15.10.2007: Arbeitsrunde

Bochum: Werne - Innenstadt - Harpen - Werne (16,6km, Ø 26,6km/h)

Bild "tour2007-10-15_1.jpg"Gar heftig knapp ist die Zeit, die zum Radeln bleibt - und wenn dann doch ein paar Stündchen vakant sind, spielt der Wettermann nicht mit. Diesmal aber klappte es mal wieder, und damit die Runde um den Kemnader See nicht zum drögen Alltagsgeschäft verkommt, brach ich in Richtung Innenstadt auf.

Bild "tour2007-10-15_2.jpg"Im Großen und Ganzen kam eine sehr unspektakuläre Fahrt heraus: Gegen einen wirklich guten Schnitt wehrten sich Kondition und Ampelschaltungen, und so richtig Spaß machen wollte es im Feierabendgewühl auch nicht. Abgehakt als Arbeitsrunde, der Waden wegen. Monatsweise mal ein paar Kilometerchen kann man nicht mehr als Training bezeichnen...
Allein der Ortskenntnis war es sehr zuträglich, weil ich an allen Ecken irgendwann schon einmal war, die einzelnen Punkte geographisch bisher aber nicht sicher verknüpfen konnte. Auf dem Rad erschließen sich die Zusammenhänge der örtlichen Gegebenheiten einfach besser.

Fazit: Ich brauche unbedingt ortskundige Mitradler. Permanent auf die Karte schauen ist doof, und die Streckenlänge läßt sich ohne Ortskenntnisse auch nicht richtig einschätzen.

22.09.2007: Solo brachiale

Bochum - Kemnader See - Hattingen - Essen - Baldeneysee - Umrundung desselben - Essen - Hattingen - Kemnader See - Bochum (99,7km, Ø 25,2km/h)

Bild "tour2007-09-22_1.jpg"Der Samstag brachte Kaiserwetter: 25 Grad und nicht eine Wolke am Himmel! Und im Hinterkopf seit Tagen die fixe Idee, den Baldeneysee zu umrunden. Werden schon nicht mehr als 80 Kilometer sein...
Also wie gewohnt zum Kemnader See, von dort aus dann aber weiter den Ruhrtalradweg entlang nach Westen. Die Radrouten sind bestens asphaltiert, nur selten kommt mal ein etwas zu schmales oder holpriges Stück dazwischen. Spannend: Teilweise führt der Radweg auf einer ehemaligen Kohle-Trasse der Deutschen Bahn entlang, weshalb man auch manchmal das Vergnügen hat, auf alten Stahlfachwerkbrücken zu radeln (siehe Foto unten).
Wer dem Radweg folgt, bekommt nichts vom "Moloch Ruhrpott" mit - es geht durch Ruhrauen und Wälder, nur ab und zu spannt sich eine größere Brücke übers Tal. Die diversen alten Schachteingänge und Bergwerkstürme abseits des Weges stören nicht, im Gegenteil: Die Industriekultur gehört nunmal zum Ruhrgebiet.

Bild "tour2007-09-22_3.jpg"Der Baldeneysee ist sehr hübsch, viele Segler, Skater, Radler und Läufer nutzten das herrliche Wetter, um ihre Künste zu beweisen. Abseits der zahlreichen Jachtclubs ist das Seeufer wirklich idyllisch, einige launig benannte Lokalitäten laden zum Verweilen ein.
Dafür hatte ich aber keine Zeit, ich folgte der "Kaiserroute" Ruhrtalradweg bis zum riesigen Wehr am Abfluß des Baldeneysees. Hier wird übrigens nicht nur der Wasserstand reguliert, sondern auch noch Strom produziert.
Nach der Rückfahrt auf der anderen Seite des Sees erreichte ich wieder den Ruhrtalradweg und fuhr, was die Beine noch hergaben, zurück in Richtung Bochum.

Bild "tour2007-09-22_2.jpg"Touristisches Fazit: Eine wunderschöne Runde, die es eigentlich verdient hätte, sie mit etwas mehr Ruhe zu genießen. Es gibt sicher viel mehr links und rechts zu sehen, als ich in meiner Hatz wahrnehmen konnte.
Sportliches Fazit: Ab Kilometer 70 wurde aus Spaß Sport, bei Kilometer 80 meldete sich das rechte Knie das erste (aber leider nicht das letzte) Mal, und alles nach Kilometer 90 wurde zum Kampf gegen Knieschmerzen, Krämpfe und das Fallen des Schnitts unter 25km/h.
Persönliches Fazit: So ein Ritt muß nicht jeden Tag sein - Leistungsgrenze, ick hör dia trapsen! Bin ja auch ziemlich aus dem Training...allerdings könnte bedeutend mehr Strecke gehen, wenn ich nur nicht immer so auf den Schnitt schielen würde! ;)

19.09.2007: Heimatkunde

BO-Werne - BO-Langendreer - Witten - Kemnader See - Umrundung desselben - BO-Langendreer - BO-Werne (25,8km, Ø 26,5km/h)

Bild "tour2007-09-19_1.jpg"Nach Wochen der Abstinenz schrie der Tag geradezu nach einem Ründchen. Das Wetter paßte, die Laune auch, also ab aufs Rad und die bekannten Wege zum Kemnader See solo und deswegen ein wenig flotter angegangen - neue Routen zu erforschen, wäre zwar auch eine Option gewesen, die allerdings gewaltig auf den Schnitt gedrückt hätte.
Zunächst geht es durch die Vorort-Wohngebiete von Werne und Langendreer, aber nach der Überquerung der A44 ist man schlagartig auf dem Land: Felder, Pferdekoppeln und malerische Wäldchen prägen das Bild. Wenn man in Witten-Heven dann noch die A43 überquert hat, erreicht man die nordörstliche Spitze des Kemnader Sees, von wo aus der feinst asphaltierte (und konsequent in Rad- und Fußweg geteilte) Rundweg um den See beginnt.
Am gegenüberliegenden Ende des Sees überquert man dann auf dem Wehr den Abfluß (Foto: Blick vom Wehr über den Kemnader See), um auf der Südostseite die Runde zurück nach Witten-Heven zu komplettieren. Allerdings, und das ist mein Knoten im Taschentuch für das nächste geeignete Wochenende, kann man vom Wehr aus auch wunderbar dem Ruhrtalradweg in westlicher Richtung zum Baldeneysee, nach Essen oder noch weiter folgen.
Bild "tour2007-09-19_2.jpg"Diesmal aber ließ ich mich vom Wind im Rücken und von Faithless im Ohr heimwärts treiben und hatte das seltene Vergnügen, einen Fasan in freier Wildbahn zu Gesicht zu bekommen. Um ehrlich zu sein: Ich hätte ihn fast überfahren - aber ich bremse ja auch für Tiere ;)
Es sah nach einem gemütlichen Ausklang der Tour aus, aber der Kollege auf dem Trekkingrad forderte mich dann doch noch einmal sportlich heraus - vielen Dank für die dann folgenden, verdammt flotten Windschattenmeter!

