abendliche Runde.
Die Frau im Golf hat gelernt, daß man Fahrradfahrer auf schmalen Straßen nicht so langatmig, vor allem aber nicht vor engen Kurven überholt - dank der guten Bremsen des plötzlich entgegenkommenden BMWs ist glücklicherweise nichts passiert.
Die Rotzer am Kemnader See haben gelernt, daß man nicht provokant den Radweg dichtmacht, um den umherstehenden jungen Damen zu imponieren - manche Anbauteile an meinem Fahrrad können da unter Umständen recht grob zu den Ohren werden. Der Coolnessfaktor der Buben dürfte nach ihrem panischen Sprung zur Seite jedenfalls gegen Null tendieren.
Und schließlich habe ich gelernt, daß Stiepel immer ganz oben auf dem Berg liegt, so oft ich es auch bereise. Das Kopfsteinpflaster auf dem Weg hinauf macht die Sache nicht besser. Schön ists oben aber allemal, und so werde ich mich sicher bald wieder emporkämpfen. Ob ichs wohl jemals lerne?
Man lernt nie aus, heißt es; den Beweis brachte diese abendliche Runde.
Die Frau im Golf hat gelernt, daß man Fahrradfahrer auf schmalen Straßen nicht so langatmig, vor allem aber nicht vor engen Kurven überholt - dank der guten Bremsen des plötzlich entgegenkommenden BMWs ist glücklicherweise nichts passiert.
Die Rotzer am Kemnader See haben gelernt, daß man nicht provokant den Radweg dichtmacht, um den umherstehenden jungen Damen zu imponieren - manche Anbauteile an meinem Fahrrad können da unter Umständen recht grob zu den Ohren werden. Der Coolnessfaktor der Buben dürfte nach ihrem panischen Sprung zur Seite jedenfalls gegen Null tendieren.
Und schließlich habe ich gelernt, daß Stiepel immer ganz oben auf dem Berg liegt, so oft ich es auch bereise. Das Kopfsteinpflaster auf dem Weg hinauf macht die Sache nicht besser. Schön ists oben aber allemal, und so werde ich mich sicher bald wieder emporkämpfen. Ob ichs wohl jemals lerne?
24.06.2008: Schneller.
Bochum-Werne - Witten-Heven - Bochum-Werne (18,8km, Ø 31,55km/h)
Der neue Antriebssatz macht sich bemerkbar: 48 statt wie bisher 42 Zähne vorn senken sich die Trittfrequenz enorm, was höhere Geschwindigkeiten ermöglicht. Und dank der frischen Kassette hinten kann ich nun auch wieder die beiden kleinsten Ritzel nutzen. Den Rest machen die Waden, und so hab ich auf meinen 31er Schnitt von Anfang Juni direkt noch ein wenig draufpacken können. Wie immer sackig und dem Schnitt äußerst abträglich: Ampelstopps. Mich würde ja mal interessieren, was der Velocomp anzeigt, wenn ich mal ampelfrei durchfahren kann.
Achso, für die Statistik: Die Jahressumme liegt inzwischen bei etwa 750 Kilometern.
Der neue Antriebssatz macht sich bemerkbar: 48 statt wie bisher 42 Zähne vorn senken sich die Trittfrequenz enorm, was höhere Geschwindigkeiten ermöglicht. Und dank der frischen Kassette hinten kann ich nun auch wieder die beiden kleinsten Ritzel nutzen. Den Rest machen die Waden, und so hab ich auf meinen 31er Schnitt von Anfang Juni direkt noch ein wenig draufpacken können. Wie immer sackig und dem Schnitt äußerst abträglich: Ampelstopps. Mich würde ja mal interessieren, was der Velocomp anzeigt, wenn ich mal ampelfrei durchfahren kann.
Achso, für die Statistik: Die Jahressumme liegt inzwischen bei etwa 750 Kilometern.
08.06.2008: Stadt, Land, Fluß
Bochum-Werne - BO-Gerthe - BO-Hofstede - Gelsenkirchen-Ückendorf - BO-Wattenscheid - Essen-Kray - E-Steele - BO-Dahlhausen - Hattingen - Kemnader See - BO-Werne (72,1km, Ø 24,4km/h)
Wieder gings zur Zeche Hannover und von dort auf die Erzbahn, diesmal folgte ich der aber nicht bis Gelsenkirchen, sondern bog nach Westen in Richtung Essen ab. Solange wars noch ein feines Fahren, aber dann kamen Wattenscheid und Essen-Kray, wo es für meinen Geschmack schon viel zu urban wurde.
Ist man dann durch Essen-Steele und -Horst durch, gehts sehr angenehm an der Ruhr entlang bis zum Kemnader See, von wo aus ich wieder heim fuhr.
Wenn die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch gewesen wäre, hätte man übrigens fast vom perfekten Radelwetter sprechen können. Und: Die süßen Mini-Enten im Stadtpark hauen nicht ab, wenn man sich in ihre Nähe setzt, sondern kommen neugierig immer näher :)
Fazit: So langsam kenn ich einige Ecken recht gut und brauche nur noch selten die Karte. Im großen und ganzen kommt man aber mit der Radwegkarte und den Wegweisern auch in unbekanntem Gebiet recht gut voran.
Wieder gings zur Zeche Hannover und von dort auf die Erzbahn, diesmal folgte ich der aber nicht bis Gelsenkirchen, sondern bog nach Westen in Richtung Essen ab. Solange wars noch ein feines Fahren, aber dann kamen Wattenscheid und Essen-Kray, wo es für meinen Geschmack schon viel zu urban wurde.
Ist man dann durch Essen-Steele und -Horst durch, gehts sehr angenehm an der Ruhr entlang bis zum Kemnader See, von wo aus ich wieder heim fuhr.
Wenn die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch gewesen wäre, hätte man übrigens fast vom perfekten Radelwetter sprechen können. Und: Die süßen Mini-Enten im Stadtpark hauen nicht ab, wenn man sich in ihre Nähe setzt, sondern kommen neugierig immer näher :)
Fazit: So langsam kenn ich einige Ecken recht gut und brauche nur noch selten die Karte. Im großen und ganzen kommt man aber mit der Radwegkarte und den Wegweisern auch in unbekanntem Gebiet recht gut voran.
05.06.2008: Dreißig! Plus eins!
Bochum-Werne - Witten-Heven - Bochum-Werne (19,0km, Ø 31,05km/h)
Erfreulich flott gehts voran, wenn Wetter, Lust und Trainingsstand stimmen. Dann noch ein, zwei geschickte Spurwechsel im Feierabendverkehr, und schon hätten wir den dreißiger Schnitt auch auf der diesjährigen To-Do-Liste abgehakt.
Die Runde führte von Werne hinunter nach Witten, wo ich aber nicht dem Radweg ans Ruhrufer folgte, sondern auf der Straße bis Heven hinein fuhr. Von dort aus spulte ich dann den Standard-Rückweg - Querung Universitätsstraße, Tierheim, Unterstraße, Bahnhof Langendreer - ab.
Fazit: So schnell kanns gehen :D
Erfreulich flott gehts voran, wenn Wetter, Lust und Trainingsstand stimmen. Dann noch ein, zwei geschickte Spurwechsel im Feierabendverkehr, und schon hätten wir den dreißiger Schnitt auch auf der diesjährigen To-Do-Liste abgehakt.
Die Runde führte von Werne hinunter nach Witten, wo ich aber nicht dem Radweg ans Ruhrufer folgte, sondern auf der Straße bis Heven hinein fuhr. Von dort aus spulte ich dann den Standard-Rückweg - Querung Universitätsstraße, Tierheim, Unterstraße, Bahnhof Langendreer - ab.
Fazit: So schnell kanns gehen :D
01.06.2008: Summer in the city
Bochum-Werne - BO-Gerthe - BO-Grumme - BO-Hordel - Gelsenkirchen-Bismarck - GE-Unser Fritz - Herne-Crange - HER-Zentrum - Castrop-Rauxel - Merklinde - BO-Langendreer - BO-Werne (52,8km, Ø 23,9km/h)
Der Sonntag begann mit herrlichstem Radelwetter: Knapp 20 Grad, Sonnenschein und nicht eine Wolke am Himmel. Ich beeilte mich mit dem Frühstück und startete meine Tour; es sollte auf jeden Fall gen Westen zur Zeche Hannover gehen, von dort aus nördlich nach Gelsenkirchen und dann über Herne und Castrop-Rauxel zurück.
Bis zur Zechne Hannover wars bekanntes Terrain, und die angenehm frische Morgenluft, bestens ausgeschilderte Radwege und einiges an putzigem Getier links und rechts des Wegs ließen die Fahrt zu einem Fest für die Sinne werden.
In der Nähe der Zeche Hannover führt die Trasse der ehemaligen Erzbahn vorbei, die inzwischen zum Rad- und Wanderweg umgebaut wurde (in der Grafik blau dargestellt). Über diese Eisenbahnverbindung wurden von etwa 1930 bis in die sechziger Jahre die Stahlwerke des Bochumer Vereins vom Hafen des Rhein-Herne-Kanals aus mit Erz versorgt.
Ich folgte der Erzbahn in Richtung Norden (spannend: unterwegs geben Hinweistafeln ausführlich zu Geschichte und Technik Auskunft), um dann vorm Rhein-Herne-Kanalhafen Grimberg nach Osten in Richtung Herne und Castrop-Rauxel abzubiegen. Auf dieser Strecke gibt es zwar eine Radroute, die ich aufgrund unzureichender Beschilderung aber desöfteren verlor und so immer wieder Passanten befragen mußte. Im Zusammenspiel mit der einsetzenden Mittagshitze und dem dauerhaften Fahren durch triste Wohngebiete machte es streckenweise einfach keinen richtigen Spaß mehr. Konsequenterweise entschied ich mich in Castrop-Rauxel daher für den direkten Weg über die B235 nach Süden und fuhr über Dortmund-Lütgendortmund nachhause.
Fazit: Die westwärts führende Route zur Zeche Hannover kann mir sehr gern wieder passieren, auch die Erzbahn ist eine sehr empfehlenswerte Route - allerdings werde ich den Rückweg wohl nicht mehr über Herne und Castrop-Rauxel angehen, sondern die Erzbahn einfach bis zur Bochumer Jahrhunderthalle zurückfahren.
Der Sonntag begann mit herrlichstem Radelwetter: Knapp 20 Grad, Sonnenschein und nicht eine Wolke am Himmel. Ich beeilte mich mit dem Frühstück und startete meine Tour; es sollte auf jeden Fall gen Westen zur Zeche Hannover gehen, von dort aus nördlich nach Gelsenkirchen und dann über Herne und Castrop-Rauxel zurück.
Bis zur Zechne Hannover wars bekanntes Terrain, und die angenehm frische Morgenluft, bestens ausgeschilderte Radwege und einiges an putzigem Getier links und rechts des Wegs ließen die Fahrt zu einem Fest für die Sinne werden.
In der Nähe der Zeche Hannover führt die Trasse der ehemaligen Erzbahn vorbei, die inzwischen zum Rad- und Wanderweg umgebaut wurde (in der Grafik blau dargestellt). Über diese Eisenbahnverbindung wurden von etwa 1930 bis in die sechziger Jahre die Stahlwerke des Bochumer Vereins vom Hafen des Rhein-Herne-Kanals aus mit Erz versorgt.
Ich folgte der Erzbahn in Richtung Norden (spannend: unterwegs geben Hinweistafeln ausführlich zu Geschichte und Technik Auskunft), um dann vorm Rhein-Herne-Kanalhafen Grimberg nach Osten in Richtung Herne und Castrop-Rauxel abzubiegen. Auf dieser Strecke gibt es zwar eine Radroute, die ich aufgrund unzureichender Beschilderung aber desöfteren verlor und so immer wieder Passanten befragen mußte. Im Zusammenspiel mit der einsetzenden Mittagshitze und dem dauerhaften Fahren durch triste Wohngebiete machte es streckenweise einfach keinen richtigen Spaß mehr. Konsequenterweise entschied ich mich in Castrop-Rauxel daher für den direkten Weg über die B235 nach Süden und fuhr über Dortmund-Lütgendortmund nachhause.
Fazit: Die westwärts führende Route zur Zeche Hannover kann mir sehr gern wieder passieren, auch die Erzbahn ist eine sehr empfehlenswerte Route - allerdings werde ich den Rückweg wohl nicht mehr über Herne und Castrop-Rauxel angehen, sondern die Erzbahn einfach bis zur Bochumer Jahrhunderthalle zurückfahren.
31.05.2008: Gut zu Vögeln!
BO-Werne - BO-Zentrum - Hattingen - Blankenstein - Kemnader See - Witten-Heven - BO-Werne (45,2km, Ø 25,0km/h)
Auf der Suche nach einer feinen Samstagsrunde sprang mir auf der Karte mit dem Bochumer Radwegnetz gleich die nach Süden in Richtung Hattingen führende Route ins Auge. Von Hattingen aus entlang der Ruhr nach Osten bis Witten verlängert, sah das nach einer richtig guten Tour aus. Also ab aufs Rad und zunächst mitten ins Zentrum Bochums geradelt, von wo sich auf der Karte die deutliche rote Linie gen Süden schängelt.
Doof nur, daß man auf der Straße keine dicke rote Linie hat - bis nach Hattingen war ich eigentlich nur damit beschäftigt, die bescheiden beschilderte Route nicht zu verlieren - manchmal auch damit, sie wiederzufinden. Hier hat mans bisher wohl irgendwie versäumt, die tollen, eigentlich nicht zu übersehenden neuen Wegweiser anzubringen.
Irgendwann hatte ich dann die Ruhr in Hattingen erreicht, überquerte sie - und befand mich bis zum Kemnader See schon wieder nur noch auf der Suche nach den kleinen, teilweise vom Schmutz fast unsichtbar gemachten Wegweiserchen. Ich bin mir sicher, daß ich mich keineswegs die ganze Zeit auf der in der Karte verzeichneten Route befunden habe, aber irgendwie kam ich dann doch am Kemnader See heraus.
Der Himmel war schon die ganze Zeit arg bedeckt gewesen, aber am Kemnader See dann sah es dann endgültig nach Regen aus. Während ich also überlegte, ob ich den Umweg über Witten lieber auslassen und den direkten Weg nachhause nehmen sollte, lag vor mir plötzlich etwas auf dem Radweg. Ich konnte gerade noch ein paar Zentimeter zur Seite ziehen, sah aber im Moment des Vorbeifahrens, daß es sich keineswegs um einen Stein oder Stock handelte: Ein Blaumeisenkind saß mitten auf dem Radweg und piepste herzerweichend.
Nun hatte ich dem armen Ding gerade noch ausweichen können, aber der nächste vorbeikommende Radler hätte das vielleicht schon nicht mehr geschafft - also hielt ich an, nahm das flauschige Ding und setzte es ein paar Meter abseits des Radwegs ins Gras. Um den Rest muß sich nun Mutter Natur kümmern - ich konnte ja schlecht in die Bäume klettern und das Nest suchen, aus dem das Kleine gepurzelt war.