Als Leckerchen gibts die Route zum Anschauen bei Google Maps, damit sich jeder auch mal ein Bild machen kann, in welcher feinen Umgebung ich radeln darf. Allerdings sollte beim Betrachten klar sein, daß ich natürlich nicht auf der Autobahn gefahren bin (obwohl der Radweg am Zufluß des Kemnader Sees tatsächlich unter der Autobahnbrücke "hängt", siehe Foto). Außerdem führt der Rundweg um den See direkt am Ufer entlang - Google Maps kennt eben keine Radwege ;)

23.08.2007: Tag am See

Bochum: Werne - Witten - Kemnader See - Umrundung desselben - Querenburg - Werne (25,2km, Ø 17,9km/h)

Bild "tour2007-08-23.jpg"Nach endlosen Regentagen ließ sich endlich auch mal wieder die Sonne blicken. Das muß genutzt werden! Also ab aufs Rad und mit der Frau erneut die Tour zum Kemnader See angegangen. Diesmal konnten wir uns mit zumindest schon rudimentärer Ortskenntnis ganz aufs Radeln konzentrieren und mußten nicht mehr aller zweihundert Meter anhalten und auf die Karte schauen.
Schön ists am Kemnader See! So schön, daß wir uns entschlossen, ihn komplett zu umrunden. An der Schautafel neben dem wirklich ausgezeichneten Radweg kann man lesen, daß der Kemnader See eine von mehreren künstlichen Stauungen der Ruhr ist, die Ende der siebziger Jahre zum Zwecke der Naherholung angelegt wurden.
Natürlich ist der See aber hübscher, wenn die Ruhr nicht gerade Hochwasser führt. Diesmal aber haben die Regenmassen der vergangenen Tage das eigentlich gemächliche Flüßchen heftig anschwellen lassen, was auch im See selbst für ungewöhnlich starke Strömung sorgte. Den gemütlichen Gondelausflug verschoben wir also. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben...
Radeltechnisch hat das Bochumer Umland nichts spektakuläres zu bieten, Wadenkiller wie die Augustusburg sucht man hier vergebens. Das nächste "echte" (Mittel-) Gebirge ist das Sauerland, aber auch das ist wenigstens eine Tagesetappe entfernt. Na gut, dann verlegen wir uns eben von Höhen- auf Längenmeter ;)

Fazit: Mitten in der Stadt und doch nur ein paar Pedaldrehungen bis ins Grüne - scheen is.

12.08.2007: Erste Meter in Bochum

Bochum: Werne - Langendreer - Querenburg - Kleinherbede - Kemnader See - Rückfahrt vorbei am Ümminger See (18,0km, Ø 15,8km/h)

Bild "tour2007-08-12.jpg" Kaum, daß ich mich in Chemnitz halbwegs auskannte, muß ich nun ein neues Revier erradeln. Im Großen und Ganzen ists aber wie in Chemnitz: Die Radwege sind bis auf Ausnahmen recht ordentlich, die Beschilderungen sind zum Glück ein wenig auffälliger. Trotzdem war die Runde eher kein Radeln im klassischen Sinn, sondern viel mehr ein Entdecken und Hoffentlichnichtverfahren. Vielleicht finden sich ja ein paar Bochumer Veloaktivisten, die die wirklich guten Routen kennen. Radfahren macht nämlich nur bedingt Spaß, wenn man permanent anhalten und die Karte studieren muß.
Auch landschaftlich ist der Unterschied zwischen Chemnitz und Bochum nicht groß: Aus dem urbanen Gewusel heraus kommt man ratzfatz ins Grüne, Wälder, Felder und Seen scheint es auch hier reichlich zu geben.
Anders als in Chemnitz wird hier aber vor den Gefahren gewarnt, die von kleinen Wassergräben ausgehen. Arbeitsschutz geht schließlich alle an! ;)

Fazit: Es gibt viel zu entdecken - packen wirs an!

11.07.2007: Anderthalb Gigameter Megameter

Chemnitz: Innenstadt - Wüstenbrand - Totenstein - Rabenstein - Röhrsdorf - Borna - Chemnitztal - Kohlung - Hilbersdorf - Innenstadt (44,0km, Ø 24,4km/h)

Bild "tour2007-07-11_1.jpg" Auf dem Velocomp standen exakt 1.461 Kilometer für dieses Jahr, als ich voller Vorfreude startete. Wird sich doch sorgenfrei machen lassen, mal 40 Kilometer am Abend zu fahren. Aber wie es so schön heißt: Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. So richtig spaßig wars nämlich nicht, gegen den Wind in Richtung Westen zu kurbeln. Als ich dann aber in Wüstenbrand bei der Anfahrt auf den Totenstein peu à peu die Richtung wechselte, ging es wieder verdammt gut voran - die Waden haben bei der Dresden-Tour ordentlich zugelegt.

Bild "tour2007-07-11_2.jpg"Über Rabenstein und Röhrsdorf führte die Runde zum Chemnitz-Center, wo der Nordradweg dann in Richtung Borna weitergeht. Diese Strecke kann man im feuchten Zustand aber höchstens den grobstollig reisenden Kollegen zumuten, auf Straßenreifen ist das nur ein Eiertanz. Ganz abgesehen von dem Schnodder, der ans Rad räudet!
Auch auf den wenigen Metern zwischen Wald und Autobahnbrücke in Kohlung dürfte für Schmalbereifte kaum Freude aufkommen, dort haben Baumaschinen den Weg so richtig schön verschlammt.
Aber genug gemeckert, in Ebersdorf war es dann soweit: Die 1.500 waren voll. Anderthalb Gigameter Megameter in exakt vier Monaten, damit bin ich sehr zufrieden.

Fazit: Radeltechnisch hab ich meine Ziele für 2007 alle erreicht. Naja, dafür darf ich jetzt erstmal das Rad entkeimen... ;)

Nachtrag 12.07.2007: Dank geht an André und Julius, die mich darauf hinwiesen, daß der nächste SI-Präfix nach "Kilo" nicht "Giga", sondern erstmal "Mega" ist. Schullijung!