Weil es dann tatsächlich noch zu regnen begann, ließ ich die Waden noch einmal gescheit rotieren und spurte auf direktem Weg nachhause.
Fazit: Die Hattinger Route ist doof. Es ist einfach kein schönes Radeln, wenn man permanent auf die Karte schauen muß - noch dazu führt der Großteil der Strecke durch (nichtmal sonderlich schön) bebautes Gebiet. Aber hey, wieder ein weißer Fleck auf der Karte weniger.
Auf der Suche nach einer feinen Samstagsrunde sprang mir auf der Karte mit dem Bochumer Radwegnetz gleich die nach Süden in Richtung Hattingen führende Route ins Auge. Von Hattingen aus entlang der Ruhr nach Osten bis Witten verlängert, sah das nach einer richtig guten Tour aus. Also ab aufs Rad und zunächst mitten ins Zentrum Bochums geradelt, von wo sich auf der Karte die deutliche rote Linie gen Süden schängelt.
Doof nur, daß man auf der Straße keine dicke rote Linie hat - bis nach Hattingen war ich eigentlich nur damit beschäftigt, die bescheiden beschilderte Route nicht zu verlieren - manchmal auch damit, sie wiederzufinden. Hier hat mans bisher wohl irgendwie versäumt, die tollen, eigentlich nicht zu übersehenden neuen Wegweiser anzubringen.
Irgendwann hatte ich dann die Ruhr in Hattingen erreicht, überquerte sie - und befand mich bis zum Kemnader See schon wieder nur noch auf der Suche nach den kleinen, teilweise vom Schmutz fast unsichtbar gemachten Wegweiserchen. Ich bin mir sicher, daß ich mich keineswegs die ganze Zeit auf der in der Karte verzeichneten Route befunden habe, aber irgendwie kam ich dann doch am Kemnader See heraus.
Der Himmel war schon die ganze Zeit arg bedeckt gewesen, aber am Kemnader See dann sah es dann endgültig nach Regen aus. Während ich also überlegte, ob ich den Umweg über Witten lieber auslassen und den direkten Weg nachhause nehmen sollte, lag vor mir plötzlich etwas auf dem Radweg. Ich konnte gerade noch ein paar Zentimeter zur Seite ziehen, sah aber im Moment des Vorbeifahrens, daß es sich keineswegs um einen Stein oder Stock handelte: Ein Blaumeisenkind saß mitten auf dem Radweg und piepste herzerweichend.
Nun hatte ich dem armen Ding gerade noch ausweichen können, aber der nächste vorbeikommende Radler hätte das vielleicht schon nicht mehr geschafft - also hielt ich an, nahm das flauschige Ding und setzte es ein paar Meter abseits des Radwegs ins Gras. Um den Rest muß sich nun Mutter Natur kümmern - ich konnte ja schlecht in die Bäume klettern und das Nest suchen, aus dem das Kleine gepurzelt war.
Weil es dann tatsächlich noch zu regnen begann, ließ ich die Waden noch einmal gescheit rotieren und spurte auf direktem Weg nachhause.
Fazit: Die Hattinger Route ist doof. Es ist einfach kein schönes Radeln, wenn man permanent auf die Karte schauen muß - noch dazu führt der Großteil der Strecke durch (nichtmal sonderlich schön) bebautes Gebiet. Aber hey, wieder ein weißer Fleck auf der Karte weniger.
22.05.2008: See-henswürdigkeiten
Bochum - Witten - Wetter - Harkortsee - Hengsteysee - Hohensyburg - Lennemündung - Hengsteysee - Harkortsee - Wetter - Witten - Umrundung des Kemnader Sees - Bochum (77,0km, Ø 24,6km/h)
Der Hengsteysee stand schon letztes Jahr auf meiner Tourenliste, aber gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Diesmal hats gepaßt, das Wetter war fein, der Feiertag sorgte für ausreichend Freizeit und die Hausarbeit war auch erledigt. Nach dem Mittag also ab aufs Rad, es muß ja auch was werden.
Bis Witten ists inzwischen bekanntes Terrain, dann geht es auf der B226 parallel zur Ruhr.
Das Ruhrtal ist in diesem Abschnitt nicht besonders breit und von ansehnlichen Hängen flankiert. Darunter u.a. der Hohenstein, den ich jüngst erst erklomm, diesmal aber links liegen ließ, um weiter der Ruhr zu folgen. Ab Wetter (der Ort heißt wirklich so) führt dann ein sehr guter Radweg am Harkort- und dem sich fast direkt anschließenden Hengsteysee entlang, auch die Beschilderung ist vorbildlich.
Am Ende des Hengsteysees überbrückt die Dortmunder Straße den See und schraubt sich dann hinauf bis nach Syburg - mithilfe einer spannenden Serpentinen-Kreisel-Konstruktion. Um nicht immer nur flach zu fahren (und weil ich den Kreisel schon ein paar Mal mit dem Auto, aber noch nie mit dem Rad absolviert habe), nahm ich den Anstieg in Angriff - und kam überraschend flott voran. Nach geschätzten 150 Höhenmetern dann das obligatorische Foto des Kaiser-Wilhelm-Denkmals, von wo aus man übrigens einen tollen Blick über das Ruhrtal hat,
und schon schoß ich die Serpentinen wieder hinab. Ich fuhr dann noch ein Stück weiter ostwärts bis zur Mündung der Lenne, drehte dort um und machte mich wieder auf den Heimweg, den ich einige Kilometer auf dem Ruhrtalradweg am südlichen Ruhrufer zurücklegte. Der ist der B226 auf der anderen Ruhrseite definitiv vorzuziehen.
Ich entschloß mich dann dem Kilometerstand zuliebe noch für den Umweg um den Kemnader See herum und machte so meine Drei-Seen-Tour perfekt. Auf den letzten Kilometern taten mir zwar gehörig die Beine weh, aber das war es mir allemal wert!
Der Hengsteysee stand schon letztes Jahr auf meiner Tourenliste, aber gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Diesmal hats gepaßt, das Wetter war fein, der Feiertag sorgte für ausreichend Freizeit und die Hausarbeit war auch erledigt. Nach dem Mittag also ab aufs Rad, es muß ja auch was werden.
Bis Witten ists inzwischen bekanntes Terrain, dann geht es auf der B226 parallel zur Ruhr.
Das Ruhrtal ist in diesem Abschnitt nicht besonders breit und von ansehnlichen Hängen flankiert. Darunter u.a. der Hohenstein, den ich jüngst erst erklomm, diesmal aber links liegen ließ, um weiter der Ruhr zu folgen. Ab Wetter (der Ort heißt wirklich so) führt dann ein sehr guter Radweg am Harkort- und dem sich fast direkt anschließenden Hengsteysee entlang, auch die Beschilderung ist vorbildlich.
Am Ende des Hengsteysees überbrückt die Dortmunder Straße den See und schraubt sich dann hinauf bis nach Syburg - mithilfe einer spannenden Serpentinen-Kreisel-Konstruktion. Um nicht immer nur flach zu fahren (und weil ich den Kreisel schon ein paar Mal mit dem Auto, aber noch nie mit dem Rad absolviert habe), nahm ich den Anstieg in Angriff - und kam überraschend flott voran. Nach geschätzten 150 Höhenmetern dann das obligatorische Foto des Kaiser-Wilhelm-Denkmals, von wo aus man übrigens einen tollen Blick über das Ruhrtal hat,
und schon schoß ich die Serpentinen wieder hinab. Ich fuhr dann noch ein Stück weiter ostwärts bis zur Mündung der Lenne, drehte dort um und machte mich wieder auf den Heimweg, den ich einige Kilometer auf dem Ruhrtalradweg am südlichen Ruhrufer zurücklegte. Der ist der B226 auf der anderen Ruhrseite definitiv vorzuziehen.
Ich entschloß mich dann dem Kilometerstand zuliebe noch für den Umweg um den Kemnader See herum und machte so meine Drei-Seen-Tour perfekt. Auf den letzten Kilometern taten mir zwar gehörig die Beine weh, aber das war es mir allemal wert!
18.05.2008: Heimatkunde
BO-Werne - Witten-Herbede - Um den Kemnader See - BO-Werne - BO-Gerthe - BO-Werne (38,9km, Ø 15,9km/h)
Es war nicht sonderlich warm, aber immerhin ließ sich ab und zu die Sonne sehen, als ein Kollege und ich ohne Hast in Richtung Witten aufbrachen. Dort versprach das Ruhrtal-Radfest Kurzweil - entpuppte sich dann aber schnell als plump getarnte Werbeveranstaltung für Fahrradhersteller und regionale Vereine. Also bloß fix wieder aufs Rad geschwungen und entlang der Ruhr nach Witten hineingefahren (die haben knuffige Fachwerkhäuschen da), wo es bei des Kollegen freundlichen Eltern erst einmal Kaffee und Kekse gab. Frisch gestärkt, verlängerten wir unsere Route dann noch um den Kemnader See herum und radelten in aller Ruhe nachhause.
Es war nicht sonderlich warm, aber immerhin ließ sich ab und zu die Sonne sehen, als ein Kollege und ich ohne Hast in Richtung Witten aufbrachen. Dort versprach das Ruhrtal-Radfest Kurzweil - entpuppte sich dann aber schnell als plump getarnte Werbeveranstaltung für Fahrradhersteller und regionale Vereine. Also bloß fix wieder aufs Rad geschwungen und entlang der Ruhr nach Witten hineingefahren (die haben knuffige Fachwerkhäuschen da), wo es bei des Kollegen freundlichen Eltern erst einmal Kaffee und Kekse gab. Frisch gestärkt, verlängerten wir unsere Route dann noch um den Kemnader See herum und radelten in aller Ruhe nachhause.10.05.2008: Kaffee- und Kuchen-Fahrt - oder: "Arzgebirg, wie bist du schie"
Hinfahrt: Großolbersdorf - Gehringswalde - Wolkenstein - Scharfenstein - Wilischthal - Gelenau - Herold
Rückfahrt: Herold - Venusberg - Scharfenstein - Großolbersdorf (insgesamt 48,9km, Ø 22,2km/h, Vmax 70,64km/h)
Wenn ich das Fahrrad schonmal mit in Sachsen habe, kann ich ja auch gleich noch ein wenig fahren, dachte ich mir - und startete zweirädrig zur in Herold anstehenden Familienfeier. Der direkte Weg wäre eine arg kurze Tour geworden, und so entschied ich mich für eine etwas längere Variante entlang der Zschopau.
Das Wetter war kaiserlich, am Himmel tanzten bei Sonnenschein und gefühlten 25 Grad ein paar Schäfchenwolken. Auch die Landschaft tat alles für eine wunderbare Radtour, die Sinne wurden mit Frühling geradezu überschwemmt. Einzig die teilweise lausig geflickten Straßen trübten das Vergnügen ein wenig.
Von Großolbersdorf gehts zunächst über die Felder bis Gehringswalde, wo ich erst einmal treudoof in die falsche Richtung abbog. Das bemerkte ich aber natürlich erst, als ich mich schon den gesamten Anstieg bis zum Ortsausgangsschild hinausgeschraubt hatte. Aber: Einmal gemachte Höhenmeter kann man auch wieder hinunterfahren, und so verbuchte der Fahrradcomputer auf dem Rückweg quasi nebenbei meine neue Jahreshöchstgeschwindigkeit von 70,64km/h. Noch mehr hätte in Anbetracht des Straßenzustands übrigens durchaus schiefgehen können.
In Wolkenstein jagte ich dann die Serpentinen zur Zschopau hinunter - Obacht, Gegenverkehr - und folgte dem Fluß dann über Hopfgarten und Scharfenstein nach Norden. Feinschmeckertip: Wer gutes Backwerk zu schätzen weiß, macht unterwegs beim Scharfensteiner Bäcker Haase halt (immer der Nase nach - oder einfach nach dem "Hoosbäck" fragen!).
Schließlich verließ ich das Zschopautal in Wilischthal und radelte parallel zu den teilweise noch vorhandenen Gleisen der Schmalspurtrasse Wilischthal-Thum in Richtung Gelenau, von wo aus es dann nicht mehr weit bis Herold ist. (Wer - wie ich - schmalbereift unterwegs ist, sollte auf dieser Strecke lieber die Straße nutzen und den Radweg meiden, denn der ist nicht nur holprig, sondern auch mit unangenehmem Split bedeckt. Eher was für die Fullys!)
Auf dem Rückweg sollte es dann mangels Tageslicht vor allem schnell gehen, und so entschied ich mich für den direkten Weg über Venusberg und Scharfenstein. Diese Strecke ist allerdings nicht zu verachten, die Anstiege nach Venusberg und aus Scharfenstein heraus ließen Kaffee und Kuchen im Magen nochmal ordentlich schwer werden.
Fazit: Diese Tour war definitiv eines der landschaftlichen Highlights des noch jungen Jahres. Knoten ins Taschentuch: Wenn ich mein Rad mal wieder mit im Erzgebirge habe, kann eine richtig lange Zschopau-Tour kein Fehler sein!
Rückfahrt: Herold - Venusberg - Scharfenstein - Großolbersdorf (insgesamt 48,9km, Ø 22,2km/h, Vmax 70,64km/h)
Wenn ich das Fahrrad schonmal mit in Sachsen habe, kann ich ja auch gleich noch ein wenig fahren, dachte ich mir - und startete zweirädrig zur in Herold anstehenden Familienfeier. Der direkte Weg wäre eine arg kurze Tour geworden, und so entschied ich mich für eine etwas längere Variante entlang der Zschopau.
Das Wetter war kaiserlich, am Himmel tanzten bei Sonnenschein und gefühlten 25 Grad ein paar Schäfchenwolken. Auch die Landschaft tat alles für eine wunderbare Radtour, die Sinne wurden mit Frühling geradezu überschwemmt. Einzig die teilweise lausig geflickten Straßen trübten das Vergnügen ein wenig.
Von Großolbersdorf gehts zunächst über die Felder bis Gehringswalde, wo ich erst einmal treudoof in die falsche Richtung abbog. Das bemerkte ich aber natürlich erst, als ich mich schon den gesamten Anstieg bis zum Ortsausgangsschild hinausgeschraubt hatte. Aber: Einmal gemachte Höhenmeter kann man auch wieder hinunterfahren, und so verbuchte der Fahrradcomputer auf dem Rückweg quasi nebenbei meine neue Jahreshöchstgeschwindigkeit von 70,64km/h. Noch mehr hätte in Anbetracht des Straßenzustands übrigens durchaus schiefgehen können.
In Wolkenstein jagte ich dann die Serpentinen zur Zschopau hinunter - Obacht, Gegenverkehr - und folgte dem Fluß dann über Hopfgarten und Scharfenstein nach Norden. Feinschmeckertip: Wer gutes Backwerk zu schätzen weiß, macht unterwegs beim Scharfensteiner Bäcker Haase halt (immer der Nase nach - oder einfach nach dem "Hoosbäck" fragen!).