08.07.2007: Chemnitz - Dresden - Chemnitz, Tag 3
Oh du schönes Mittelsachsen

Heidenau - Dresden - Tharandt - Hartha - Freiberg - Oederan - Chemnitz (84,9km, Ø 21,9km/h)

Bild "tour2007-07-08_1.jpg"Der André meinte, daß ich auf dem Rückweg nach Chemnitz mal nicht nur Bundesstraße fahren solle, und empfahl mir die Strecke über Tharandt. Er muß es wissen, ist er doch dort selbst schonmal nach Chemnitz geradelt. Auch war es mir ganz recht, nicht immer das selbe zu sehen...und landschaftlich hat die Route entlang der Eisenbahnstrecke Dresden-Chemnitz eindeutig mehr zu bieten als die B173.
Und so gings durch die feinste mittelsächsische Hügellandschaft - mit einigen Anstiegen, aber ohne echte Killerberge. Der Wettermann ließ heute mal richtig einen gucken (er muß wohl mein jämmerliches Geningel meine bösen Flüche gehört haben) - der Himmel nur locker bewölkt, die Temperaturen ideal, und auch den teilweise böse böigen Westwind, der mich am Freitag noch nach Dresden schob, hatte Petrus abgestellt. Nur ab und an gabs mal etwas Gegenwind, was ich im Vergleich zum letzten Jahr aber nicht so extrem schlimm fand.
Kurz vor Freiberg dann wurden die Waden schwer, und der Kopf stellte sich an so manchem Anstieg die Frage nach dem Warum. Mit dieser kleinen Motivationskrise kämpfte ich mich noch bis zur Tankstelle am westlichen Ortsausgang von Freiberg, wo ich erstmal diverse Schokoriegel und einen Liter Cola veratmete. So ein geschundener Leib braucht schließlich Zucker - der nach ein paar Minuten Pause ordentlich in die Beine gepumpt wurde. Frisch gestärkt und in dem Wissen, daß die schlimmsten Berge und der Großteil der Strecke schon hinter mir lagen, kam ich bis Chemnitz noch richtig gut voran.

Dann endlich wieder zuhause angekommen, bedankte ich mich mit einer ausgiebigen Dusche bei meinem Körper, daß er all die Strapazen ohne Murren mitgemacht hat - und versprach ihm, ihn nie wieder so zu schinden. Mit hinterm Rücken gekreuzten Fingern...

07.07.2007: Chemnitz - Dresden - Chemnitz, Tag 2
Elbtal deluxxe

Heidenau - Dresden-Innenstadt - Weixdorf - Stauffenbergallee - Elbradweg links der Elbe - Blaues Wunder - Elbradweg rechts der Elbe - Heidenau (64,4km, Ø 22,8km/h)

Bild "tour2007-07-07_1.jpg"Ich hatte zuerst überlegt, nach Tschechien zu fahren und dort die vorletzte Etappe meines letztjährigen Fahrradlagers (bike.azett.com) noch einmal unter die Räder zu nehmen. Zugunsten der Familie ließ ich es dann aber doch bleiben und radelte in Richtung Dresden.
Die Altstadt um die Frauenkirche herum war von Touristen geradezu überschwemmt, was weder ein feines Fahren zuließ, noch dem ungestörten Heimatgefühl so richtig zuträglich war. Aber es tat allemal verdammt gut, mal wieder in Dresden zu sein.

Bild "tour2007-07-07_2.jpg"Nachdem ich die liebe Verwandtschaft in Weixdorf besucht und während der Rast dort um diverse Nahrungsmittel erleichtert hatte, machte ich noch einen schnellen Abstecher zum örtlichen Jugendzentrum und ließ es dann auf der B97 gemütlich wieder stadteinwärts rollen. Dann bog ich links in die Stauffenbergallee ab und folgte ihr in Richtung Elbe, die ich bis zum Blauen Wunder auf der Neustädter Seite begleitete.
Mein Tip: Fahrt auf der anderen Elbseite. Die letzten 500 Meter des "Radwegs" vorm Blauen Wunder sind, vorsichtig ausgedrückt, eine Zumutung.
Nachdem ich die Elbe dann auf dem Blauen Wunder überquert hatte, folgte ich dem Radweg am anderen Elbufer bis zurück nach Heidenau. Diese Strecke kann ich nur empfehlen: Es läßt sich herrlich fahren, und man sieht Elbdampfer, den Fernsehturm und das Schloß Pillnitz.

06.07.2007: Chemnitz - Dresden - Chemnitz, Tag 1
Verdammt flott ostwärts gesurft

Chemnitz - Freiberg - Dresden - Heidenau (85,2km, Ø 27,5km/h, Vmax 73,4km/h)

Bild "tour2007-07-06_1.jpg"Ich hatte die ganze Woche schon immer etwas Zeit herausgearbeitet, damit ich am Freitag nur schnellstens aufs Rad käme. Dreiviertel vier war es dann soweit, und ich nahm die B173 in Angriff. Anders als letztes Jahr, als ich die Tour schon einmal fuhr (Touren 2006), wußte ich diesmal aber, wie man das vierspurige Stück Bundesstraße bei Niederwiesa umfährt...
Ganz im Gegensatz zu 2006 hatte ich dieses Mal keinen Gegen-, sondern recht ordentlichen Rückenwind, was mich verdammt flott spuren ließ. Nach Oederan hinein erhöhte ich dann quasi nebenbei meine diesjährige Höchstgeschwindigkeit: Der Velocomp zeigte 73,41km/h. Wäre dieser T4 vor mir nicht so geschlichen, es hätte durchaus noch mehr sein können! ;)
Auch in diesem Jahr machte ich wieder Zwischenstop in Niederschöna (da hat man Freiberg und somit die moralisch wichtige Hälfte der Strecke schon hinter sich). Nur erlaubte ich mir diesmal nicht die lange Pause, die ich 2006 dort machte, denn von Westen schob der Wind ziemlich dunkle Wolken nach. Also nur flott was gegessen und getrunken, und dann schnell weiter auf der Flucht vorm Wetter!

Bild "tour2007-07-06_2.jpg"Dresden war eigentlich recht fix erreicht, ich schoß die Kesselsdorfer hinunter und querte dann über die Nossener Brücke, das Nürnberger Ei und an der Uni vorbei bis zur B172, der ich bis Heidenau folgte.
Okay, ich hatte Rückenwind. Aber daß der Schnitt so hoch ausfallen würde, hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Aber die Eile lohnte sich: Kaum in Heidenau angekommen, ging ein Regenguß nieder. Als sich dann die Abendsonne noch einmal durchkämpfte, gabs als Belohnung für des Tages Strapazen einen wunderschönen Regenbogen.

05.07.2007: Quickie auf altbekannten Pfaden

Chemnitz: Dresdner Straße - Hilbersdorf - Ebersdorf - Kohlung - Chemnitztal - Furth - Dresdner Straße (15,8km, Ø 29,0km/h)

Unspektakuläre, aber recht flotte Runde auf meiner Hausstrecke. Vielleicht geht da dieses Jahr auch nochmal die Dreißig. Wenn ich ein Ningler wäre, würde ich den heute noch fehlenden Einer auf den Wind schieben - aber ich tus nicht. Ätsch.