Schließlich verließ ich das Zschopautal in Wilischthal und radelte parallel zu den teilweise noch vorhandenen Gleisen der Schmalspurtrasse Wilischthal-Thum in Richtung Gelenau, von wo aus es dann nicht mehr weit bis Herold ist. (Wer - wie ich - schmalbereift unterwegs ist, sollte auf dieser Strecke lieber die Straße nutzen und den Radweg meiden, denn der ist nicht nur holprig, sondern auch mit unangenehmem Split bedeckt. Eher was für die Fullys!)
Auf dem Rückweg sollte es dann mangels Tageslicht vor allem schnell gehen, und so entschied ich mich für den direkten Weg über Venusberg und Scharfenstein. Diese Strecke ist allerdings nicht zu verachten, die Anstiege nach Venusberg und aus Scharfenstein heraus ließen Kaffee und Kuchen im Magen nochmal ordentlich schwer werden.
Fazit: Diese Tour war definitiv eines der landschaftlichen Highlights des noch jungen Jahres. Knoten ins Taschentuch: Wenn ich mein Rad mal wieder mit im Erzgebirge habe, kann eine richtig lange Zschopau-Tour kein Fehler sein!
02./03.05.2008: 2. Chemnitzer 24-Stunden-Radeln
13x Talsperre Euba - Weißer Weg - Euba - Niederwiesa - Alte Bierstraße - Euba - Talsperre Euba (175,1km, Ø 18,86km/h, Vmax 61,82km/h)
Die Tage vor dem Start sah es nach richtig gutem Radelwetter aus, ein wenig bewölkt zwar, aber immer wieder zeigte die Sonne, daß sie es mit dem Frühling nun ernst meinte. Sämtlicher Optimismus schwand aber ein paar Stunden vor dem Start, als eine große (und äußerst ergiebige) Regenfront über das Chemnitzer Land hinwegzog. Innerlich schon auf eine Wasserschlacht eingestellt, trafen wir uns trotzdem an der Talsperre Euba, und siehe da, die Wolken verzogen sich - pünktlich zum vereinbarten Starttermin schien wieder die Sonne. So sollte es auch bleiben, und schon bald waren die Straßen wieder trocken.
Die Strecke für das 2008er 24-Stunden-Radeln wurde flacher und kürzer gewählt als im Vorjahr, um Motivation und Kondition hoch zu halten - natürlich mit dem Ziel verbesserter Gesamtkilometerzahlen. Von der Talsperre Euba aus führt die Route in Richtung Chemnitz zum Weißen Weg, dem sie bis zur Beutenbergstraße folgt. Diese führt rechts hinunter nach Euba, von wo aus es (weiterhin bergab) bis nach Niederwiesa geht. Vor dem Bahnhof fährt man rechts noch an einigen Häusern vorbei, und schon steht man vorm steilen Anstieg auf die Brücke über die Bundesstraße 173. An diesem Schlüsselpunkt der Strecke warteten die schon vom Vorjahr bekannten Rundenkärtchen auf die Teilnehmer - wer eins am Ziel abgibt, hat nicht abgekürzt.
Dann führt die Route übers Feld hinauf bis oberhalb von Euba, das es dann bis zurück zur Talsperre zu durchfahren galt.
Traditionell starteten alle Teilnehmer gemeinsam mit dem Begleitfahrzeug in die Einführungsrunde, auf der aus selbigem heraus zahllose Poserfotos geschossen wurden. Hey, wir wollen unseren Enkeln auch was zeigen können, wenn wir von unseren Heldentaten erzählen! ;)
Ab Runde zwei machte dann wieder jeder seins, wobei sich auch Grüppchen bildeten und wieder trennten. (Ich wartete noch auf ludi, der wie bereits im Vorjahr seinen obligatorischen Plattfuß hatte - diesmal aber nach dem Start und nicht schon vorher...)
Wir fuhren bis in die Nacht und fielen gegen ein Uhr zum Schlafen in die Autos. Alle? Nein, der Sylas fuhr wie im letzten Jahr die Nacht durch. In kurzen Hosen und Sandalen - ohne Socken! Der Rest des Starterfelds war sich einig: Der hat nicht Blut, sondern Hydrauliköl in den Adern!
Ich für meinen Teil war sehr froh, die dünnen und die gepolsterten Klamotten mitgenommen zu haben: Auf den doch recht kühlen abendlichen Runden machten meine Knie dank mehrlagiger Bekleidung überhaupt keine Probleme (im Gegensatz zu 2007). Zwiebeloptik olé, aber Hauptsache, es hält warm.
Der Schlaf im Auto war kurz und unruhig, und schon kurz vor sechs brachen wir wieder auf. Auf dieser ersten morgendlichen Runde wußte ich dann, wofür ich all die Strapazen auf mich nahm: Selten war ein Tagesanbruch so schön wie an diesem Tag und an diesem Ort. Der Morgentau ließ die Wiesen glitzern, die Vögel sangen, es wurde angenehm warm - so etwas muß man einfach erlebt haben.
Ich verließ das Grüppchen und startete zu einigen Solo-Runden, in denen ich mich aber nach und nach verbrauchte; vor allem der Anstieg aus Niederwiesa heraus zwickte gehörig in den Waden. Irgenwann waren meine Reserven dann am Ende, ich hatte schlicht zu wenig gegessen und getrunken. Nach einer längeren Pause auf der Strecke geleitete der ludi mich dann noch bis zum Start-/Ziel-Punkt, wo ich mich mit reichlich Cola (danke Sylas) und Nudelsalat (danke Damaris) zwar ordentlich wiederherstellen konnte, dann aber beschloß, es mit den bis dahin geradelten 175 Kilometern gut sein zu lassen. Schließlich wollte ich ja auch noch etwas vom Rest des mit dem 24-Stunden-Radeln gerade erst begonnenen Urlaubs haben.
Im Kreise der Zuschauer und Auch-nicht-mehr-Radelnden klang das 2. Chemnitzer 24-Stunden-Radeln dann entspannt aus, und während ein paar Verwegene noch ihre letzten Runden drehten, reifte schon der Plan für die nächste Herausforderung. Mehr dazu, wenn es soweit ist ;)
Fazit: Obwohl ich der Vernunft den Vorrang gab und damit mein eigentliches Ziel von 200 Kilometern nicht erreichte, bin ich sehr zufrieden. Ein großer Spaß war es allemal, und ich habe endlich meine Chemnitzer wiedergesehen, mit ihnen geschwatzt, gelacht und tolle Radelmeter gemacht. Und das war mir eigentlich das Wichtigste.
Die Tage vor dem Start sah es nach richtig gutem Radelwetter aus, ein wenig bewölkt zwar, aber immer wieder zeigte die Sonne, daß sie es mit dem Frühling nun ernst meinte. Sämtlicher Optimismus schwand aber ein paar Stunden vor dem Start, als eine große (und äußerst ergiebige) Regenfront über das Chemnitzer Land hinwegzog. Innerlich schon auf eine Wasserschlacht eingestellt, trafen wir uns trotzdem an der Talsperre Euba, und siehe da, die Wolken verzogen sich - pünktlich zum vereinbarten Starttermin schien wieder die Sonne. So sollte es auch bleiben, und schon bald waren die Straßen wieder trocken.