04.07.2007: Dreißig - und doch nicht so wichtig

Chemnitz: Dresdner Straße - Südradweg bis Reichenbrand - Zwickauer Straße retour (18,0km, Ø 30,6km/h)

Bild "tour2007-07-04.jpg" Spannend, wie kontrastreich Fahrradfahren sein kann: Während die Runde aufgrund des Gegenwindes eher gemäßigt begann, endete sie mit einem dreißiger Schnitt. Sah es am Anfang noch nach einer kaum erwähnenswerten abendlichen Trainingseinheit aus, dominierte heimwärts urplötzlich der Triumph.
Und zwischen all dem Geradel - mal langsamer, mal schneller - die Idylle: Im Park am Südradweg versteckt sich ein Teich unter dem grünen Dach der Bäume, die sich schützend über ihn lehnen. Mitten auf dem Wasser liegt ein kleines Boot, die Paddel fehlen, es treibt still vor sich hin. Wer es wohl auf diesem kleinen Teich zu Wasser ließ und warum? Vielleicht einfach nur, um dieses Kleinod zu schaffen.

Fazit: Es gibt Momente, in denen ich für eine ordentliche Kamera alles tun würde. Der Eindruck des lang geplanten und nun völlig unverhofft erreichten dreißiger Schnitts muß heute mal hinten anstehen.

03.07.2007: Meteorologisch betrachtet

Chemnitz: Dresdner Straße - Totenstein - Dresdner Straße (29,0km, Ø 21,2km/h)

Bild "tour2007-07-03.jpg" Der Wettermann ist ein verdammtes Sadistenschwein.
Den ganzen Tag hält ers trocken, läßt er die Hoffnung auf eine fröhliche abendliche Radelrunde wie ein wohlduftende Blüte sprießen. Doch bevor sich der geneigte Veloartist überhaupt auf den Weg nachhause zu seinem Fahrrad machen kann, überwässert der meteorologische Exekutor dieses zerbrechliche Blümchen mit einem heftigen Guß.
Später dann, auf dem Heimweg, trocknen die Straßen wieder ab. Welch Freude! Der Mann in den Wolken läßt die Hoffnung wieder ein wenig keimen! ...aber nur, um auch dieses zarte Pflänzlein mit einem finalen Sturzguß kurz vor der Ankunft zuhause brutal zu ersäufen.
Nein, ein Radelfreund ist der Petrus nicht. Eher ein Riesenar... - na, das weiß jeder selbst.
Zum Glück blieb es dann zu späterer Stunde doch noch trocken, so daß es für einen sehr angenehmen Klaffenbach-Quickie mit ludi reichte.

Fazit: Gotcha, mister weatherman!

30.06.2007: Frische Kilometer!

Chemnitz: Dresdner Straße - Totenstein - Dresdner Straße (31,2km, Ø 25,9km/h)

Bild "tour2007-06-30.jpg"Vier Wochen stand das Rad im Flur - VIER Wochen! Termine, Geburtstage, Schnodderseuche - und wenn doch mal Zeit war, Dreckswetter.
Heute keine Ausreden mehr, ab aufs Rad und los. Weil sonst niemand Lust, Zeit oder Rad hatte, entschloß ich mich für einen Solo-Quickie über den Totenstein.
Kaum saß ich auf dem Rad, fing es schon an zu regnen. Prima Einstand, dachte ich mir, zog den Helm etwas tiefer und kämpfte mich im Regen gegen bösen Westwind stadtauswärts. Irgendwann schien dann auch wieder die Sonne, nur der Wind wollte nicht nachlassen. So kam ich mit recht schwachem Schnitt auf dem Totenstein an.
Von da an wars dann allerdings ein feines Gespure: Den Wind im Rücken, holte ich mir die Zwickauer stadteinwärts noch ein, zwei Autos. Die Gesichter der Fahrer sind jedesmal sehr nett anzuschauen, wenn ein Fahrrad überholt :D
Zuhause erwartete mich dann feinste Blumenkohlsuppe und die Vorfreude auf die abends anstehende Feierlichkeit - so darf ein Samstag sein!

Fazit: Bestes Training für die Fahrt nach Dresden nächste Woche.

02.06.2007: Endlich wieder Samstag

Innenstadt - Klaffenbach - Neukirchen - Mittelbach - Grüna - Wüstenbrand - Totenstein - Rabenstein - Siegmar - Innenstadt (47,2km, Ø 22,0 km/h)

Die samstägliche Radelrunde sollte es mal wieder werden, und so traf ich mit der schönen Frau pünktlich elf Uhr am Nischl, dem regulären Treffpunkt, ein. Außerdem kamen noch der "Milram-Mann" und Cali, und den Ludi holten wir dann direkt zuhause aus dem Bett.
Gemütlich ließen wir es bis Klaffenbach rollen, wo sich Ludi und die schöne Frau für die Heim-, der Rest für die Weiterfahrt entschied. Letztere führte über Berg und Feld bis Grüna, von wo aus wir über Wüstenbrand den Totenstein von Westen her angingen. Nach diesem kurzen, aber wie immer recht knackigen Schlauch war es dann heimzu eigentlich nur noch ein Gehetze, um vom einsetzenden Regen nicht völlig durchgeweicht zu werden.
Im Großen und Ganzen aber eine sehr feine Runde - und nach langer Pause mal wieder gut Kilometer.

Fazit: Man kann auch im Regen gut Meter machen.

29.05.2007: Ründchen mit Dame

Hbf - Bernsdorfer Straße - Zschopauer Straße - Hbf (9,0km, Ø 18,4km/h)

Manchmal muß man auch mal geschmeidig machen. Will ja die Frau nicht so hetzen und ihr somit allen Radelspaß gleich wieder nehmen. Die bösen Solobretter kommen aber auch wieder, keine Frage.

18.-19.05.2007: 24 Stunden radeln

18.05.: Innenstadt - Talsperre Euba - 3x festgelegte Tour - Talsperre Euba - Innenstadt
19.05.: Innenstadt - Talsperre Euba - 5x festgelegte Tour - Talsperre Euba - Innenstadt
Gesamt: 200,1km, Ø 18,3km/h, Vmax 70,64km/h

Die vorher festgelegte Tour: Talsperre Euba - Struthwald - Flöha - Augustusburg (Tankstelle) - Erdmannsdorf - B180 entlang der Zschopau - Flöha - Struthwald - Talsperre Euba (~21,5km)

Bild "tour2007-05-18_2.jpg" Was für ein Ritt! Achtmal 21,5 Kilometer, achtmal 380 Höhenmeter, achtmal zwei lange Anstiege und eine Serpentinen-Schußfahrt. Und zusätzlich noch zweimal An- und Abfahrt nach und von Euba. In Summe habe ich mein Minimalziel von 200 Kilometern in 24 Stunden erreicht - das Optimalziel von zehn Runden fiel allerdings meinem schmerzenden Knie zum Opfer.

Bild "tour2007-05-18_1.jpg"Aber der Reihe nach: Die Runde beginnt an der Talsperre Euba, schraubt sich nach Euba zum Struthwald hinauf, der dann in einer langen Abfahrt nach Flöha hinunter verläuft. Von dort aus führt die Strecke etwa fünf Kilometer hinauf nach Augustusburg. An der dortigen Tankstelle gehts nach rechts in die Serpentinenschußfahrt ins Zschopautal nach Erdmannsdorf. In Erdmannsdorf folgt die Route dann der B180 entlang der Zschopau, die an der Einmündung zur Struth wieder verlassen wird. Nun geht es wieder durch den kompletten Struthwald hinauf nach Euba, wo die Runde an der Talsperre wieder endet.

Am Freitagabend, Startzeit 19:00 Uhr, fuhr ein Troß von knapp 20 Radlern unterschiedlichster Kondition und Ausstattung die komplette Runde einmal zusammen ab. Von reinrassigen Rennhobeln über Touringräder bis hin zum grobstolligen Fully war so ziemlich alles dabei.
Mittendrin ein "Kamerawagen", aus dem in der Einführungsrunde fleißig das Fahrerfeld fotografiert und somit dieses denkwürdige Event für die Nachwelt festgehalten wurde.
Zurück in Euba, teilte sich das Feld dann in Grüppchen auf, die die zweite Runde jeweils unterschiedlich schnell angingen. Dabei gehörte ich mit Ludi und Cali zu denen, die es ob der Länge der Tour nicht gleich übertrieben.
Nach der zweiten Runde entschieden wir uns, noch eine dritte anzuhängen, um danach gegen Mitternacht zum Schlafen heimzufahren. Diese dritte Runde brachte heftige Kälte, und wir mußten uns mangels ausreichender Beleuchtung immer gut zueinander positionieren, damit jeder etwas sehen konnte, und damit auch die (wenigen) Autofahrer eine Chance hatten, uns zu erspähen.

Bild "tour2007-05-18_3.jpg"Der Samstag begann früh, nach der erneuten Anfahrt nach Euba starteten Ludi und ich halb acht zu den nächsten Runden. Cali war anfangs nicht dabei - er hatte schlicht verschlafen. Um noch eine realistische Chance auf meine anvisierten zehn Runden zu haben, löste ich mich nach dem Mittag aus der Gruppe und versuchte allein mein Glück - wobei dann die satte neue Maximalgeschwindigkeit von 70,64km/h bei der Abfahrt von Augustusburg nach Erdmannsdorf zustandekam. Tückisch hierbei: In den Serpentinen liegen immer mal Steinchen auf der Straße - bei zuviel Schräglage das mögliche Ende einer schönen Tour. Aber passiert ist nix, und ich setzte meine Fahrt fort. Immer schwerer wurden die Beine, immer mehr schmerzte das von der Kälte der vorangegangenen Nachtfahrt mitgenommene Knie. Das Alter...
In Runde acht war es dann vorbei: Bei jeder Pedalumdrehung stach es im Knie, und die Struth hinauf erwies sich ob des nie enden wollenden Bergaufgefahres wie erwartet als Motivationskiller - ich konnte einfach nicht mehr. Als ich dann irgendwann nach 16:00 Uhr in Euba ankam, hatte ich 194 Kilometer auf dem Tacho stehen, die geplanten 200 würden also mit der Heimfahrt voll werden. Ich entschloß mich, dem Drängen meines Körpers nachzugeben und das Fahrrad abzustellen. Im Kreise der auch bereits "abgestiegenen" Teilnehmer und Zuschauer verfolgten wir dann die Abfahrten und Ankünfte der restlichen Radler bis zum offiziellen Ende unserer "kleinen Tour" um 19:00 Uhr.

Beim gemeinsamen Auswerten der Fahrradcomputer fiel mir dann noch ein Sahnehäubchen auf: Die 1000-Kilometer-Grenze ist gefallen! Auf dem Tacho standen exakt 1076 km seit Mitte März.

Die detaillierte Auswertung inklusive Platzierungen, Rundenrekorden und aller sonstigen Statistik wird Stück für Stück auf der Website des 24-Stunden-Radelns zusammengetragen. Später kommen dort natürlich auch noch die besten Fotos hinzu!

Fazit: Sonnenbrand, schmerzende Knie, absolute Erschöpfung...aber ich weiß, wofür. Ich wollte meine Grenze finden - sie liegt (momentan) bei 200 bergigen Kilometern in 24 Stunden.

16.05.2007: The final countdown

Innenstadt - Adelsberg - Innenstadt (21,9km, Ø 18,7km/h)

Kurzentschlossen legten Ludi und ich ein Ründchen zum Adelsberg auf den Asphalt. Quasi als letztes lockeres Training fürs 24-Stunden-Radeln.
Wer gern mal eine Schußfahrt macht, dem sei übrigens die Augustusburger Straße stadtwärts an der Scheere ans Herz gelegt. Da geht was!

14.05.2007: Den Landwirt freuts

Innenstadt - Talsperre Euba - Struthwald - Flöha - Augustusburg (Tankstelle) - Erdmannsdorf - B180 entlang der Zschopau - Flöha - Struthwald - Talsperre Euba - Innenstadt (34,2km, Ø 22,3km/h)

Bild "tour2007-05-14.jpg" Noch einmal vorm großen 24-Stunden-Radeln gings auf eben jene Runde - der Sylas kannte die Route auch noch nicht und bat deswegen darum. Der Blick zum Himmel ließ schon Schlimmes ahnen, und schließlich ignorierten wir ja auch die Warnungen der Meteorologen vor Hagelschauer und, Zitat, "Mini-Tornados".
Bis zum Anstieg nach Augustusburg bliebs trocken, aber dann schlug Petrus zu. Ordentlicher Platzregen, Blitze und einiges an körnigem Eis ließen uns eine Zwangspause unter dem Dach der Augustusburger Tankstelle einlegen. Als dann aber wieder die Sonne hervorkam, führten wir ohne Murren unsere Runde auf pitschnassem Geläuf fort - der Bauer weiß es hoffentlich zu schätzen!

Fazit: Regen zum 24-Stunden-Radeln wäre doof.

13.05.2007: Neue Reifen!

Innenstadt - Altchemnitz - Innenstadt (13,3km, Ø 19,3km/h)

Bild "tour2007-05-13.jpg" Da der Cali nun seine neue Rennsau hat, verwendet er das zuvor straßentauglich gemachte Mounti wieder zum Wald- und Wiesenräubern. Dafür spendierte er ihm wieder die alten Grobstollen, was die feinen "Schwalbe Marathon" arbeitslos machte. Dann nehm ich sie eben! ;)
Auf den frischmontierten Pneus ging es (der mitradelnden schönen Frau zuliebe gemütlich) durch den Stadtpark. Die richtige Feuertaufe für die Marathons folgt vom 18. auf den 19. beim 24-Stunden-Radeln - an die Unterschiede im Fahrverhalten muß ich mich bis dahin erst noch gewöhnen.