Die Strecke für das 2008er 24-Stunden-Radeln wurde flacher und kürzer gewählt als im Vorjahr, um Motivation und Kondition hoch zu halten - natürlich mit dem Ziel verbesserter Gesamtkilometerzahlen. Von der Talsperre Euba aus führt die Route in Richtung Chemnitz zum Weißen Weg, dem sie bis zur Beutenbergstraße folgt. Diese führt rechts hinunter nach Euba, von wo aus es (weiterhin bergab) bis nach Niederwiesa geht. Vor dem Bahnhof fährt man rechts noch an einigen Häusern vorbei, und schon steht man vorm steilen Anstieg auf die Brücke über die Bundesstraße 173. An diesem Schlüsselpunkt der Strecke warteten die schon vom Vorjahr bekannten Rundenkärtchen auf die Teilnehmer - wer eins am Ziel abgibt, hat nicht abgekürzt.
Dann führt die Route übers Feld hinauf bis oberhalb von Euba, das es dann bis zurück zur Talsperre zu durchfahren galt.
Traditionell starteten alle Teilnehmer gemeinsam mit dem Begleitfahrzeug in die Einführungsrunde, auf der aus selbigem heraus zahllose Poserfotos geschossen wurden. Hey, wir wollen unseren Enkeln auch was zeigen können, wenn wir von unseren Heldentaten erzählen! ;)
Ab Runde zwei machte dann wieder jeder seins, wobei sich auch Grüppchen bildeten und wieder trennten. (Ich wartete noch auf ludi, der wie bereits im Vorjahr seinen obligatorischen Plattfuß hatte - diesmal aber nach dem Start und nicht schon vorher...)
Wir fuhren bis in die Nacht und fielen gegen ein Uhr zum Schlafen in die Autos. Alle? Nein, der Sylas fuhr wie im letzten Jahr die Nacht durch. In kurzen Hosen und Sandalen - ohne Socken! Der Rest des Starterfelds war sich einig: Der hat nicht Blut, sondern Hydrauliköl in den Adern!
Ich für meinen Teil war sehr froh, die dünnen und die gepolsterten Klamotten mitgenommen zu haben: Auf den doch recht kühlen abendlichen Runden machten meine Knie dank mehrlagiger Bekleidung überhaupt keine Probleme (im Gegensatz zu 2007). Zwiebeloptik olé, aber Hauptsache, es hält warm.
Der Schlaf im Auto war kurz und unruhig, und schon kurz vor sechs brachen wir wieder auf. Auf dieser ersten morgendlichen Runde wußte ich dann, wofür ich all die Strapazen auf mich nahm: Selten war ein Tagesanbruch so schön wie an diesem Tag und an diesem Ort. Der Morgentau ließ die Wiesen glitzern, die Vögel sangen, es wurde angenehm warm - so etwas muß man einfach erlebt haben.
Ich verließ das Grüppchen und startete zu einigen Solo-Runden, in denen ich mich aber nach und nach verbrauchte; vor allem der Anstieg aus Niederwiesa heraus zwickte gehörig in den Waden. Irgenwann waren meine Reserven dann am Ende, ich hatte schlicht zu wenig gegessen und getrunken. Nach einer längeren Pause auf der Strecke geleitete der ludi mich dann noch bis zum Start-/Ziel-Punkt, wo ich mich mit reichlich Cola (danke Sylas) und Nudelsalat (danke Damaris) zwar ordentlich wiederherstellen konnte, dann aber beschloß, es mit den bis dahin geradelten 175 Kilometern gut sein zu lassen. Schließlich wollte ich ja auch noch etwas vom Rest des mit dem 24-Stunden-Radeln gerade erst begonnenen Urlaubs haben.
Im Kreise der Zuschauer und Auch-nicht-mehr-Radelnden klang das 2. Chemnitzer 24-Stunden-Radeln dann entspannt aus, und während ein paar Verwegene noch ihre letzten Runden drehten, reifte schon der Plan für die nächste Herausforderung. Mehr dazu, wenn es soweit ist ;)
Fazit: Obwohl ich der Vernunft den Vorrang gab und damit mein eigentliches Ziel von 200 Kilometern nicht erreichte, bin ich sehr zufrieden. Ein großer Spaß war es allemal, und ich habe endlich meine Chemnitzer wiedergesehen, mit ihnen geschwatzt, gelacht und tolle Radelmeter gemacht. Und das war mir eigentlich das Wichtigste.
27.04.2008: Entdecke die Gelassenheit
BO-Werne - Witten - Kemnader See - Umrundung desselben - BO-Werne (31,3km, Ø 17,4km/h)
Weil das Wetter großartig war und Frauchen deswegen lieber draußen radeln statt in der Halle klettern wollte, starteten wir gemeinsam in Richtung Witten. Ihr Trainingsstand verhieß grundlegend
langsameres Tempo als bei den Solo-Touren, aber langsamer heißt ja nicht zwangsläufig schlechter: Die Runde über Witten bin ich allein schon einmal gefahren, hatte aufgrund der Hatz nach dem Schnitt aber so einiges am Wegrand einfach nicht wahrgenommen. So wars dann auch wirklich spannend, den Blick nach links und rechts schweifen zu lassen - in Witten genauso wie dann später an der Ruhr auf dem Weg zum Kemnader See.
Diesen umrundeten wir dann auch noch, kämpften uns durch schiere Massen von Skatern, Joggern und Walkern (ein ganz normaler Sonntag am Kemnader See...) und fuhren auf der Standardstrecke nachhause.
Weil das Wetter großartig war und Frauchen deswegen lieber draußen radeln statt in der Halle klettern wollte, starteten wir gemeinsam in Richtung Witten. Ihr Trainingsstand verhieß grundlegend
langsameres Tempo als bei den Solo-Touren, aber langsamer heißt ja nicht zwangsläufig schlechter: Die Runde über Witten bin ich allein schon einmal gefahren, hatte aufgrund der Hatz nach dem Schnitt aber so einiges am Wegrand einfach nicht wahrgenommen. So wars dann auch wirklich spannend, den Blick nach links und rechts schweifen zu lassen - in Witten genauso wie dann später an der Ruhr auf dem Weg zum Kemnader See.
Diesen umrundeten wir dann auch noch, kämpften uns durch schiere Massen von Skatern, Joggern und Walkern (ein ganz normaler Sonntag am Kemnader See...) und fuhren auf der Standardstrecke nachhause.
23.04.2008: Fixe Runde
Bochum: Werne - um den Kemnader See - Werne (25,9km, Ø 28,7km/h)
Nix Spektakuläres diesmal, einfach nur die gewohnte Trainingsrunde um den See. Okay, ich hatte Ambitionen, den dreißiger Schnitt anzugehen, aber die Kraft in den Waden reicht einfach noch nicht für dauerhaftes Fahren mit Maximalübersetzung. Deswegen blieb der Schnitt deutlich unter dreißig, aber da geht noch was. Das Jahr ist ja schließlich noch jung.
Auf jeden Fall sollte das Wetterchen noch Erwähnung finden: Sonnenschein bei realen 18, aber gefühlten 22 Grad ist bisher alles andere als die Regel gewesen. Vielleicht gehts ja nun doch mal los mit Frühling - nur den Bäumen fehlt noch ein wenig Farbe.
Nix Spektakuläres diesmal, einfach nur die gewohnte Trainingsrunde um den See. Okay, ich hatte Ambitionen, den dreißiger Schnitt anzugehen, aber die Kraft in den Waden reicht einfach noch nicht für dauerhaftes Fahren mit Maximalübersetzung. Deswegen blieb der Schnitt deutlich unter dreißig, aber da geht noch was. Das Jahr ist ja schließlich noch jung.