07.05.2007: Calis "Neue" mit stürmischem Quickie entjungfert

Innenstadt - Altchemnitz - Klaffenbach - Altchemnitz - Innenstadt (24,6km, Ø 27,5km/h)

Bild "tour2007-05-07.jpg" Der gute Cali wollte es wissen und kaufte sich einen äußerst geilen Rennhobel. Und wie sich das gehört, wurde der auch gleich eingefahren - ich hatte die Ehre, dabei zu sein. Weil das Wetter ziemlich komisch aussah, die To-Do-Liste zuhause noch lang und der Abend nicht mehr der Allerjüngste war, beließen wir es bei einem Sprint nach Klaffenbach und wieder zurück. Wobei "Sprint" für den Hinweg schon fast übertrieben ist: Heftige Böen (die irgendwie von allen Seiten, bevorzugt aber natürlich von vorn kamen) bremsten uns gehörig ein. Auf dem Weg zurück gings dann bedeutend flotter, was dem Ego und dem Schnitt zugute kam.

Fazit: Jetzt, wo auch der Cali einen Renner hat, werde ich mich ganz schön ranhalten müssen... ;)

05.05.2007: Einmal komplett um Chemnitz

Innenstadt - Grüna
- Südwest-Radweg über Mittelbach nach Klaffenbach
- Südostradweg über Einsiedel, Kleinolbersdorf-Altenhain, Euba zum Zeisigwald
- durch Wald und Flur bis Ebersdorf
- Nordradweg über Kohlung, Chemnitztal, Borna und Röhrsdorf nach Rabenstein
- Totenstein - Wüstenbrand - Mittelbach - Leukersdorf - Neukirchen - Klaffenbach - Harthau - Altchemnitz - Innenstadt
(106,2km, Ø 18,2km/h)


Bild "tour2007-05-05.jpg" Zum samstäglichen Radeltreff kam außer mir nur der Ludi, und nach kurzer Überlegung waren wir der Meinung, mal die Komplettumrundung von Chemnitz anzugehen. Bei gutem Wetter gings westwärts bis Grüna, von wo aus wir in südlicher Richtung auf den Radroutenring um Chemnitz einschwenkten. Nachdem wir in Klaffenbach, ganz im Süden der Route, einen kurzen Halt einlegten, ging es in östlicher Richtung weiter. Ein böser Anstieg lauert an der Einsiedler Talsperre, aber ist der überwunden, gehts gemächlich weiter. Am Adelsberg vorbei bleibts recht eben, nach der Überquerung der Augustusburger Straße ganz im Osten der Route beginnt ein steiler Stich nach Euba hinein. Am Zeisigwald verließen wir die ausgeschilderte Route, um direkt auf der Höhe nach Ebersdorf hinüberzustechen. Daß es dabei SO heftig über Stock, Stein und Eisenbahnschienen ging, wußten wir erst hinterher.
Nach einer Rast an der Frankenberger Straße überquerten wir nach Kohlung die A4 und schossen durch den Wald hinab ins Chemnitztal (nördlichster Punkt der Runde), um ums danach durch Borna wieder hinauf gen Röhrsdorf zu schrauben. Der Nordradweg führte uns dann bis nach Rabenstein, wo die Runde komplett wurde.
Da allerdings "nur" 75 Kilometer auf dem Tacho standen, entschlossen wir uns, die Runde wenigstens noch dreistellig werden zu lassen, und verlängerten sie über den Totenstein, Mittelbach, Leukersdorf und Klaffenbach.
Die restliche Strecke ging es dann eigentlich nur ums möglichst schmerzfreie Heimkommen: Ludi plagten die Oberschenkel und mich, mit Verlaub, der Arsch.
Als dann die Kilometerzahl dreistellig wurde, hatten wir die komplette Runde noch einmal um etwa ein Drittel verlängert und machten uns kaputt, aber zufrieden nachhause.

Fazit: Ohne Zeitdruck kann man ruhig auch mal solche derben Bretter angehen. Schönes Ding!

03.05.2007: Sichtung der 24-Stunden-Runde

Innenstadt - Talsperre Euba - Struthwald - Flöha - Augustusburg (Tankstelle) - Erdmannsdorf - B180 entlang der Zschopau - Flöha - Struthwald - Talsperre Euba - Innenstadt (36,0km, Ø 22,6km/h, Vmax 67,65km/h)

Bild "tour2007-05-03.jpg" Vom 18. auf den 19. Mai will ich es gemeinsam mit vielen anderen herausfinden: Wieviele Kilometer schafft man mit dem Fahrrad innerhalb von 24 Stunden? (Details dazu auf 24stundenradeln.de.tk!)
Ich machte ich mich also auf, vorbereitend "Streckenkenntnis zu fahren".
In Euba gehts zunächst unspektakulär los, aber nach dem Kreisverkehr rechts hinauf in Richtung Struth fährt man schon das erste Mal bergan. Die Struth nach Flöha hinunter ist die erste Ausruhphase der Tour, durch Flöha ist man dann schnell durch. Dann der Anstieg zur Burg: Fand ich so aus der Kalten nicht soooo extrem - ist halt ein langes Stück bergan, aber wenn man den richtigen Tritt hat, ists schon zu machen.
In Augustusburg gehts von der Tankstelle rechts nach Erdmannsdorf runter, dort kurbelte ich mich heute unter Vernachlässigung jedweder Vernunft bis auf 67,65km/h. Für diesen Abschnitt sollten Bremsen und die Nerven gleichermaßen fit sein.
Die B180 entlang der Zschopau zurück in Richtung Flöha ist geschmeidig machbar - dann allerdings kommt wieder die Struth. Selbige halte ich für die psychologische und physiologische Schlüsselstelle der Tour.
Nach Euba hinein kann man es dann gemütlich rollen lassen, der letzte kleine Anstieg ist nur noch Betthupferl der Runde.

Fazit: Für alle machbar - aber wie oft?

01.05.2007: Ab nach Oederan

Chemnitz - Niederwiesa - Flöha - Falkenau - Breitenbach - Oederan - B173 über Falkenau nach Flöha - Braunsdorf - Nieder-, Ober-, Lichtenau - Chemnitztal - Chemnitz (61,1 km, Ø 18,8km/h)

Bild "tour2007-05-01.jpg"

Als erstes gehörte zum Feiertag das Rad versorgt. Also ausgiebig Dreck und Staub abgeputzt und der Kette neues Fett gegeben - wie es wieder glänzt! Außerdem hab ich nun auch meinen feinen neuen Lautgeber installiert (und auch schon ausprobiert - merci, A+J³!).
Dann kam Ludi und schlug als Fahrziel Oederan vor. Entlang der Zschopau und der Flöha gings beschaulich vonstatten - radeln ja, Hatz nach dem Schnitt nein. Wer nicht so jagt, hat auch mehr von den vielen kleinen und großen Feinheiten der Natur, die sich auf dieser Strecke bieten.
In Oederan drehten wir ein Ringel auf dem Markt, bevor uns dann die B173 gen Heimat trug. Nach Falkenau gehts übrigens im ordentlichen Winkel runter, und die Straße ist sehr gut zu fahren - Rennradfahrer dürften dort gut Spaß haben.
Wir entschieden uns dann aber für eine Weiterfahrt abseits der Bundesstraße und ließen es nach einer gemütlichen Rast am Ufer der Zschopau geschmeidig ausklingen.