Auf jeden Fall sollte das Wetterchen noch Erwähnung finden: Sonnenschein bei realen 18, aber gefühlten 22 Grad ist bisher alles andere als die Regel gewesen. Vielleicht gehts ja nun doch mal los mit Frühling - nur den Bäumen fehlt noch ein wenig Farbe.
16.04.2008: Ruhrtalgeradel
Bochum - Witten - Hohenstein - Kemnader See - Bochum (29,0km, Ø 24,5km/h)
Gegen Feierabend sah es nach richtig gutem Radelwetter aus. Ein ortskundiger Kollege empfahl mir den Hohenstein in Witten, ein Rat, den ich (sowieso permanent auf der Suche nach neuen Touren) dankend annahm.
Der Hohenstein macht seinem Namen nicht die ganz große Ehre - ein knackiger Anstieg ists aber allemal. Und wenn man oben ist, kann man herrlich übers Ruhrtal blicken und ein bißchen die Seele baumeln lassen - es gibt einige schöne Plätzchen da oben. Leider sah ich eine dunkle Wolkenwand auf mich zuziehen, und so beschloß ich, meine baumelnde Seele ganz fix wieder einzupacken und die Fahrt fortzusetzen. Auf dem Rückweg an die Ruhr hinunter beließ ich es dann bei etwas über 65km/h - diese Straße ist wirklich nicht für Vmax-Versuche zu empfehlen.
Ich folgte der Ruhr nach Westen bis zum Kemnader See - viele Abschnitte dieser Strecke erinnerten mich sehr ans Zschopautal. Dieses Stück Weg möchte ich unbedingt noch einmal unter die Räder nehmen, wenn wirklich alles grün ist.
Vom Kemnader See aus wars dann nur noch die Standardroute nachhause; das Wadenzwicken auf den letzten Kilometern mahnte nochmal eindringlich zu mehr Training.
Fazit: Es reift der Plan, der Ruhr etwas weiter nach Osten zu folgen - die ersten Kilometer sind auf jeden Fall schonmal wirklich hübsch.
Gegen Feierabend sah es nach richtig gutem Radelwetter aus. Ein ortskundiger Kollege empfahl mir den Hohenstein in Witten, ein Rat, den ich (sowieso permanent auf der Suche nach neuen Touren) dankend annahm.
Der Hohenstein macht seinem Namen nicht die ganz große Ehre - ein knackiger Anstieg ists aber allemal. Und wenn man oben ist, kann man herrlich übers Ruhrtal blicken und ein bißchen die Seele baumeln lassen - es gibt einige schöne Plätzchen da oben. Leider sah ich eine dunkle Wolkenwand auf mich zuziehen, und so beschloß ich, meine baumelnde Seele ganz fix wieder einzupacken und die Fahrt fortzusetzen. Auf dem Rückweg an die Ruhr hinunter beließ ich es dann bei etwas über 65km/h - diese Straße ist wirklich nicht für Vmax-Versuche zu empfehlen.
Ich folgte der Ruhr nach Westen bis zum Kemnader See - viele Abschnitte dieser Strecke erinnerten mich sehr ans Zschopautal. Dieses Stück Weg möchte ich unbedingt noch einmal unter die Räder nehmen, wenn wirklich alles grün ist.
Vom Kemnader See aus wars dann nur noch die Standardroute nachhause; das Wadenzwicken auf den letzten Kilometern mahnte nochmal eindringlich zu mehr Training.
Fazit: Es reift der Plan, der Ruhr etwas weiter nach Osten zu folgen - die ersten Kilometer sind auf jeden Fall schonmal wirklich hübsch.
12.04.2008: Neue Pfade
BO: Werne - Gerthe - Hiltrop - Grumme - Hofstede - Hamme - Zentrum - Altenbochum - Werne (34,3km, Ø 23,3km/h)
Das Radwegnetz Nordrhein-Westfalens ist nicht zu verachten; es enthält unter anderem einige Themenrouten wie die Route der Industriekultur. Die führt auf ihrem Weg auch durch den Norden Bochums und ist für Fahrradfahrer und Freunde alter Industrie- und Bahnanlagen gleichermaßen interessant.
Der Weg zu dieser Route ist eigentlich recht fix gemacht - ich hab dabei gestaunt, wie dicht hier Industriegebiete, Wohnviertel und ländliche Gegenden beieinander liegen.
Die Route der Industriekultur ist hervorragend ausgeschildert (ich habe nur ein einziges Mal den Abzweig verpaßt; da werd ich aber einfach den Wegweiser übersehen haben), das Geläuf ist meist in ausgezeichnetem Zustand. Angenehm finde ich, daß man die meiste Zeit in idyllischen Bachauen, Wäldchen und Parks unterwegs ist - wenn es irgendwann mal richtig Frühling und alles grün ist, wird das sicher ein Fest für die Sinne. Das einzige, was ein bißchen stört, sind die einbetonierten Bachläufe - die wollen irgendwie nicht so richtig in die Umgebung passen.
Ganz nebenbei hätte ich übrigens fast ein Kaninchen plattgemacht, was knapp vor mir den Weg querte...
In Hordel, am nordwestlichsten Zipfel meiner heutigen Route, liegt das Industriemuseum "Zeche Hannover". Hier sieht man als Zugereister recht deutlich, wie das Herz des Potts früher schlug - ein späterer Besuch ohne Fahrrad kann fürs Lokalverständnis sicher ganz hilfreich sein.
Dann verließ ich die Route der Industriekultur und machte mich auf den Weg zurück in Richtung Innenstadt, vorbei an der Jahrhunderthalle. Dieses Monstrum ist durchaus beeindruckend, schon durch seine Architektur, vor allem aber durch des Areals schiere Größe. Auch hier lohnt es sich sicher, noch einmal ohne Fahrrad, aber mit etwas mehr Zeit vorbeizukommen (und mal zu schauen, ob die Jahrhunderthalle dann immer noch zu "Dynamo-Zone West" gehört...).
Der Rest der Tour über die Wittener Straße und den Werner Hellweg war dann nur noch sportliches Nachhausekommen im Gewühl der Autos.
Fazit: Es lohnt sich durchaus, nach neuen Wegen zu suchen. Man lernt ja nie aus, und eine schöne Radtour wars allemal. Das nächste Mal verlängere ich die Runde von der Zeche Hannover aber noch ein Stück bis Gelsenkirchen - einfach, um auch dort mal mit dem Rad gewesen zu sein. Merke: "Die beste Currywurst jibt dat immer noch auf Schalke."
Das Radwegnetz Nordrhein-Westfalens ist nicht zu verachten; es enthält unter anderem einige Themenrouten wie die Route der Industriekultur. Die führt auf ihrem Weg auch durch den Norden Bochums und ist für Fahrradfahrer und Freunde alter Industrie- und Bahnanlagen gleichermaßen interessant.
Der Weg zu dieser Route ist eigentlich recht fix gemacht - ich hab dabei gestaunt, wie dicht hier Industriegebiete, Wohnviertel und ländliche Gegenden beieinander liegen.
Die Route der Industriekultur ist hervorragend ausgeschildert (ich habe nur ein einziges Mal den Abzweig verpaßt; da werd ich aber einfach den Wegweiser übersehen haben), das Geläuf ist meist in ausgezeichnetem Zustand. Angenehm finde ich, daß man die meiste Zeit in idyllischen Bachauen, Wäldchen und Parks unterwegs ist - wenn es irgendwann mal richtig Frühling und alles grün ist, wird das sicher ein Fest für die Sinne. Das einzige, was ein bißchen stört, sind die einbetonierten Bachläufe - die wollen irgendwie nicht so richtig in die Umgebung passen.