Fazit: Wieder eine feine Zschopautal-Variante. Schön wars!

25.04.2007: Flotte Frühlingsrunde

Innenstadt - Südradweg über Schönau bis Rabenstein - Nordradweg bis Röhrsdorf - Leipziger Straße - Innenstadt (22,4 km, Ø 26,5km/h)

Bild "tour2007-04-25.jpg" Zuhause hatte sich viel Kram - Rechnungen, Briefe, digitales Zeug - angestaut, also entschied ich mich für eine kürzere Runde. Bei dem geilen Wetter muß man schließlich raus, und aufgrund diverser Feierlichkeiten mußte das Rad immerhin schon eine Woche stehenbleiben!
Obwohl ichs zunächst gemütlich angehen wollte, stach mich dann doch der Hafer, und ich ließ richtig laufen.
Die Runde ist eine sehr angenehme, wer sich an die Radwegführung hält, bleibt vom Autoverkehr eigentlich gänzlich verschont. Das gilt nur sehr eingeschränkt für den grenzwertigen Feierabendverkehrs-Sprint die Leipziger stadteinwärts: Don't try this at home, folks!

Fazit: Geil! Wenn nur das fliegende Viehzeug nicht permanent auf meine Kauleiste zusteuern würde...

17.04.2007: Solo-Quickie ins Erzgebirge

Innenstadt - Klaffenbach - Jahnsdorf - Niederdorf - Neukirchen - Innenstadt (41,5 km, Ø 23,7km/h)

Bild "tour2007-04-17.jpg" "Schnell ma nauf ins schiene Arzgebirg" hieß es diesmal, und fröhlich gings in Richtung Stollberg. Schon ein wenig diesig, aber immer noch ziemlich warm präsentierte sich das Wetter - anscheinend paradiesische Zustände für Insekten. Kurz nach Jahnsdorf war es dann soweit, ich bekam meinen diesjährig ersten Brummer oral implantiert; der Schluckreflex war dummerweise schneller als der Hustenanfall. Ansonsten eine nette Runde, auch wenn es nicht gerade ein velopedaler Höhepunkt ist, im Feierabendverkehr die Bundesstraße 169 entlangzuradeln.

Fazit: Rettet die Kühe - eßt mehr Insekten!

16.04.2007: Mehr Strecke durch weniger Geschwindigkeit

Innenstadt - Adelsberg - Sternmühlental - Erdmannsdorf - Flöha - Niederlichtenau - Auerswalde - Chemnitztal - Leipziger Straße - Flemming-Gebiet - Rabenstein - Stausee Rabenstein - Totenstein - Wüstenbrand - Innenstadt (74,8 km, Ø 21,5km/h)

Bild "tour2007-04-16.jpg" Da wollten mich Ludi und Cali ärgern und schickten mir per MMS ein Bild von ihrem sonnigen Radelpäuschen in Erdmannsdorf. Ich hatte das Handy quasi noch in der Hand, als ich mit dem Rad das Haus verließ. Nach der wilden Aufholhatz ließen wir es dann zu dritt gemütlich angehen und machten äußerst feine Kilometer. Und dieses herrliche Wetter dazu! Ich glaube, so zeitig bin ich noch nie im T-Shirt unterwegs gewesen.
Die Waden blieben dank des dezenten Tempos richtig lange fit, und so verlängerten wir die Runde einfach noch ein klein wenig.

Fazit: Das ist er nun: Des Radlers wahrer Himmel.
Mit einem kleinen Schönheitsfehler: Nicht jeder Radweg ist ein Radweg. Warum, steht beim Juristenlatein.

12.04.2007: Grenzlastig

Innenstadt - Stadtpark - Wasserschloß Klaffenbach - Südwest-Radweg über Neukirchen und Mittelbach nach Grüna - Wüstenbrand - Totenstein - Rabenstein - Röhrsdorf - Chemnitztal - Kohlung - Ebersdorf - Hilbersdorf - Innenstadt (57,3 km, Ø 23,0km/h)

Bild "tour2007-04-12.jpg" Die Südwestrunde ist landschaftlich äußerst empfehlenswert, allerdings ist der Weg kurz nach Neukirchen eher ein Kraterfeld als alles andere. Richtung Mittelbach rüber ärgern dann LPG-Betonplatten den Ungefedertfahrer...aber wie gesagt, schön was zum Gucken links und rechts.
Der Nordradweg glänzt in meinen Augen eher durch Unauffälligkeit.

Persönliche Bilanz: Ab Kilometer 25 schmerzte mein rechtes Knie ziemlich gemein, ab Kilometer 40 die Oberschenkel. Die letzten fünf Kilometer würde ich dezent als Kampf beschreiben. Trotzdem im Großen und Ganzen eine phänomenale Solotour!

Fazit: Wer gut sein will, muß leiden.

11.04.2007: Solorunde deluxe

Innenstadt - Adelsberg - Sternmühlental - Augustusburg - Flöha - Zschopautal - Lichtenau - Auerswalde - Chemnitztal - Innenstadt (54,1km, Ø 23,0km/h)

Bild "tour2007-04-11.jpg" Diesmal hatten die Beine richtig Lust, also ließ ich sie mal gescheit rotieren. Muß ja schließlich auch mal auf Strecke, und nicht immer nur auf Durchschnitt trainieren ;)
"Ganz nebenbei" ist nun auch eines der Jahresziele abgehakt: Wie bereits letztes Jahr stand unter anderem die Rotpunkt-Erklimmung der Rodelbahn an der Augustusburg, liebevoll die "Bitch" genannt, an. Haken dran, weiter gehts!
Landschaftlich besonders reizvoll: Das Sternmühlental in der Abenddämmerung. Es war nicht das erste Mal, daß ich dort Tuchfühlung mit Rehen hatte. Ganz zu schweigen von der feinen Luft und den Frühlingsfarben!

Fazit: Mehr davon...mehr davon!

10.04.2007: Verlängert

Innenstadt - Hilbersdorf - Kohlung - Chemnitztal - Wittgensdorf - Limbach-Oberfrohna - Röhrsdorf - Leipziger Straße - Innenstadt (33,9km, Ø 25,5km/h)

Eigentlich wollte ich ja nur meine Haus- und Hofstrecke über Hilbersdorf, Kohlung und die Chemnitztalstraße fahren, um mich dort so langsam wieder auf die unvermeidliche Jagd nach dem Dreißiger-Schnitt vorzubereiten. Aber als ich dann an der Chemnitztalstraße ankam und die Beine irgendwie noch kein bißchen müde waren, entschloß ich mich, nicht nach links Richtung Stadt, sondern nach rechts abzubiegen. Kein Fehler, auch wenn Wittgensdorf immer wieder ein derbe sackig langes Stück bergan ist.
Wenn ich in Röhrsdorf nicht den Abzweig verpeilt hätte, wäre ich dann eigentlich gern noch über den Totenstein zurückgefahren - das fiel mir aber erst auf, als ich bereits an der Leipziger Straße stand. Nunja, dann eben nächstes Mal - so gings halt direkt zurück.

Fazit: So gehört das hin: Die Wiesen fangen an zu blühen, die Eichhörnchen flitzen durch den Wald - schön ist der Frühling.

04.04.2007: Training tut not

Innenstadt - Klaffenbach - Altchemnitz - Pfarrhübel - Erfenschlag - Reichenhainer Straße - Innenstadt (27,9km, Ø 24,7km/h)

Bild "tour2007-04-04.jpg" Na bitte: Das mit der Sonne geht doch, wenn man nur lieb drum bittet. Trotzdem wars noch ein wenig frisch im Schatten, aber im Großen und Ganzen bleibt die Erinnerung an eine angenehme Runde - mit einem kleinen Schönheitsfehler: Der Anstieg zum Pfarrhübel zeigte sehr deutlich, daß die Waden mehr Brei als Stahl sind.

Fazit: Jede Fahrt spornt zu noch mehr Training an...paradox.

03.04.2007: Wetter un-, Tour gemütlich

Chemnitz - Klaffenbach - Chemnitz (27,9km, Ø 19,3km/h)

Bild "tour2007-04-03.jpg" Petrus schien sich noch nicht ganz sicher gewesen zu sein mit dem Frühling - und ließ es noch einmal unfein kalt und pissig sein. Aber da schließlich nur die Harten in den Garten kommen, hat es immerhin noch zu einem feinen, streßfreien Ausritt zum Wasserschloß Klaffenbach gereicht. Und außerdem konnte so auch die etwas dickere Fahrrad-Trikotage noch einmal durch tadellose Pflichterfüllung glänzen.

Fazit: Der Schönwetterfahrer-Vorwurf ist entkräftet - aber das nächste Mal hätt ich dann doch bitte wieder etwas Sonne ;)

02.04.2007: Solo-Hatz

Chemnitz: Innenstadt - Chemnitztal - Auerswalde - Niederlichtenau - Braunsdorf - Niederwiesa - Euba - Zeisigwald - Innenstadt (35,7km, Ø 27,0km/h)

Bild "tour2007-04-02.jpg" Den Neunzehner-Schnitt der vorigen Tour konnte ich so nicht stehen lassen, und so zog ich die gleiche Runde noch einmal solo durch. Dabei reifte die bittere Erkenntnis, daß es bis zur Dreißig noch eine Menge zu trainieren gibt...aber das Jahr ist ja noch jung. Auerswalde und Euba sind übrigens elend lange Bergauf-Nester!
Dafür ließ der Wettermann mal so richtig einen gucken, die gefühlte Temperatur lag definitiv jenseits der zwanzig Grad.

Fazit: Landschaftlich sehr zu empfehlen, wenn auch manche seichten Anstiege kaum enden wollen. Besonders schön ists an der Zschopau zwischen Lichtenau und Braunsdorf!

31.03.2007: Gelassen läufts

Chemnitz: Innenstadt - Chemnitztal - Auerswalde - Niederlichtenau - Braunsdorf - Niederwiesa - Euba - Zeisigwald - Innenstadt (37,5km, Ø 19,3km/h)

Bild "tour2007-03-31.jpg" Zusammen mit Ludi und Zulm gings auf eine feine Runde um den Chemnitzer Norden. Dabei wurde es in der Sonne auch schon richtig fein warm...und wenn alle ein wenig besser im Training stehen, fahren wir auch mal wieder ein wenig schneller ;)

29.03.2007: Fifty-Fifty

Chemnitz: Innenstadt - Altchemnitz - Innenstadt - Adelsberg - Innenstadt (29km, Ø 21,5km/h)

Einmal gemütlich aus der Stadt raus und wieder rein - da bleibt der Schnitt trotz der ambitionierteren zweiten Hälfte recht moderat. Aber alles in allem warens sehr schöne Kilometer, und außerdem ist Vmax für dieses Jahr das erste Mal über 60 geklettert.

27.03.2007: Jetzt aber Frühling²

Chemnitz: Dresdner Straße - Totenstein - Dresdner Straße (31km, Ø 26,9km/h)

Nun ist auch der letzte Schnee weg :)

26.03.2007: Jetzt aber Frühling

Chemnitz: Dresdner Straße - Totenstein - Dresdner Straße (31km, Ø 26,2km/h)

Bild "tour2007-03-26.jpg" Nun, da des Winters letzte (nicht ganz) ohnmächtige Schauer körnigen Eises aus der grünenden Flur verschwinden, sieht es endgültig nach Frühling aus. Und da die Runde über den Totenstein mein Favorit in Sachen Landschaft und Trainingseffekt ist, ging es auch diesmal altbekannte Pfade entlang. Schönste Abendsonne und eine erste Ahnung vom satten Grün, das der Welt wieder bevorsteht, markieren die Eindrücke dieser Solotour. Nur ein paar klitzekleine schmutzig-graue Fleckchen Winter trotzen im Schatten dichter Tannen dem Frühling - aber nicht mehr lange.

Fazit: Es naht des Radlers wahrer Himmel.

15.03.2007: Entdecke die Gelassenheit

Chemnitz: Innenstadt - Flemminggebiet - Autobahnkreuz - Rabenstein - Innenstadt (30km, Ø 16,7km/h)

Bild "tour2007-03-15.jpg" Nett verschnörkelte Runde, aber extrem niedriger Schnitt dank Ludis schleifender Scheibenbremse. Da geht mehr!

Fazit: Bremse bauen, Ludi! ;)

13.03.2007: Training, Training, Training

Chemnitz: Dresdner Straße - Totenstein - Dresdner Straße (31km, Ø 24,0km/h)

Wadenkrämpfe ohne Ende - ich muß mehr tun -.-

12.03.2007: Geht wieder los

Chemnitz: Dresdner Straße - Fürstenstraße - Zeisigwald - Dresdner Straße (11km, Ø 21,8km/h)

Bild "tour2007-03-12.jpg" Endlich paßte mal wieder alles: Das Wetterchen schmeckte nach Frühling, das Rad war wieder fit (danke Zulm!), und ich hatte auch mal wieder Zeit. Also ab zur ersten Runde durch den Abend. Nach einer viel zu langen Winterpause steht aber fest, daß ich mich erstmal wieder herantasten muß.

Fazit: Die Ziele fürs Jahr sind gesetzt, und der gute Wille ist da - aber aller Anfang ist schwer.

Zur Person

Portrait azett
Arvid Zimmermann, Jahrgang 1982, Sachse im Ruhrpott, Software-Entwickler, Radfahrer.

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