Ganz nebenbei hätte ich übrigens fast ein Kaninchen plattgemacht, was knapp vor mir den Weg querte...
In Hordel, am nordwestlichsten Zipfel meiner heutigen Route, liegt das Industriemuseum "Zeche Hannover". Hier sieht man als Zugereister recht deutlich, wie das Herz des Potts früher schlug - ein späterer Besuch ohne Fahrrad kann fürs Lokalverständnis sicher ganz hilfreich sein.
Dann verließ ich die Route der Industriekultur und machte mich auf den Weg zurück in Richtung Innenstadt, vorbei an der Jahrhunderthalle. Dieses Monstrum ist durchaus beeindruckend, schon durch seine Architektur, vor allem aber durch des Areals schiere Größe. Auch hier lohnt es sich sicher, noch einmal ohne Fahrrad, aber mit etwas mehr Zeit vorbeizukommen (und mal zu schauen, ob die Jahrhunderthalle dann immer noch zu "Dynamo-Zone West" gehört...).
Der Rest der Tour über die Wittener Straße und den Werner Hellweg war dann nur noch sportliches Nachhausekommen im Gewühl der Autos.
Fazit: Es lohnt sich durchaus, nach neuen Wegen zu suchen. Man lernt ja nie aus, und eine schöne Radtour wars allemal. Das nächste Mal verlängere ich die Runde von der Zeche Hannover aber noch ein Stück bis Gelsenkirchen - einfach, um auch dort mal mit dem Rad gewesen zu sein. Merke: "Die beste Currywurst jibt dat immer noch auf Schalke."
07.04.2008: Einfach immer der Nase nach
BO-Werne - Witten - Kemnader See - BO-Stiepel - BO-Querenburg - BO-Zentrum - BO-Werne (38,2km, Ø 23,6km/h)
Weil der Weg um den Kemnader See inzwischen Routine ist und ich mal was anderes sehen wollte, verließ ich den See-Rundweg am südwestlichen Ende und hielt auf Stiepel zu. Das ist einer der feineren Bochumer Stadtteile und wirklich hübsch anzusehen mit seinen Fachwerkhäusern, Gärten und Villen.
Dann wieder hinunter in die Ruhrauen, um von dort aus den Stich ans andere Ende von Stiepel anzugehen. Dann folgte ich der Königsallee in Richtung Innenstadt, bog aber gen Osten ab und erreichte die Universitätsstraße. Auf der hätte ich faktisch bis nachhause fahren können, verließ sie aber schnell wieder: Auf dieser Quasi-Autobahn macht Radfahren wirklich keinen Spaß mehr. Allerdings ist sie nicht als Kraftfahrstraße ausgezeichnet, man darf also mit dem Rad drauf. Ob man es auch will...also bog ich ab und vergurkte mich herrlich zwischen grauen Wohnsilos (und jetzt sage mal noch einer, sowas gäbe es nur im Osten). Mit dem Ergebnis, daß ich letztenendes eine 180-Grad-Drehung nach Westen machte und irgendwann (in der falschen Richtung) wieder an der Universitätsstraße rauskam. Ahnungs- und ein wenig orientierungslos blieb ich auf selbiger, denn jetzt gabs wenigstens einen Radweg, und kam am Hauptbahnhof raus. Ab da wußte ich wieder, wo ich war, und folgte der Wittener Straße in Richtung Heimat.
Fazit: Mit ein wenig mehr Ortskenntnis hätte ich locker 10 Kilometer sparen können. So hab ich aber etwas mehr für die Waden gemacht, viele neue Ecken in Bochum gesehen - und weiß auch, wo ich nicht mehr radeln werde. Lerneffekt nennt man das, glaube ich.
Weil der Weg um den Kemnader See inzwischen Routine ist und ich mal was anderes sehen wollte, verließ ich den See-Rundweg am südwestlichen Ende und hielt auf Stiepel zu. Das ist einer der feineren Bochumer Stadtteile und wirklich hübsch anzusehen mit seinen Fachwerkhäusern, Gärten und Villen.
Dann wieder hinunter in die Ruhrauen, um von dort aus den Stich ans andere Ende von Stiepel anzugehen. Dann folgte ich der Königsallee in Richtung Innenstadt, bog aber gen Osten ab und erreichte die Universitätsstraße. Auf der hätte ich faktisch bis nachhause fahren können, verließ sie aber schnell wieder: Auf dieser Quasi-Autobahn macht Radfahren wirklich keinen Spaß mehr. Allerdings ist sie nicht als Kraftfahrstraße ausgezeichnet, man darf also mit dem Rad drauf. Ob man es auch will...also bog ich ab und vergurkte mich herrlich zwischen grauen Wohnsilos (und jetzt sage mal noch einer, sowas gäbe es nur im Osten). Mit dem Ergebnis, daß ich letztenendes eine 180-Grad-Drehung nach Westen machte und irgendwann (in der falschen Richtung) wieder an der Universitätsstraße rauskam. Ahnungs- und ein wenig orientierungslos blieb ich auf selbiger, denn jetzt gabs wenigstens einen Radweg, und kam am Hauptbahnhof raus. Ab da wußte ich wieder, wo ich war, und folgte der Wittener Straße in Richtung Heimat.
Fazit: Mit ein wenig mehr Ortskenntnis hätte ich locker 10 Kilometer sparen können. So hab ich aber etwas mehr für die Waden gemacht, viele neue Ecken in Bochum gesehen - und weiß auch, wo ich nicht mehr radeln werde. Lerneffekt nennt man das, glaube ich.
31.03.2008: Jetzt aber los!
BO-Werne - Witten - Kemnader See - Umrundung desselben - BO-Werne (27,3km, Ø 24,0km/h)
Termine, Besuche, Reisen, Dreckswetter: Bisher ließ das Jahr einfach keinen Meter Asphalt unter meine Reifen. Heute aber gabs mal keine Ablenkungen, auch das Wetterchen konnte sich mit fluffig bewölkten dreizehn Grad sehen lassen. Also ab auf die Standardrunde um den Kemnader See, wo alles schon anfängt, grün zu werden. Man kann die bevorstehende Pracht des Frühlings förmlich riechen, es ist einfach herrlich.
Sportlich war es die berühmte "same procedure as last year" - Training tut anfangs immer arg not. Dafür, daß ich fünf Monate lang keinen Sattel unterm Hintern hatte, bin ich mit dem Schnitt aber durchaus zufrieden. Apropos Hintern: Aua.
Gesamtkilometer auf dem Velocomp zum Beginn der ersten Tour des Jahres: 1701.
Termine, Besuche, Reisen, Dreckswetter: Bisher ließ das Jahr einfach keinen Meter Asphalt unter meine Reifen. Heute aber gabs mal keine Ablenkungen, auch das Wetterchen konnte sich mit fluffig bewölkten dreizehn Grad sehen lassen. Also ab auf die Standardrunde um den Kemnader See, wo alles schon anfängt, grün zu werden. Man kann die bevorstehende Pracht des Frühlings förmlich riechen, es ist einfach herrlich.
Sportlich war es die berühmte "same procedure as last year" - Training tut anfangs immer arg not. Dafür, daß ich fünf Monate lang keinen Sattel unterm Hintern hatte, bin ich mit dem Schnitt aber durchaus zufrieden. Apropos Hintern: Aua.
Gesamtkilometer auf dem Velocomp zum Beginn der ersten Tour des Jahres: 1701.
Lade Tweets...